Microsoft, Teams

Microsoft Teams: Kraftausdrücke nun unzensiert in Live Captions

Veröffentlicht am: 19.08.2026 um 15:11 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Microsoft deaktiviert den Profanity-Filter in Teams-Live-Untertiteln für kommerzielle Nutzer. Behörden behalten die automatische Zensur vorerst bis Ende August.

Microsoft Teams: Live-Untertitel zeigen künftig Kraftausdrücke ungefiltert
Eine Person bei einer Videokonferenz an einem Laptop in einem modernen, sonnendurchfluteten Büro. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Der US-Softwarekonzern Microsoft passt die Richtlinien für seine Kommunikationssoftware Teams an und ermöglicht künftig eine unzensierte Darstellung von Gesprächsinhalten in den Live-Untertiteln. Während für die Mehrheit der kommerziellen Nutzer die automatische Filterung von Kraftausdrücken entfällt, gelten für Behörden und Regierungsorganisationen vorerst weiterhin strengere Voreinstellungen.

Die nun umgesetzte Änderung betrifft die sogenannten Live Captions, eine Funktion, die gesprochene Sprache während einer Videokonferenz oder eines Telefonats in Echtzeit als Text am Bildschirm wiedergibt.

Diese Funktion wurde im Jahr 2023 eingeführt, um die Barrierefreiheit und Verständlichkeit in digitalen Arbeitsumgebungen zu verbessern. Bisher war in das System ein automatischer Filter integriert, der potenziell anstößige Begriffe oder Fluchen erkannte und in der Textausgabe unkenntlich machte.

Umstellung der Standardeinstellungen für Neunutzer

Für neue Anwender der Plattform wird dieser Profanity-Filter nun standardmäßig deaktiviert. Das bedeutet, dass Kraftausdrücke künftig im Klartext in den Untertiteln erscheinen, sofern die Teilnehmer sie im Gespräch verwenden.

Anzeige

Wer Microsoft-Dienste wie Teams beruflich oder privat nutzt, sollte auch sein Betriebssystem optimal beherrschen. Dieser kostenlose Experten-Report zeigt Ihnen die wichtigsten Neuerungen von Windows 11 und wie Sie den Umstieg reibungslos gestalten. Windows 11 Starterpaket jetzt kostenlos anfordern

Diese Entscheidung markiert eine Abkehr von der bisherigen Praxis, bei der der Schutz vor vulgärer Sprache als Standardeinstellung fest hinterlegt war. Das Unternehmen reagiert damit auf die Anforderungen einer Nutzerschaft, die eine möglichst akkurate und ungefilterte Wiedergabe des gesprochenen Wortes bevorzugt.

Sonderregelungen für den Regierungssektor

Besondere Bestimmungen gelten jedoch weiterhin für Nutzer aus dem öffentlichen Sektor und dem Verteidigungsbereich. Für Anwender in den spezialisierten Cloud-Umgebungen Government Community Cloud (GCC), GCC High sowie für das Department of Defense (DoD) bleibt der Filter für Kraftausdrücke vorerst aktiv.

Microsoft hat die Beibehaltung dieser automatischen Filterung bis Ende August 2026 verlängert. Ursprünglich war laut entsprechenden Berichten vorgesehen, die Deaktivierung für diese spezifischen Nutzergruppen bereits zum Ende des Monats Juli umzusetzen. Die nun erfolgte Verlängerung der Filterpflicht stellt sicher, dass in offiziellen und sensiblen Kommunikationskanälen der Regierung standardmäßig ein formaler Rahmen gewahrt bleibt.

Manuelle Steuerung bleibt für alle Anwender möglich

Trotz der unterschiedlichen Standardvorgaben behalten die Anwender die Kontrolle über die Darstellung ihrer Gesprächsinhalte. Microsoft räumt auch den Nutzergruppen im Regierungssektor eine entsprechende Autonomie ein: Obwohl der Filter für Behördenmitarbeiter standardmäßig aktiviert bleibt, besteht die technische Möglichkeit, die Funktion in den individuellen Einstellungen manuell auszuschalten.

Anzeige

Neben der Konfiguration von Kommunikations-Apps ist ein stabiles Betriebssystem die wichtigste Basis für effizientes Arbeiten am PC. Erfahren Sie in diesem Gratis-Ratgeber, wie Sie typische Fehler unter Windows 11 ganz einfach selbst beheben und IT-Kosten sparen. Kostenlosen Erste-Hilfe-Report für Windows 11 sichern

Damit haben auch Angestellte in staatlichen Institutionen die Option, eine vollständige und ungefilterte Abschrift ihrer Gespräche zu erhalten, falls dies für die Dokumentation oder das Verständnis der Kommunikation erforderlich ist.

Die Anpassung der Softwareeinstellungen verdeutlicht die Strategie des Konzerns, zwischen den Anforderungen des privaten Marktes und den regulatorischen Erwartungen staatlicher Institutionen zu differenzieren.

Während im allgemeinen geschäftlichen Bereich die Authentizität der Transkription priorisiert wird, greifen in staatlichen Organisationen weiterhin Mechanismen, die eine automatische Moderation der Inhalte vorsehen.

Disclaimer...

de | wissenschaft | 69970368 |