Mindfactory-Cyberattacke, Kundendaten

Mindfactory-Cyberattacke: Kundendaten und Passwörter möglicherweise betroffen

Veröffentlicht am: 07.11.2026 um 22:12 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der Händler setzte Shop-Passwörter zurück und untersucht den Angriff; Zahlungsdaten blieben laut Unternehmen unberührt.
Ein unbeleuchteter, leerer Serverraum mit dunklen Rack-Schränken in einer modernen technischen Umgebung. Illustration mit AI erstellt.

Der Hardware-Händler Mindfactory hat seine Kunden sowie die zuständige Datenschutzbehörde über eine Cyberattacke informiert und Strafanzeige gegen Unbekannt gestellt. Das Unternehmen, das seit Juli 2025 zur heise-Gruppe gehört, bestätigte den Sicherheitsvorfall und leitete unverzüglich Gegenmaßnahmen ein.

Möglicher Zugriff auf Kundendaten und Passwörter

Nach Angaben des Unternehmens war bei dem Angriff ein Zugriff auf Adressen, E-Mail-Adressen, Telefonnummern sowie verschlüsselt gespeicherte Passwörter möglich. Zahlungsrelevante Informationen sind von dem Vorfall jedoch nicht betroffen: Sensible Bank- und Kreditkartendaten seien ausgeschlossen, da diese direkt bei externen Zahlungsdienstleistern verarbeitet und gespeichert werden.

Als unmittelbare Reaktion hat Mindfactory vorsorglich sämtliche Shop-Passwörter zurückgesetzt. Zudem erklärte Mindfactory-Chef Marcel Kirchner, dass das Unternehmen künftig auf ein moderneres Hashing-Verfahren für die Speicherung von Zugangsdaten setzen werde.

Forensische Untersuchung und Warnung vor Phishing

Eine Erpressung oder eine Lösegeldforderung lag nach Unternehmensangaben nicht vor. Die ausgenutzte Schwachstelle sei mittlerweile geschlossen worden, während eine detaillierte forensische Untersuchung des Vorfalls weiterhin Woodoover andauert. Genaue Angaben zum konkreten Angriffsweg, zur Dauer des unbefugten Zugriffs sowie zur exakten Zahl der betroffenen Kunden und dem genauen Umfang der abgeflossenen Daten wurden bisher nicht veröffentlicht.

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Nutzer in Online-Foren berichteten bereits über den Erhalt entsprechender Benachrichtigungsschreiben per E-Mail. Ein Nutzer gab dabei an, dass auch ein Zweitkonto von dem Vorfall betroffen sei. Technische Spekulationen aus der Community über mögliche Ursachen, etwa Schwachstellen in PHP oder OpenSSH, sind bislang offiziell unbestätigt.

Mindfactory forderte seine Kundschaft dazu auf, die Hinweise in der Informationsmitteilung genau zu befolgen. Betroffene sollten in nächster Zeit besonders aufmerksam auf verdächtige E-Mails, SMS oder Anrufe achten, die sich auf Bestellungen oder Kundendaten beziehen, um sich vor potenziellen Phishing-Versuchen zu schützen.

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Wiederholter Vorfall in der Hardware-Branche

Für den bekannten Online-Händler ist es nach einem Vorfall im Jahr 2011 der erneute bekannt gewordene Fall eines Datenlecks. In Berichten über das aktuelle Geschehen wird zudem Notebooksbilliger als zweiter ähnlich gelagerter Fall innerhalb kurzer Zeit angeführt. Ein konkreter Zusammenhang zwischen den Cyberangriffen auf die beiden Hardware-Anbieter ist jedoch nicht belegt.

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