Microsoft Rebrand Registry: Tool dokumentiert ständige Umbenennungen
Veröffentlicht am: 21.08.2026 um 20:33 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der Softwareentwickler Lorian Strant hat kürzlich die Website "Microsoft Rebrand Registry" veröffentlicht, ein Nachschlagewerk, das die zahlreichen Namensänderungen von Microsoft-Produkten dokumentiert. Die Plattform katalogisiert die Historie der Rebrandings des Konzerns und richtet sich an alle, die den Überblick über die sich häufig ändernde Produktnomenklatur des Unternehmens verloren haben.
Nur aktive Produkte im Fokus
Die Registry beschränkt sich bewusst auf Produkte, die weiterhin am Markt sind. Dienste, die Microsoft vollständig eingestellt hat, finden keine Berücksichtigung – die Website konzentriert sich also nicht auf das Sterben von Produkten, sondern auf deren wiederholte Neuerfindung unter neuem Namen. Damit trifft das Projekt einen Nerv: Microsoft ist seit Jahren dafür bekannt, Produktlinien, Abteilungen und Dienste in kurzen Abständen umzubenennen, was für Kunden, IT-Abteilungen und Beobachter der Branche regelmäßig für Verwirrung sorgt.
Ein Unternehmen im ständigen Umbenennungsmodus
Wie aktuell und relevant ein solches Archiv ist, zeigt sich an der Fülle an Produkt- und Funktionsänderungen, die Microsoft parallel vorantreibt. So kündigte der Konzern zuletzt ein umfassendes Update für Viva Engage an, bei dem ein einheitliches rechtes Bedienpanel eingeführt wird, während die Funktionen "Community Resources" und "Intelligent Importer" wegen geringer Nutzung entfernt werden. Der Rollout soll bis Ende August 2026 abgeschlossen sein und wird standardmäßig aktiviert.
Auch im Bereich der KI-Assistenten ordnet Microsoft seine Struktur neu: Die beiden bestehenden Copilot-Apps sollen zusammengeführt werden, wobei laut Berichten drei Funktionen wegfallen. Details zu den betroffenen Funktionen wurden bislang nicht veröffentlicht.
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Parallel dazu treibt Microsoft technische Umbauten voran, die zwar keine klassischen Rebrandings sind, aber dieselbe Tendenz zur ständigen Neuordnung bestehender Werkzeuge widerspiegeln. So wird das Kommandozeilenwerkzeug WMIC aus der Windows-11-Insider-Beta entfernt, da es als sogenanntes LOLBIN für Sicherheitsmissbrauch anfällig ist.
Die zugrundeliegende WMI-Infrastruktur bleibt bestehen, IT-Teams sollen künftig auf PowerShell für WMI umsteigen und ihre Skripte entsprechend anpassen. Zudem erweitert Microsoft den Task-Manager um eine Anzeige der NPU- und GPU-Neural-Engine-Auslastung pro Prozess, sichtbar in den Reitern "Prozesse" und "Leistung" auf unterstützten Geräten.
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Auch im KI-Modellbereich bleibt Microsoft aktiv: Mit MAI-Image-2.6 wurde ein neues Bildmodell veröffentlicht, das in der Arena-Rangliste für Text-zu-Bild-Generierung Platz 2 und bei Bildbearbeitung Platz 3 erreicht – ein Zuwachs von 79 Elo-Punkten gegenüber der Vorgängerversion 2.5 und von 91 Punkten bei der Textdarstellung. Das Modell steht im MAI Playground sowie in einer privaten Vorschau auf Foundry zur Verfügung.
Für Administratoren veröffentlichte Microsoft zudem PowerShell-Skripte, mit denen sich Windows-Einstellungs-Backups über Graph-APIs anzeigen, exportieren und löschen lassen. Die Skripte View-WindowsBackup.ps1 und Delete-WindowsBackup.ps1 setzen für Löschvorgänge die Rolle "Microsoft 365 Backup Administrator" voraus.
Kontext eines wachsenden Ökosystems
Die schiere Menge an parallelen Produktänderungen, Funktionsentfernungen und Namensanpassungen bei Microsoft verdeutlicht, warum ein Projekt wie die Microsoft Rebrand Registry auf Interesse stößt.
Für IT-Verantwortliche, die Lizenzen verwalten, Migrationen planen oder Schulungsunterlagen aktuell halten müssen, kann ein zentrales Nachschlagewerk zur Rebranding-Historie eine praktische Orientierungshilfe sein – gerade angesichts der Häufigkeit, mit der Microsoft seine Produktnamen und -strukturen verändert.
