Microsoft, Open-Source-Rivalen

Microsoft und Open-Source-Rivalen liefern sich KI-Wettrennen

11.05.2026 - 06:39:35 | boerse-global.de

Microsoft integriert KI-Agenten in Outlook, während Open-Source-Alternativen wie ONLYOFFICE und LibreOffice aufrüsten. Kärcher wechselt zu Google.

Microsoft und Open-Source-Rivalen liefern sich KI-Wettrennen - Foto: über boerse-global.de
Microsoft und Open-Source-Rivalen liefern sich KI-Wettrennen - Foto: über boerse-global.de

Während Microsoft seine KI-Agenten in Outlook und Co. integriert, ziehen Open-Source-Alternativen wie ONLYOFFICE und LibreOffice mit neuen Funktionen nach. Der Druck auf Unternehmen wächst – und manche ziehen bereits radikale Konsequenzen.

Microsoft Outlook: KI-Update mit Nebenwirkungen

Microsoft rollt im Mai 2026 ein umfangreiches Update für seine E-Mail- und Kalender-Software Outlook aus. Im Zentrum steht die KI-Funktion „Copilot Insights" für die klassische Version, die automatische Textzusammenfassungen von E-Mail-Threads erstellt. Die neue Outlook-Version erhält zudem „Automapped Calendars", die den Umstieg vom alten auf das neue Programm erleichtern sollen.

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Web-Nutzer können künftig auch Kalender von Nicht-Microsoft-Konten in der Navigationsleiste anzeigen – ein Zugeständnis an Unternehmen mit gemischter IT-Landschaft. Weitere Neuerungen: Die Auswahl nicht zusammenhängender Termine per Shift- und Strg-Taste sowie erweiterte Sortieroptionen nach Flag-Status, Start- und Fälligkeitsdaten.

Doch der Rollout verlief holprig. Anfang Mai meldeten Mobilnutzer Login-Probleme und Authentifizierungsfehler nach Backend-Änderungen. Ein Windows-Update von Ende April sorgte zudem für Abstürze. Microsoft hält an seiner harten Linie fest: Der Support für die klassische Outlook-Version endet im April 2029, Großkunden müssen bis März 2027 umsteigen.

Besonders bitter: Outlook Lite – eine schlanke Version für schwächere Geräte mit über zehn Millionen Downloads – wird am 25. Mai 2026 eingestellt.

Open Source kontert mit Format-Vielfalt

Die Open-Source-Konkurrenz schläft nicht. ONLYOFFICE Workspace 12.8.0 (erschienen am 10. Mai 2026) unterstützt jetzt Apples iWork-Formate Pages, Numbers und Keynote – ein klarer Vorteil für gemischte Teams. Auch Microsoft Visio-Formate und Markdown werden nun verarbeitet. Die Entwickler aus Lettland setzen zudem auf Sicherheit: verbesserter XSS-Schutz für XML-Dateien und Zwei-Faktor-Authentifizierung für Backups.

LibreOffice legt mit Version 26.2.1 nach, die Stabilitätsprobleme des großen 26.2-Updates vom Februar behebt. Die Serie bringt native Markdown-Import- und Export-Funktionen sowie schnellere EPUB-Exporte. Unter Windows und macOS ist die Skia-Rendering-Engine nun Pflicht – das beschleunigt die Darstellung spürbar.

Die Community-Version 24.2 führt ein vereinfachtes Nummerierungssystem ein (Jahr und Monat der Veröffentlichung). Neu sind ein Passwortstärke-Indikator für ODF-Verschlüsselung und verbesserte Nummerierungsstile für Juristen in Writer. Die Tabellenkalkulation Calc erhielt Updates für die Funktionssuche und wissenschaftliche Notation. Über 150 Freiwillige kümmern sich um die Lokalisierung in 160 Sprachen.

Kärcher macht ernst: Abschied von Microsoft

Ein Signal mit Sprengkraft: Kärcher – weltweit rund 16.500 Mitarbeiter – migriert komplett von Microsoft 365 zu Google Workspace und der Gemini-KI-Plattform. Das Unternehmen begründet den Schritt mit niedrigeren Lizenzkosten und besserer Datenkontrolle. Ein Präzedenzfall, der zeigt: Der Microsoft-Tunnel ist nicht alternativlos.

KI wird zum Hauptschlachtfeld

Microsoft hat im Mai 2026 Agent 365 und das neue Microsoft 365 E7-Paket allgemein verfügbar gemacht. Die KI-Agenten verstehen komplexe Sprachbefehle – etwa die Erstellung eines Logos direkt in Word. Der zugrunde liegende Sprachassistent GPT-5.5 Instant liefert 52,5 Prozent weniger Halluzinationen als Vorgänger und ist rund 30 Prozent präziser.

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Google kontert mit der „Workspace Intelligence"-Initiative und dem Gemini 3.1 Flash-Lite-Modell. Für Mitte Mai ist die Vorstellung des KI-Agenten „Remy" geplant. MobiOffice wiederum gibt eine globale Nutzerbasis von 550 Millionen an – ein Zeichen, dass der Markt für Drittanbieter wächst.

Sicherheit wird zum Standard

Die Branche treibt die Ablösung von Passwörtern voran. In einigen großen Technologieunternehmen nutzen bereits 99,6 Prozent der Mitarbeiter passwortlose Methoden wie Passkeys. Gleichzeitig optimieren neue „Low Latency Mode"-Funktionen die Startzeiten von Desktop-Anwendungen.

Ein kurioser Trend: 42 Prozent der leistungsstärksten Digitalanzeigen setzen auf „Lo-Fi"- oder unpolierte Optik. Das beeinflusst die Design-Tools in Bürosoftware – etwa die Umwandlung von Freihandskizzen in saubere geometrische Formen in Textverarbeitungen.

Ausblick: Das Ende des klassischen Dokuments

Der Rest des Jahres 2026 wird die Konsolidierung der KI-Tools beschleunigen. Microsoft treibt den Zwangsumstieg auf den neuen Outlook-Client voran, Google baut seine „Workspace Intelligence" aus. Das klassische Dokument wird zum KI-gesteuerten Arbeitsplatz.

Für Open Source bleibt die Herausforderung, mit den schnelllebigen proprietären Formaten Schritt zu halten – ohne die Privatsphäre der Nutzer zu opfern. Der Erfolg von ONLYOFFICE und LibreOffice hängt davon ab, ob sie wettbewerbsfähige KI-Funktionen integrieren können, ohne ihre Open-Source-Werte zu verraten. Unternehmen wie Kärcher zeigen: Der Markt ist offen für Neues – wenn Preis, Sicherheit und Funktionalität stimmen.

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