Microsoft, Teams

Microsoft Teams: Ab 7. November blockiert der Dienst mehr gefährliche Dateien

Veröffentlicht am: 07.11.2026 um 02:13 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Teams sperrt weitere riskante Inhalte automatisch; Microsoft arbeitet zudem an der Erkennung verdächtiger Kontakte mit externen Domänen.
Ein moderner, minimalistischer Büroflur mit klaren architektonischen Linien und weichem, natürlichem Licht. Illustration mit AI erstellt.

Der Technologiekonzern Microsoft erweitert die integrierten Sicherheitsmechanismen seiner Kommunikationsplattform Microsoft Teams. Die Anwendung blockiert standardmäßig künftig eine breitere Auswahl potenziell gefährlicher Dateitypen sowie schädliche Internetadressen. Durch diese Maßnahme soll das Risiko verringert werden, dass Angreifer Schadsoftware über Chatnachrichten oder geteilte Dokumente in Unternehmensnetzwerke einschleusen.

Das Sicherheitsupdate greift automatisch, ohne dass IT-Administratoren vorab manuelle Änderungen vornehmen müssen. Um den betrieblichen Anforderungen verschiedener Unternehmen gerecht zu werden, verbleibt die administrative Kontrolle bei den jeweiligen Organisationen: Verantwortliche haben die Möglichkeit, die Standardkonfigurationen nach eigenem Bedarf anzupassen und spezifische Ausnahmen oder weitergehende Richtlinien festzulegen.

Ausbau der Schutzfunktionen gegen betrügerische Links

Die Ausweitung der Blockadelisten für Dateien und Adressen baut auf Sicherheitsfunktionen auf, die Microsoft in den vergangenen Monaten für die Kollaborationssoftware eingeführt hat.

Bereits seit September blendet Microsoft Teams Warnhinweise ein, sobald Anwender in privaten Unterhaltungen auf verdächtige Web-Links stoßen. Um Beeinträchtigungen im Arbeitsalltag durch irrtümlich blockierte oder markierte Inhalte zu minimieren, können Nutzer sogenannte Falschmeldungen direkt melden.

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Parallel dazu entwickelt Microsoft weitere Sicherheitsmechanismen für die Anwendung. Das Unternehmen arbeitet gegenwärtig an Verfahren, mit denen sich verdächtige Kommunikationsmuster im Austausch mit externen Internetdomänen automatisiert erkennen lassen. Dies soll insbesondere verhindern, dass Angreifer über externe Gastkonten oder organisationsübergreifende Unterhaltungen Kontakt zu Mitarbeitern aufnehmen.

Zunahme von Angriffen und Manipulationen über Kollaborationstools

Den Hintergrund der verschärften Schutzmaßnahmen bilden Beobachtungen der internen Sicherheitsexperten. Wie Microsoft Threat Intelligence berichtet, ist eine Zunahme zielgerichteter Angriffe über Microsoft Teams zu verzeichnen. Dazu gehören insbesondere die Verbreitung von Schadprogrammen sowie der Diebstahl von Zugangsdaten.

Haben sich Angreifer erst einmal Zugang zu einem Unternehmenskonto verschafft, nutzen sie die Plattform nach Erkenntnissen von Microsoft Threat Intelligence zunehmend für die laterale Bewegung innerhalb kompromittierter Unternehmensnetzwerke.

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Da Nachrichten und Dateifreigaben über interne Kanäle von Beschäftigten häufig als vertrauenswürgiger eingestuft werden als herkömmliche E-Mails, bietet die Umgebung ein attraktives Ziel für Täuschungsversuche.

Zudem beobachtet die Sicherheitssparte des Konzerns das Auftreten von manipulierten Bild- und Toninhalten in Form von Deepfakes bei Videoanrufen, über die versucht wird, fremde Identitäten vorzutäuschen. Mit der automatischen Blockierung riskanter Inhalte reagiert der Softwarehersteller auf diese veränderten Angriffsmethoden im Bereich der Arbeitsplatzkommunikation.

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