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Microsoft verdient 24,1 Mrd. Dollar mit OpenAI-Partnerschaft

Veröffentlicht am: 08.08.2026 um 11:12 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Microsoft erzielt 24,1 Mrd. Dollar mit OpenAI, führt nutzungsbasierte KI-Preise ein und sieht sich erweiterten Kartelluntersuchungen der FTC gegenüber.

Microsofts KI-Transformation: Milliarden mit OpenAI, neue Preise und Kartellprüfung
Moderner Serverraum mit leuchtend blauen Lichtern, die Cloud-Computing- und KI-Infrastruktur darstellen. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Microsoft verdient Milliarden mit KI-Partnerschaften – doch neue Preismodelle und wachsende Kartellprüfungen sorgen für Spannung.

Der US-Konzern steht vor einem fundamentalen Umbau seiner Geschäftsmodelle. Die Einführung nutzungsbasierter Preise für KI-Dienste und angepasste Cloud-Richtlinien markieren einen strategischen Wandel. Gleichzeitig meldet der Tech-Riese Rekordeinnahmen aus der Zusammenarbeit mit OpenAI – und gerät zunehmend ins Visier der Kartellbehörden. Für deutsche Unternehmen, die auf Microsoft-Software setzen, könnten diese Entwicklungen weitreichende Folgen haben.

Vom Pauschalmodell zum Verbrauchstarif

Microsoft wagt den Abschied vom klassischen Lizenzmodell. Statt fester Preise pro Nutzer setzt der Konzern nun auf ein hybrides Abrechnungssystem für seine KI-Tools. Im Frühsommer führte das Unternehmen „Copilot Credits" ein – ein nutzungsbasiertes System, bei dem Kunden pro KI-Arbeitslast zahlen. Ein Credit kostet 0,01 US-Dollar. Für Großkunden gibt es Vorab-Pakete zwischen 300.000 und 300 Millionen Credits, mit Rabatten von bis zu 20 Prozent.

Die Nachfrage ist beachtlich: Im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2026 vervierfachte sich der Credit-Verbrauch für Dynamics 365 Customer Service. Auch GitHub Copilot verzeichnete nach der Umstellung auf token-basierte Abrechnung im Juni deutliche Umsatzzuwächse. Ganz verschwindet das klassische Modell aber nicht: Mehr als 30 Millionen zahlende Abonnenten nutzen weiterhin Microsoft 365 Copilot im Pauschalmodell.

Cloud-Politik und technische Neuerungen

Auch technisch tut sich einiges. Anfang August bestätigte Microsoft, dass die OneDrive-Photos-App gezielt auf Windows-11-Geräten ausgerollt wurde. Zwar sei die Installation auf unternehmensverwalteten Geräten unbeabsichtigt gewesen, doch lässt sich die App derzeit nicht unabhängig vom OneDrive-Synchronisationsclient deinstallieren. Ein Update soll Abhilfe schaffen.

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Die veränderten Verbindungsrichtlinien von Microsoft Azure zwingen derweil Hardwarehersteller zu schnellen Firmware-Updates. Geräte wie der DigiRail OEE benötigen nun spezielle Anpassungen, um unter den neuen Protokollen stabil und sicher zu laufen.

Ein langfristiges Signal setzt Microsoft beim Ausbau seiner Infrastruktur: Am 16. Juli unterzeichnete der Konzern einen 15-Jahres-Stromvertrag mit dem Versorger We Energies für sein Rechenzentrum in Mount Pleasant. Ursprünglich sollte der Strombezug auf bestimmte Regionen beschränkt bleiben. Doch We Energies kündigte an, einer Anordnung der Wisconsin Public Service Commission vom Mai zu folgen, die solche Einschränkungen untersagt.

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Milliardenschwere Partnerschaft mit OpenAI

Die finanziellen Verflechtungen mit OpenAI sind tief. Für das Geschäftsjahr 2026, das am 30. Juni endete, meldete Microsoft Erlöse von 24,1 Milliarden US-Dollar aus den kommerziellen Vereinbarungen mit dem KI-Unternehmen – inklusive Umsatzbeteiligung. Rund 13 Milliarden US-Dollar hat der Konzern bis zur Jahresmitte in OpenAI investiert und hält nach einer Umstrukturierung 27 Prozent der Anteile. OpenAI hat sich Berichten zufolge zu zusätzlichen Azure-Ausgaben von 250 Milliarden US-Dollar verpflichtet.

Die Analysten von Scotiabank zeigen sich optimistisch: Sie hoben ihre Gewinnprognose für das Geschäftsjahr 2027 auf 19,21 US-Dollar pro Aktie an. Im vierten Quartal 2026 erzielte Microsoft einen Umsatz von 90,01 Milliarden US-Dollar – ein Plus von 17,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Kartellamt weitet Prüfung aus

Das wachsende KI-Geschäft zieht zunehmend regulatorische Aufmerksamkeit an. Im Juni weitete die US-Handelskommission FTC ihre Kartelluntersuchung gegen Microsoft aus – mit Fokus auf Cloud-Dienste, KI und Software-Bündelung. Die seit Ende 2024 laufende Prüfung richtet sich nun auch auf Lizenzbedingungen und die Integration von Entra ID und Copilot.

Bereits im Juli 2025 hatte sich Microsoft mit der EU-Kommission auf Zugeständnisse im europäischen Cloud-Markt geeinigt. Der globale Cloud-Markt erreichte im ersten Quartal 2026 ein Volumen von 129 Milliarden US-Dollar – die Dimension des Sektors, der nun unter Beobachtung steht.

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