Microsoft, Teams

Microsoft Teams: Dateifreigabe in externen Chats wird Standard

Veröffentlicht am: 02.11.2026 um 08:33 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Unkonfigurierte Mandanten erhalten Dateifreigaben automatisch; Administratoren können den Versand per Richtlinie begrenzen.
Ein minimalistischer, moderner Flur in einem Rechenzentrum mit schlichten, metallischen Schränken und neutraler Beleuchtung. Illustration mit AI erstellt.

Microsoft stellt den Austausch von Dateianhängen in externen Unterhaltungen der Kollaborationsplattform Teams standardmäßig auf aktiviert um. Wie aus einer Mitteilung im Microsoft-365-Admin-Center unter dem Eintrag MC1479514 hervorgeht, sind Administratoren aufgerufen, ihre Konfigurationen bis zur ersten Novemberwoche 2026 zu überprüfen. Ein genauer Termin für den Beginn des weltweiten Rollouts steht derzeit noch nicht fest.

Von der Anpassung sind gezielt jene Mandanten betroffen, bei denen die Freigabeeinstellungen für Dateianhänge in externen Chats bislang nie manuell konfiguriert wurden. In diesen Umgebungen wird die Funktion mit dem anstehenden Update automatisch freigeschaltet.

Dateitransfer über OneDrive und Entra-B2B-Gastkonten

Mit der Aktivierung erhalten Anwender in externen Unterhaltungen zusätzliche Bedienfunktionen: Neben dem bekannten Büroklammer-Symbol wird auch das direkte Hinzufügen von Dokumenten per Drag-and-Drop freigeschaltet. Technisch verbleiben die geteilten Inhalte dabei im persönlichen OneDrive-Speicher des jeweiligen Absenders.

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Chatteilnehmer der externen Organisation erhalten die erforderlichen Berechtigungen automatisiert zugewiesen. Der Zugriff auf die bereitgestellten Dokumente erfolgt über den Identitätsdienst Entra als B2B-Gast. Sollte für die externen Kommunikationspartner bislang kein passendes Gastkonto im Mandanten existieren, wird dieses bei Bedarf im Zuge der Dateifreigabe neu angelegt.

Steuerungsmöglichkeiten für Administratoren

Unternehmen, die den automatisierten Austausch von Dokumenten mit externen Partnern unterbinden möchten, müssen ihre Richtlinien anpassen. Die Deaktivierung lässt sich administrativ über PowerShell mit dem Befehl Set-CsTeamsFilesPolicy -FileSharingInChatsWithExternalUsers Disabled über alle Richtlinien hinweg umsetzen.

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Diese Maßnahme greift nach bisherigen Erkenntnissen allerdings vorrangig für die ausgehende Richtung. Das Senden von Dokumenten an externe Stellen wird damit blockiert, während sich der eingehende Empfang von Dateien nicht über diesen Parameter regeln lässt.

Um auch den Empfang externer Dateien einzugrenzen, bleibt Administratoren demnach lediglich die Steuerung über die organisationsweite Freigabeliste für den externen Zugriff in Teams (External-Access-Allowlist).

Zusätzlich steht IT-Verantwortlichen der Konfigurationsparameter AutoShareFilesInExternalChats zur Verfügung. Über diese Einstellung lassen sich sowohl die automatisierte Vergabe von Zugriffsrechten als auch die Nutzung von Loop-Komponenten in externen Unterhaltungen gezielt verwalten. Da der standardmäßige Rollout unmittelbar bevorsteht, sollten betroffene IT-Abteilungen ihre Sicherheitsrichtlinien für externe Kooperationen zeitnah abgleichen.

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