Microsoft, Großoffensive

Microsoft startet Großoffensive: Windows 11 wird radikal schneller

11.05.2026 - 23:59:46 | boerse-global.de

Microsoft treibt Windows 11 mit Project K2 und KI-Features voran, während Edge-Fehler und steigende PC-Preise Nutzer belasten.

Microsoft startet Großoffensive: Windows 11 wird radikal schneller - Foto: über boerse-global.de
Microsoft startet Großoffensive: Windows 11 wird radikal schneller - Foto: über boerse-global.de

Mit „Project K2" und KI-Integration will Microsoft Windows 11 auf ein neues Leistungsniveau heben – doch die Update-Flut birgt Risiken.

Der Software-Riese aus Redmond treibt seine Modernisierungsoffensive im Frühjahr 2026 mit Hochdruck voran. Im Zentrum steht „Project K2", eine umfassende Optimierungsinitiative für Windows 11, die das Betriebssystem spürbar beschleunigen soll. Parallel dazu forciert Microsoft den Abschied vom Passwort und baut die KI-Funktionen im Edge-Browser massiv aus. Die Entwicklungen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem der globale PC-Markt schrumpft und die Hardware-Preise drastisch steigen.

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„Low Latency Profile": CPU auf 96 Prozent für Sekunden-Boost

Seit dem 8. Mai testet Microsoft im Windows-Insider-Programm eine neue funktion namens Low Latency Profile (LLP). Die Technik ist ebenso simpel wie radikal: Bei bestimmten Aktionen – etwa dem Öffnen des Startmenüs oder dem Start einer Anwendung – treibt das System die CPU-Auslastung kurzzeitig auf bis zu 96 Prozent.

Diese „CPU-Bursts" dauern ein bis drei Sekunden, sollen aber enorme Effekte erzielen. Erste Tests zeigen: Programme wie Edge und Outlook starten bis zu 40 Prozent schneller, Systemmenüs reagieren sogar 70 Prozent flotter. Microsoft verteidigt den aggressiven Ansatz als intelligente Ressourcensteuerung, die den Nutzer in den Mittelpunkt stellt.

Die Auswirkungen auf Akkulaufzeit und Temperatur seien bislang minimal, so erste Berichte. Branchenbeobachter sehen in dem Schritt eine strategische Antwort auf die Konkurrenz – zumal Windows 11 bei Gamern im April 2026 bereits einen Marktanteil von rund 67,74 Prozent erreicht hatte.

Edge 148: KI-Startseite für Unternehmen, aber auch viele Fehler

Am 7. Mai rollte Microsoft Edge Version 148 aus – ein bedeutender Schritt in der KI-Strategie. Die neue, von Copilot inspirierte Startseite für Geschäftskunden vereint Suche, Chat und Arbeitsumgebung in einer Oberfläche. Sie bietet KI-vorgeschlagene Aktionen, kuratierte Unternehmensinhalte und personalisierte Nachrichten.

Doch die schnelle Feature-Entwicklung hat ihren Preis. Bis zum 10. Mai verzeichnete die Microsoft-Q&A-Plattform über 28.000 Anfragen zu Browser-Problemen. Nutzer berichten von verschwundenen Browser-Verläufen, hartnäckigen Profil-Löschfehlern und einer defekten PDF-Druckfunktion. Zudem sorgt die Einstellung der H.265 (HEVC)-Unterstützung für WebRTC seit dem 29. April für Komplikationen bei HD-Streaming.

Am 10. Mai veröffentlichte Microsoft ein Sicherheits-Update für Edge Stable Channel auf Version 148.0.3967.54, um kritische Schwachstellen zu schließen. Der Schritt folgt einem Branchentrend: Auch Chrome 148 integriert inzwischen 4GB große KI-Pakete für lokale Verarbeitung.

Das Ende der Passwörter: 5 Milliarden Passkeys weltweit

Pünktlich zum World Password Day Anfang Mai bekräftigte Microsoft seinen Kurs: Schluss mit Passwörtern. Der Grund: KI-gesteuerte Phishing-Angriffe erzielen inzwischen Klickraten von bis zu 54 Prozent, und selbst Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) wird zunehmend umgangen.

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: 99,6 Prozent der Microsoft-Mitarbeiter arbeiten bereits passwortlos. Weltweit existieren rund 5 Milliarden aktive Passkeys. Ab Januar 2027 wird Entra ID keine Passwort-Zurücksetzungen über Sicherheitsfragen mehr unterstützen.

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Die Dringlichkeit zeigt ein neuer Bedrohungstyp: Der seit Januar 2026 aktive Trojaner „CloudZ" zielt gezielt auf Windows Phone Link ab, um SMS-basierte Einmalpasswörter abzufangen. Parallel dazu ersetzt Microsoft seit Frühjahr 2026 die auslaufenden Secure-Boot-Zertifikate von 2011 – ein Eingriff, der zusätzliche Neustarts erfordert.

Markt im Wandel: PC-Preise steigen um 25 Prozent

Die Update-Offensive fällt in eine wirtschaftlich schwierige Phase. Analysten prognostizieren für 2026 einen Rückgang des PC-Marktes um 11,3 Prozent. Die Preise für DRAM und NAND-Flash-Speicher explodierten: plus 90 Prozent im ersten Quartal, weitere 50 Prozent im zweiten. Die Folge: PC-Endkundenpreise stiegen um rund 25 Prozent.

Microsoft reagiert mit einer umfassenden KI-Integration. Seit dem 7. Mai ist Claude AI in Microsoft 365 verfügbar, und Copilot wurde auf GPT-5.5 aktualisiert. Interne Messungen zeigen: KI-Halluzinationen gingen um 50 Prozent zurück, Teams-Chats sind 32 Prozent schneller, und der RAM-Verbrauch sank um 40 Prozent.

Auslaufende Produkte: Diese Fristen sollten Nutzer kennen

Microsoft forciert den Abschied von Legacy-Systemen. Rund 70 Produkte erreichen 2026 ihr support-Ende, 15 Anwendungen wurden seit Januar bereits eingestellt. Die wichtigsten Termine:

  • 25. Mai 2026: Outlook Lite wird eingestellt
  • Juni 2026: Mehrere UEFI-Zertifikate laufen ab
  • 13. Oktober 2026: Microsoft Publisher verschwindet aus Office
  • 31. Dezember 2026: Support-Ende für Windows Mail, Kalender und klassisches Outlook – der „New Outlook" wird Pflicht

Für Nutzer älterer Hardware wird die Luft dünn. Obwohl Microsoft die Upgrade-Sperre für bestimmte Intel-PCs Ende 2025 aufgehoben hat, sind schätzungsweise 25 Prozent des Marktes noch auf Windows 10 unterwegs – ohne regelmäßige Sicherheitsupdates, es sei denn, sie nutzen die erweiterten Support-Programme bis Ende 2026. Das Risiko steigt täglich, während Microsoft seinen Fokus vollständig auf die KI-gestützte Windows-11-Architektur richtet.

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