Microsoft Teams: Deepfake-Schutz mit Drittanbieter-Lösungen startet im November
Veröffentlicht am: 20.10.2026 um 21:23 Uhr | Redaktion boerse-global.deMicrosoft erweitert seine Kommunikationsplattform Teams um eine zusätzliche Sicherheitsschicht zur Abwehr manipulierter Medien. Künftig sollen zertifizierte Lösungen externer Anbieter direkt in Microsoft Teams eingebunden werden, um synthetische Audio- und Videoinhalte während Besprechungen zu identifizieren. Die neue Schutzfunktion soll ab November 2026 aktiv geschaltet werden.
Technische Umsetzung und administrative Konfiguration
Bei der Erkennung von Deepfakes setzt Microsoft auf eine funktionale Arbeitsteilung zwischen der eigenen Infrastruktur und spezialisierten Sicherheitsdiensten.
Teams dient dabei als Integrationsplattform und stellt die notwendigen Steuerungselemente bereit, während die inhaltliche Analyse der Besprechungsdaten durch den jeweils angebundenen Drittanbieter erfolgt. Identifiziert das System manipulierte Audio- oder Videosequenzen, reagiert die Plattform mit entsprechenden Warnhinweisen.
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Der Einsatz der Technologie erfordert administrative Vorarbeiten und erfolgt nicht automatisch. Administratoren müssen zunächst einen zertifizierten Anbieter auswählen, die zugehörige Anwendung im Teams Admin Center bereitstellen, die erforderlichen Berechtigungen erteilen und die Richtlinien für Besprechungen konfigurieren. Die Funktion wird nach der Freischaltung für die Desktop-Version, für Mac sowie für den Web-Client zur Verfügung stehen.
Zeitplan für die weltweite Einführung
Das Vorhaben ist im offiziellen Entwicklungsplan für Microsoft 365 unter der Roadmap-Kennung 573451 dokumentiert. Der entsprechende Eintrag wurde am 2. Oktober 2026 veröffentlicht und erhielt am 15. Oktober 2026 ein Update. Öffentliche Angaben zu konkreten Genauigkeitsraten der Erkennungsverfahren machte das Unternehmen darin nicht.
Die Bereitstellung soll in zwei wesentlichen Etappen erfolgen. Eine erste Implementierung startet im Rahmen des Targeted Release weltweit ab Mitte November 2026 und soll Ende November 2026 abgeschlossen sein. Die weltweite allgemeine Verfügbarkeit ist ab Ende November 2026 vorgesehen und soll schrittweise bis Mitte Dezember 2026 finalisiert werden.
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Im Hinblick auf Compliance und Datenschutz greift bei der Einbindung künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen auf Kundendaten durch die Drittanbieter zurück. Die administrative Kontrolle verbleibt über die zentralen Steuerungs- und Freigabeoptionen bei den jeweiligen Unternehmen.
