Microsoft, Teams

Microsoft Teams: KI-Assistent Scout plant Termine automatisch

22.06.2026 - 22:36:01 | boerse-global.de

Microsoft integriert KI-Assistenten Scout und WLAN-basierte Anwesenheitserkennung in Teams und 365. Neue Purview-Kontrollen erhöhen Datensicherheit.

Microsoft rüstet Teams und 365 mit KI-Assistent Scout aus
Microsoft - Holographic interfaces in a modern office, displaying data and virtual meetings, with an abstract AI icon, representing hybrid work and AI. 22.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Microsoft hat ein umfangreiches Update-Paket für seine Produktivitätsplattform geschnürt. Im Mittelpunkt stehen eine automatische Anwesenheitserkennung per WLAN sowie der neue KI-Assistent "Scout", der selbstständig Termine plant und E-Mails sortiert. Die Neuerungen rollen ab Juni 2026 aus.

Büro-Erkennung per WLAN: So funktioniert die neue Anwesenheitsfunktion

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Teams und Microsoft Places können künftig automatisch erkennen, ob ein Mitarbeiter im Büro ist. Das System nutzt dazu die Verbindung zum firmeneigenen WLAN-Netz. Administratoren müssen dafür die sogenannten BSSIDs – die Kennungen der Funkzellen – bestimmten Gebäuden zuordnen.

Die Funktion steht für Windows und macOS zur Verfügung. Aus Datenschutzgründen ist die Erfassung standardmäßig deaktiviert. Erst wenn der Administrator die Option freischaltet und der Nutzer zustimmt, wird der Status auf "Im Büro" gesetzt. Microsoft betont, dass das System weder GPS nutzt noch historische Standortdaten speichert. Die Verarbeitung der Verbindungsdaten erfolgt lokal auf dem Gerät des Nutzers – und nur während der festgelegten Arbeitszeiten.

Scout: Der ständige KI-Assistent für Microsoft 365

Auf der Entwicklerkonferenz Build 2026 präsentierte Microsoft mit "Scout" einen permanent aktiven KI-Agenten. Das Tool ist zunächst als Enterprise Preview für Kunden mit E5-Lizenz verfügbar, die allgemeine Freigabe soll in der zweiten Jahreshälfte 2026 erfolgen.

Scout arbeitet eigenständig in Teams, Outlook und SharePoint. Zu seinen Aufgaben gehören das Zusammenfassen von E-Mail-Threads, das Planen von Besprechungen und das Ordnen von Dateien – basierend auf den beobachteten Arbeitsmustern des Nutzers. Wichtig: Der Assistent wird nicht mit Kundendaten trainiert, und alle Aktionen werden protokolliert. Zeitgleich mit Scout startet auch die allgemeine Verfügbarkeit von Copilot Cowork.

Sommer-Update: Mehr Teilnehmer, bessere Tools

Für die kommenden Monate hat Microsoft weitere Verbesserungen angekündigt:

  • PowerPoint Live erlaubt künftig Echtzeit-Änderungen während einer Präsentation
  • Webinare können bis zu 10.000 Teilnehmer fassen, ergänzt um einen privaten Chat für Organisatoren und Referenten
  • Individuelle Ansichten: Nutzer können Meeting-Fenster in der Größe anpassen und direkt im Chat auf gemeinsame Notizen zugreifen
  • Effizienzmodus: Verbesserte Leistung auch auf schwächerer Hardware
  • Aufgeräumte Chats: Getrennte Bereiche für stummgeschaltete und besprechungsbezogene Unterhaltungen

Strengere Kontrolle: Wer darf auf Ihre Daten zugreifen?

Microsoft erweitert seine Purview-Vertraulichkeitsstufen. Ab Mitte 2026 können Administratoren blockieren, dass verbundene Dienste mit Inhaltsanalyse – darunter auch Microsoft 365 Copilot – auf bestimmte Word-, Excel- und PowerPoint-Dateien zugreifen. Die Funktion soll bis Ende Juli 2026 allgemein verfügbar sein.

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Sicherheitslücke geschlossen

Parallel zu den Funktionsupdates hat Microsoft eine Sicherheitslücke in Microsoft Entra geschlossen. Forscher hatten einen Weg gefunden, Conditional Access Policies mithilfe von Nested App Authentication zu umgehen – ein Angriff, der unbefugten Zugriff auf Microsoft Graph-Token ermöglicht hätte. Der Fehler wurde inzwischen behoben.

Für Mac-Nutzer gibt es zudem Outlook 16.110 mit einem neuen "Liquid Glass"-Design, das an das aktuelle macOS angepasst ist. Erstmals unterstützt die Version auch den nativen Import von PST-Dateien.

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