Microsoft Teams: Nutzer können Dateivorschauen ab Juni deaktivieren
28.05.2026 - 18:44:58 | boerse-global.deMicrosoft führt eine benutzerspezifische Einstellung in Microsoft Teams ein, mit der Anwender Dateivorschauen in ihrem Nachrichtenverlauf deaktivieren können. Die Funktion gibt den Nutzern mehr Kontrolle über die Darstellung von Dateien im Chat.
Mehr Kontrolle für den Anwender
Die neue Option findet sich im Teams-Menü unter dem Reiter „Dateien und Links". Standardmäßig ist die Vorschaufunktion aktiviert. Jeder Nutzer kann sie jedoch eigenständig abschalten, um die Chat-Ansicht zu verschlanken. Eine administrative Freigabe ist nicht nötig – es handelt sich um eine reine Client-Einstellung.
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Der Rollout beginnt im Juni 2026. Zunächst erhalten ausgewählte Nutzer die Funktion, bis Ende des Monats soll sie für alle verfügbar sein.
Erweiterter Schutz für Dateien
Parallel dazu baut Microsoft die Sicherheitsfunktionen in Purview aus. Integrierte Vertraulichkeitsstempel für Office- und PDF-Dateien in SharePoint und OneDrive ermöglichen es, Schutzmaßnahmen direkt über die Menüleiste in Office fürs Web oder das Detailfenster zuzuweisen.
Diese Kennzeichnungen erlauben die Verarbeitung verschlüsselter Dateien für die gemeinsame Bearbeitung, eDiscovery und Data Loss Prevention (DLP). Auch PDFs und eine Vorschau für MP4-Videodateien werden integriert. Allerdings können Dateien mit Power Query oder benutzerdefinierten XML-Teilen Probleme bereiten. Für die Nutzung sind bestimmte Versionen der OneDrive-Sync-App für Windows und macOS erforderlich.
Sicherheitswarnungen verschärfen sich
Die neuen Einstellungen kommen zu einem Zeitpunkt erhöhter Sicherheitswarnungen für die Microsoft-365-Umgebung. Ende Mai 2026 warnte das FBI vor Kali365, einer Phishing-as-a-Service-Plattform, die seit April 2026 aktiv ist. Das Tool kapert Microsoft-365- und Teams-Konten, indem es Device-Code-Flows manipuliert, um die Mehrfaktor-Authentifizierung zu umgehen. Die Plattform wird über Telegram für mehrere hundert Dollar monatlich angeboten.
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Erst Anfang der Woche berichteten Sicherheitsforscher über eine Kampagne, die gefälschte Microsoft-Teams-Downloadseiten nutzt, um ValleyRAT-Malware zu verbreiten.
NATO setzt auf Cybersicherheit
Diese Entwicklungen folgen auf die Ankündigung der NATO vom 27. Mai 2026, neue nicht-kommerzielle strategische Cybersicherheitspartnerschaften mit Microsoft, Palo Alto Networks und ESET zu schließen. Die Vereinbarungen konzentrieren sich auf den Austausch von Bedrohungsinformationen und koordinierte Cyberabwehr. Die Gespräche dazu reichen bis zum NATO-Gipfel 2023 in Vilnius zurück.
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