Microsoft-Patch, Rekord

Microsoft-Patch bricht Rekord: 570 Korrektionen im Juli geschlossen

Veröffentlicht: 17.07.2026 um 07:44 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Microsoft erweitert PowerPoint um 13 SmartArt-Grafiken und schließt kritische Sicherheitslücken. Der Juli-Patch bricht mit 570 Korrekturen alle Rekorde.

PowerPoint-Updates: Neue Grafiken und Rekord-Patch-Zyklus
Hand interagiert mit holografischer SmartArt-Grafik, symbolisiert PowerPoint-Verbesserungen und Produktivitätssoftware-Updates. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Microsoft hat PowerPoint mit 13 neuen SmartArt-Grafiken und schnelleren Ladezeiten ausgestattet. Der Juli-Patch bricht mit 570 Korrekturen alle Rekorde.

Der Softwarekonzern aus Redmond hat am 16. und 17. Juli 2026 gleich mehrere Neuerungen für sein Präsentationsprogramm vorgestellt. Neben den frischen Design-Elementen steht vor allem die Performance im Fokus: PowerPoint soll Dateien künftig deutlich schneller öffnen.

KI-Konkurrenz und Spezial-Anbieter

Die PowerPoint-Updates fallen in eine Zeit, in der der Markt für Präsentationssoftware ordentlich in Bewegung ist. Google hat am 16. Juli 2026 seine Gemini Spark KI vorgestellt – das Tool kann nun eigenständig Folien, Tabellen und Dokumente bearbeiten. Mit einer Geschwindigkeitssteigerung von 50 Prozent gegenüber dem Vorgänger ist es allerdings vorerst nur für bestimmte AI-Ultra-Abonnenten verfügbar. Nutzer in Großbritannien, der Schweiz und dem Europäischen Wirtschaftsraum gehen vorerst leer aus.

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Parallel dazu macht ein neuer Anbieter von sich reden: Oria positioniert sich als führende PowerPoint-Alternative für professionelle Consulting-Präsentationen. Die Plattform setzt auf native, editierbare Dateien nach höchsten Beraterstandards und wirbt mit Unternehmenssicherheit sowie privaten Cloud-Optionen.

Kritische Sicherheitslücke geschlossen

Die neuen Funktionen kommen nicht ohne ernsten Hintergrund: Das Juli-Update von Microsofts Patch-Tuesday schließt eine hochriskante Sicherheitslücke in PowerPoint. Die Schwachstelle CVE-2026-55123 – ein Heap-basierter Pufferüberlauf – könnte Angreifern die Ausführung von Schadcode ermöglichen, sobald ein Nutzer eine manipulierte Präsentation öffnet.

Betroffen sind zahlreiche Versionen: Microsoft 365 Apps, Office 2019 sowie LTSC 2021 und 2024 – auch die Mac-Versionen sind verwundbar. Für PowerPoint 2016 (MSI-basiert) hat Microsoft das Update KB5002867 bereitgestellt. Die gute Nachricht: Die Vorschauansicht kann nicht als Angriffsvektor genutzt werden. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung waren keine aktiven Angriffe bekannt.

Rekordverdächtiger Patch-Zyklus

Mit 570 Korrekturen über Windows, Office, Azure und Visual Studio hinweg hat der Juli-Patch alle bisherigen Rekorde gebrochen – dreimal so viele wie noch im Juni. Möglich machte dies unter anderem das KI-gestützte Erkennungstool MDASH. 61 der Schwachstellen wurden als kritisch eingestuft.

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Besonders brisant: Zwei Sicherheitslücken wurden bereits aktiv ausgenutzt – CVE-2026-56155 (Rechteausweitung in AD FS) und CVE-2026-56164 (Rechteausweitung in SharePoint Server). Ein weiterer Zero-Day, CVE-2026-50661, der einen BitLocker-Bypass ermöglicht, war bereits vor dem Update öffentlich bekannt geworden.

Auch Excel und SharePoint bekamen ihre Patches: CVE-2026-55949 (Excel-Remote-Code-Ausführung) und CVE-2026-55026 (Informationsweitergabe in Office und SharePoint) wurden geschlossen. Ein historischer Einschnitt: SharePoint Server 2016 und 2019 erreichten am 14. Juli 2026 offiziell ihr Support-Ende.

Windows 11: Weniger Werbung, mehr Kontrolle

Das Windows-11-Update KB5101650 bringt zudem praktische Verbesserungen: Bing-Werbung in der Startmenü-Suche wurde entfernt, und Updates lassen sich nun bis zu 35 Tage pausieren. Diese Stabilitätsverbesserungen kommen zu einer Zeit, in der der weltweite Windows-Marktanteil von 76 Prozent im Mai auf 72 Prozent im Juni 2026 gesunken ist.

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