Microsofts, Copilot

Microsofts Copilot Cowork kommt aufs Smartphone

06.05.2026 - 10:50:29 | boerse-global.de

Microsofts autonome Arbeitsplattform Copilot Cowork ist nun auch mobil verfügbar und ermöglicht KI-gesteuerte Aufgaben in der Cloud.

Microsofts Copilot Cowork kommt aufs Smartphone - Foto: über boerse-global.de
Microsofts Copilot Cowork kommt aufs Smartphone - Foto: über boerse-global.de

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Der US-Konzern hat offiziell bestätigt, dass Copilot Cowork ab sofort auch auf mobilen Geräten verfügbar ist. Was bisher nur am Desktop funktionierte, können Teilnehmer des Frontier-Programms nun von unterwegs nutzen. Die Idee dahinter: Komplexe Arbeitsabläufe laufen künftig in der Cloud – unabhängig davon, ob der Nutzer gerade am Rechner sitzt oder nicht.

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Vom Chatbot zum Kollegen

Microsoft bezeichnet diesen Schritt als Paradigmenwechsel. Statt nur Fragen zu beantworten, soll der KI-Assistent eigenständig Aufgaben erledigen. Möglich macht das eine neue Architektur namens Work IQ. Sie versteht nicht nur die internen Strukturen eines Unternehmens, sondern greift auch auf dessen Daten und Tools zu.

Das Ergebnis: Ein digitaler Mitarbeiter, der im Hintergrund arbeitet. Ein Nutzer kann morgens auf dem Weg zur Arbeit per Sprachbefehl einen Report anstoßen und findet das fertige Ergebnis später auf dem Desktop vor. Der Rechner muss dafür nicht eingeschaltet bleiben – die komplette Rechenleistung liegt in der Cloud.

Neue Dashboard-Ansicht und Sprachsteuerung

Die mobile Version bringt ein eigenes Dashboard in der Microsoft-365-Copilot-App mit. Dort lassen sich mehrere Aufgaben gleichzeitig starten und deren Fortschritt live verfolgen. Besonders praktisch: Die Sprachsteuerung erlaubt freihändiges Arbeiten – ideal für Pendler oder unterwegs.

Charles Lamanna, Executive Vice President bei Microsoft, betont, dass Cowork auf einem Intelligence-Layer basiert, der unternehmenseigene Daten versteht. „Der Agent liefert Ergebnisse, die auf tatsächlichen Geschäftsprozessen beruhen – nicht nur auf öffentlichen Internetdaten“, so Lamanna.

Skills und Plugins für den Alltag

Mit dem Update führt Microsoft auch sogenannte Cowork Skills ein. Das sind wiederverwendbare Vorlagen für wiederkehrende Aufgaben: Monatsberichte erstellen, Meetings über Zeitzonen hinweg koordinieren oder Marktrecherchen durchführen. Teams können so standardisieren, wie bestimmte Arbeiten ablaufen.

Die Integration reicht tief in die Microsoft-Welt:

  • Native Anbindungen an Fabric IQ und Power BI für Datenanalysen sowie Dynamics 365 für Vertrieb und Service
  • Drittanbieter-Ökosystem mit geplanten Connectors für Miro, monday.com, S&P Global Energy und die London Stock Exchange Group
  • Eigene Erweiterungen für Unternehmen, die auf interne Systeme zugreifen wollen

Partnerschaft mit Anthropic

Eine überraschende Wendung: Microsoft setzt bei Copilot Cowork nicht nur auf eigene Modelle. Der Konzern integriert auch Anthropics Claude Opus 4.7 in die Frontier-Plattform. Die Idee dahinter ist ein „Multi-Model-Ansatz“ – der Assistent wählt je nach Aufgabe das passende KI-Modell aus.

Die Zusammenarbeit mit Anthropic ist tief in die Sicherheitsarchitektur von Microsoft 365 eingebettet. Aktionen der KI sind protokollierbar, Berechtigungen folgen den bestehenden Compliance-Richtlinien. Selbstständig handelnde Agenten bleiben so kontrollierbar.

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Die Studie hinter dem Hype

Parallel zur Ankündigung veröffentlichte Microsoft den Work Trend Index 2026. Die Untersuchung wertete Billionen von Produktivitätssignalen aus und befragte 20.000 Beschäftigte in zehn Ländern. Das zentrale Ergebnis: Der Engpass in Unternehmen ist nicht mehr die individuelle Leistungsfähigkeit, sondern die Struktur der Arbeit selbst.

Jared Spataro, Chief Marketing Officer für KI bei Microsoft, beschreibt die Entwicklung als Rollenwechsel: „Der Mensch entwickelt sich vom Autor, der KI um Hilfe bittet, zum Regisseur, der Spezifikationen vorgibt und die KI komplett im Hintergrund arbeiten lässt.“ Besonders erfolgreich seien Firmen, die klar definieren, welche Aufgaben sie an Agenten delegieren und welche sie selbst behalten.

Wettlauf um die mobile KI

Mit dem Schritt in die mobile Welt fordert Microsoft direkt Konkurrenten wie Google Gemini heraus, die ebenfalls an autonomen Assistenten arbeiten. Der Wettbewerb um die Vorherrschaft bei KI-gestützter Büroarbeit verschärft sich.

Analysten erwarten, dass sich das Verhältnis zwischen Mensch und Maschine grundlegend wandeln wird. „Bisherige Chatbots geben Ratschläge – Agenten wie Cowork liefern Ergebnisse“, fasst ein Branchenkenner zusammen. Das reduziert Reibungsverluste, erfordert aber auch neue Governance-Strukturen, um automatisierte Entscheidungen im Sinne des Unternehmens zu halten.

Microsoft plan, das Frontier-Programm in den kommenden Monaten auf weitere Kunden auszuweiten. Das langfristige Ziel: Die autonome Mobil-Arbeit soll für alle Microsoft-365-Abonnenten zum Standard werden.

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