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Microsoft Teams: Admins können externe Bots automatisiert blockieren

Veröffentlicht am: 24.08.2026 um 20:13 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Microsoft erweitert Teams-Sicherheit: Administratoren können externe Bots künftig ohne Zustimmung des Organisators automatisiert sperren. Die Funktion ist standardmäßig deaktiviert.

Microsoft Teams: Neue Admin-Richtlinie blockiert externe Bots automatisch
Ein IT-Administrator arbeitet an einem Laptop in einem modernen Büro und überwacht Netzwerksicherheitseinstellungen. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Im Bestreben, die Integrität digitaler Geschäftskommunikation zu wahren, führt Microsoft eine neue Schutzrichtlinie für seine Kollaborationsplattform Teams ein. Die Maßnahme ermöglicht es IT-Administratoren künftig, erkannte externe Bots in Meetings automatisiert zu blockieren. Damit reagiert der Technologiekonzern auf die veränderte Bedrohungslage durch Cyber-Akteure, die zunehmend automatisierte Werkzeuge für ihre Angriffe nutzen.

Die neue Richtlinie räumt der IT-Verwaltung weitreichende Befugnisse ein. So kann die Sperrung externer Bots künftig ohne die explizite Zustimmung oder Mitwirkung des jeweiligen Meeting-Organisators erfolgen. Bisherige Sicherheitsmechanismen wurden damit deutlich verschärft.

Hintergrund dieser Entwicklung ist laut Microsoft eine messbare Zunahme von Social-Engineering-Angriffen, die über die Teams-Schnittstellen initiiert werden. Dabei versuchen Angreifer oft, über externe Bots Informationen abzugreifen oder Schadsoftware innerhalb von Organisationen zu verbreiten.

Zentrale Steuerung im Teams Admin Center

Die Funktion wird im Teams Admin Center unter dem Menüpunkt zur Bot-Verwaltung („Manage bots“) bereitgestellt. Microsoft betont jedoch, dass die Richtlinie nach der Einführung standardmäßig deaktiviert bleibt.

Administratoren müssen die Funktion somit aktiv konfigurieren. Dabei bietet das System eine granulare Steuerung: Die Sperrung kann entweder organisationsweit oder gezielt für bestimmte Nutzergruppen und Einzelanwender zugewiesen werden. Dies erlaubt es Unternehmen, Sicherheitsvorgaben flexibel an die Anforderungen unterschiedlicher Abteilungen anzupassen.

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Die Neuerung baut auf Sicherheitsupdates auf, die Microsoft bereits im Frühsommer implementiert hatte. Im Rahmen eines Updates im Juni wurde zunächst die Möglichkeit geschaffen, externe Bots kontrolliert in den Wartebereich (Lobby) eines Meetings zu verschieben, statt ihnen direkten Zugang zu gewähren.

Die nun vorgestellte Richtlinie geht einen Schritt weiter, indem sie den Zugriff vollständig automatisiert unterbinden kann. Bereits seit Dezember des vergangenen Jahres bietet Microsoft zudem über den Defender die Option an, externe Teams-Nutzer grundsätzlich zu blockieren, um die Angriffsfläche zu minimieren.

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Erweiterte Kontrollfunktionen und Rollout-Zeitplan

Für die Zukunft plant Microsoft, das Instrumentarium für Administratoren weiter auszubauen. Geplant ist die Einführung spezifischer Sperr- und Freigabelisten (Blocklists und Allowlists), mit denen vertrauenswürdige externe Anwendungen präzise von potenziellen Bedrohungen unterschieden werden können. Zudem sollen Audit-Logs eingeführt werden, die eine lückenlose Dokumentation und Nachverfolgung der blockierten Zugriffsversuche ermöglichen.

Der Rollout der neuen Sicherheitsfunktion hat bereits begonnen und soll bis Ende August weitgehend abgeschlossen sein. Die weltweite allgemeine Verfügbarkeit für alle Mandanten ist laut Unternehmensangaben bis Ende September vorgesehen. Damit stellt Microsoft sicher, dass Organisationen pünktlich zum Ende des dritten Quartals über die erweiterten Kontrollmöglichkeiten verfügen, um ihre internen Besprechungen vor unbefugtem Zugriff durch externe automatisierte Systeme zu schützen.

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