Microsoft pausiert Teams- und Outlook-Updates nach Mega-Ausfall
Veröffentlicht am: 25.07.2026 um 03:13 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der Konzern reagiert auf Stabilitätsprobleme nach einem massiven Ausfall der Microsoft-365-Dienste.
Redmond – Microsoft hat am 24. Juli 2026 die Einführung neuer Funktionen für Teams und Outlook vorerst gestoppt. Grund sind Stabilitäts- und Leistungsprobleme, die nach dem verheerenden Ausfall vom Vortag aufgetreten sind. Der Konzern will die Integrität seiner Kommunikationsplattformen sichern, bevor weitere Updates ausgerollt werden.
Massiver Ausfall legt Microsoft-365-Dienste lahm
Bereits am 23. Juli hatte ein schwerwiegender Ausfall weite Teile des Microsoft-365-Ökosystems getroffen. Ab 17:00 Uhr MESZ waren Dienste wie Teams, Outlook, SharePoint, OneDrive und der Microsoft Store nur eingeschränkt nutzbar. Auch Copilot, Azure und Xbox Live waren betroffen. Auf dem Höhepunkt der Störung meldeten Nutzer mehr als 8.000 Probleme – SharePoint war mit 78 Prozent aller gemeldeten Ausfälle am stärksten betroffen. IT-Administratoren konnten zeitweise nicht auf das Microsoft-365-Admin-Center zugreifen.
Ursache: Versehentlich gelöschte IP-Routen
Die Störung in Nordamerika, intern als Incident MO1437424 geführt, wurde durch regionale Netzwerkpfad-Probleme ausgelöst. Im Westen der USA führte ein Wartungsfehler zur versehentlichen Löschung von IP-Routen – mit Folgen: Fünf Stunden lang, zwischen 16:44 und 21:41 Uhr MESZ, waren Azure- und Cloud-Dienste in der Region gestört. Microsoft bestätigte die Entschärfung des Problems für Nordamerika gegen 05:12 Uhr MESZ am 24. Juli.
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Doch damit nicht genug: Am 24. Juli traten zusätzliche Probleme im asiatisch-pazifischen Raum auf. Teams-Meetings und -Anrufe waren dort zeitweise nicht möglich. Auch diese regionalen Störungen hat Microsoft inzwischen behoben.
Notfallmaßnahmen und interne Hintergründe
Um die Dienste während des Ausfalls wiederherzustellen, leiteten Microsoft-Ingenieure den Datenverkehr über alternative Wege um. Der Konzern empfiehlt Kunden nun, auf eine Multi-Region-Strategie zu setzen, um die Ausfallsicherheit zu erhöhen.
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Die technischen Probleme kommen zu einem ungünstigen Zeitpunkt: Erst Anfang Juli waren 605 Stellenstreichungen in Microsofts Redmond-Zentrale bekannt geworden. Der Konzern konzentriert sich nun darauf, sein Kernproduktpaket zu stabilisieren – die pausierten Funktionsupdates sind ein klares Signal, dass Stabilität vor neuen Features Priorität hat.
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