Microsoft, Project

Microsoft Project Online: Dienst endet am 30. September 2026

19.06.2026 - 04:46:42 | boerse-global.de

KI-gestützte Plattformen wie Quadratic und spezialisierte Tools verdrängen zunehmend Excel bei komplexen Analysen und großen Datenmengen.

KI-Tools und Spezialisten fordern Excel im Datenmanagement heraus
Microsoft - A glowing neural network interface overlaying a digital spreadsheet, symbolizing AI and advanced data analysis in productivity software. 19.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Während Microsoft Excel weiterhin als Standard für Ad-hoc-Analysen gilt, drängen KI-gestützte Plattformen und spezialisierte Tools auf den Markt, die Zusammenarbeit, Massendatenverarbeitung und automatisierte Workflows in den Mittelpunkt stellen.

Spezialisierte Alternativen schließen Lücken

Aktuelle Branchenbewertungen zeigen: Excel bleibt zwar gesetzt, stößt aber bei komplexen Kollaborationen oder großen Datenmengen an seine Grenzen. Google Sheets punktet mit einem Rating von 4,82 von 5 Punkten und überzeugt durch Offline-Funktionen sowie Integrationen. Der Preis liegt bei umgerechnet etwa 6,50 Euro pro Nutzer und Monat.

Anzeige: Wer das Aus von Microsoft Project Online bis September 2026 nicht verpasst, findet in diesem kostenlosen Report die wichtigsten Alternativen und einen Schritt-für-Schritt-Migrationsleitfaden zu Power BI & Power Automate. Jetzt kostenlosen Migrations-Report anfordern

Weitere Konkurrenten: Zoho Sheet setzt auf Workflow-Automatisierung und bleibt für Einzelnutzer kostenlos. LibreOffice Calc – die Document Foundation veröffentlichte am 18. Juni die Version 24.2.6 mit über 40 Fehlerkorrekturen. Ein weiteres Update, Version 24.8.1, soll bereits nächste Woche erscheinen.

Für Organisationen, die relationale Datenbanken statt flacher Berechnungen benötigen, hat sich Airtable etabliert. Während Excel bei Finanzmodellierung die Nase vorn hat, bieten Airtables „Team"- und „Business"-Tarife für umgerechnet 18 bzw. 41 Euro pro Nutzer automatisierte Updates und teamorientiertes Datenmanagement.

KI revolutioniert die Datenarbeit

Die Integration künstlicher Intelligenz verändert grundlegend, wie Nutzer mit Daten interagieren. Am 17. Juni wurden Details zu Quadratic bekannt: Ein Tabellenkalkulationstool, das KI nutzt, um Dashboards und Visualisierungen per natürlicher Spracheingabe zu erstellen. Die Plattform integriert Dienste wie MongoDB, Slack und Salesforce – die professionelle Version kostet 18 Euro monatlich.

Im Bankensektor sorgt ein Projekt der National Australia Bank (NAB) für Aufsehen. In Zusammenarbeit mit Databricks' Genie implementierte die Bank ein KI-gestütztes Daten-Tool. Die Ergebnisse sind beeindruckend: Die Entwicklungszeit sank um zwei bis vier Tage pro Anwendungsfall, Kundenanfragen zu Transaktionsstreitigkeiten gingen um 30 Prozent zurück. Das „Customer Brain"-System schafft eine einheitliche Intelligenzschicht aus Transaktionen und Service-Interaktionen.

Experten setzen zunehmend auf Python-basierte Tools wie Pandas für die Massendatenanalyse. Während Excel bei Datensätzen über einer Million Zeilen ins Straucheln gerät, automatisieren solche Lösungen repetitive Aufgaben und verwalten Millionen von Datenpunkten mit weniger Fehlern.

Infrastruktur im Umbruch

Anzeige: Projektmanager, die bereits unter den Grenzen von Excel bei großen Datenmengen und Kollaboration leiden, brauchen jetzt einen klaren Fahrplan für den Umstieg – bevor die Migration zur Last-Minute-Hauruck-Aktion wird. Dieser Leitfaden liefert Checkliste und Kostenvergleich der Top-Tools. Migrations-Fahrplan jetzt sichern

Auch die großen Technologieanbieter stellen die Architektur der Datenverwaltung neu auf. Databricks kündigte auf dem Data + AI Summit seine LTAP-Architektur (Lake Transactional/Analytical Processing) an. Das System vereint Transaktionen und Analysen auf einem einzigen Speicher – und macht komplexe ETL-Pipelines überflüssig, die oft KI-Agenten ausbremsen. CEO Ali Ghodsi spricht von der Beseitigung von Infrastruktur-Engpässen für agentische KI.

Im Projektmanagement bereiten sich Unternehmen auf das Aus von Microsoft Project Online vor – der Dienst wird am 30. September 2026 eingestellt. Aktualisierte Migrationstools, darunter das BrightWork 365-Upgrade, helfen beim Umzug von Unternehmensfeldern und Ressourcenplänen in Umgebungen wie Power BI und Power Automate.

Ein weiterer Meilenstein: Google, Microsoft, Nvidia und Salesforce veröffentlichten am 17. Juni die ARD-Spezifikation (Agentic Resource Discovery). Das offene Protokoll unter Apache-2.0-Lizenz schafft einen standardisierten Weg, KI-Fähigkeiten plattformübergreifend zu erkennen und zu verifizieren – ein klares Signal für ein vernetzteres, automatisiertes Daten-Ökosystem.

de | wissenschaft | 69578628 |