Mineralwasser-Test, Arsen

Mineralwasser-Test: Arsen und PFAS-Chemikalien in vielen Marken

25.06.2026 - 19:42:42 | boerse-global.de

Stiftung Warentest und Öko-Test prüfen Mineralwasser: Testsieger ist ein Discounter-Produkt, während Arsen und PFAS in einigen Marken gefunden wurden.

Mineralwasser-Test: Discounter-Wasser schlägt teure Marken
Mineralwasser-Test - Ein klares Glas Mineralwasser mit Kondensation und sanften Blasen, im Hintergrund verschwommenes Laborgerät. 25.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Arsen, PFAS-Chemikalien und große Preisunterschiede – die aktuellen Untersuchungen von Öko-Test und Stiftung Warentest zeigen: Deutschlands Mineralwasser ist meistens gut, aber nicht immer.

Testsieger vom Discounter

Die Stiftung Warentest veröffentlichte am 24. Juni 2026 Ergebnisse eines Tests von 52 Mineralwässern. Rund ein Viertel der Proben erhielt ein sehr gutes Urteil. Die Preisspanne ist gewaltig: Sie reicht von 17 Cent bis zu 1,45 Euro pro Liter.

Überraschung: Testsieger ist das Discounter-Wasser Saskia Medium aus der Quelle Jessen mit der Note 1,3. Der Preis pro Liter liegt bei nur 19 Cent. Ein zweites Wasser derselben Marke aus der Quelle Wörth bekam die Note 1,7.

Die Experten stellten klar: Mineralwasser muss nicht mineralstoffreich sein, um gut abzuschneiden. Auch Bio-Produkte bieten keinen pauschalen Qualitätsvorteil.

Arsen-Alarm bei Öko-Test

Die Zeitschrift Öko-Test analysierte für die Juli-Ausgabe 2026 insgesamt 56 Medium-Wässer. 40 Marken erhielten die Note „sehr gut" – darunter Vilsa Medium, Adelholzener Sanft, Gerolsteiner Medium und das Lidl-Produkt Saskia Medium.

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Ein Produkt fiel negativ auf: Das Bad Harzburger Medium bekam die Note „mangelhaft". Grund war eine Arsen-Konzentration von über 50 Prozent des geltenden Grenzwerts. Eine akute Gesundheitsgefahr besteht zwar nicht, die Prüfer bewerteten den Gehalt dennoch als kritisch.

Zusätzlich fanden die Tester in dem betroffenen Wasser Trifluoracetat (TFA), einen Stoff aus der Gruppe der PFAS-Chemikalien. Diese „Ewigkeitschemikalien" sind wegen ihrer Langlebigkeit in der Umwelt problematisch. TFA ließ sich in mehr als 30 der getesteten Marken nachweisen.

Leitungswasser als günstige Alternative

Die Untersuchungen setzen Mineralwasser auch in Relation zum Leitungswasser. Mit etwa 0,39 Cent pro Liter bleibt es die mit Abstand kostengünstigste Alternative. Die Stiftung Warentest betont: Leitungswasser ist zudem deutlich umweltfreundlicher als abgefülltes Mineralwasser.

Altlasten bleiben ein Thema

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Regelmäßige Kontrollen sind offenbar nötig. 2025 fielen stille Wasser bei Edeka und Netto durch Chrom(VI)-Belastungen negativ auf. 2024 wiesen Tests in 13 Classic-Wässern Pestizidabbauprodukte, Uran, Nickel oder Bor nach.

Die aktuellen Ergebnisse bestätigen: Verunreinigungen – teils aus oberirdischen Quellen – bleiben eine Herausforderung für die Abfüller. Die gute Nachricht: Die Mehrheit der Produkte entspricht den Qualitätsstandards.

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