Microsoft Office: Preise um bis zu 43% erhöht ab sofort
01.07.2026 - 20:17:11 | boerse-global.de
Zum 1. Juli 2026 hat Microsoft die Preise für seine Office-Suite massiv angehoben. Besonders kleine Unternehmen und Einsteiger-Kunden müssen tief in die Tasche greifen.
Preisexplosion bei Einstiegs-Tarifen
Die größten prozentualen Sprünge betreffen die günstigsten Lizenzen. Der F1-Tarif ohne Teams verteuerte sich um satte 43 Prozent – von 1,75 auf 2,50 Euro pro Nutzer und Monat. Die Version mit Teams legte um 33 Prozent auf 3,00 Euro zu.
Im Business-Segment steigt Microsoft 365 Business Basic um 17 Prozent auf 7,00 Euro, Business Standard um 12 Prozent auf 14,00 Euro. Einzige Ausnahme: Business Premium bleibt preislich unverändert.
Bei den Enterprise-Tarifen fällt der Anstieg moderater aus. Microsoft 365 E3 kostet nun 39 Euro (plus 8 Prozent), E5 liegt bei 60 Euro (plus 5 Prozent). Doch für Großkunden kommt es noch dicker: Seit November 2025 entfallen die Volumenrabatte der Enterprise Agreements. Branchenbeobachter schätzen die effektive Kostensteigerung für diese Unternehmen auf rund 20 Prozent.
Neue Features als Gegenleistung
Microsoft versucht, die Preiserhöhungen mit zusätzlichen Leistungen zu rechtfertigen. Der E3-Tarif enthält nun Defender for Office 365 Plan 1 und Intune Plan 2. Die E5-Stufe wurde um Security Copilot, Intune Endpoint Privilege Management und Enterprise Application Management erweitert.
Kleinere Unternehmen profitieren von verdoppeltem Postfach-Speicher: Business Basic und Standard erhalten 50 GB extra, Business Premium sogar 100 GB. Hinzu kommen verbesserter URL-Schutz und Updates für Copilot Chat. In einigen Regionen wie Dublin wurden die Preiserhöhungen durch Währungsanpassungen zum Euro abgemildert.
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Neue KI-Abrechnung startet
Der 1. Juli 2026 markiert auch den Beginn der nutzungsbasierten Abrechnung für KI-Funktionen. Nach der allgemeinen Verfügbarkeit von Microsoft Copilot Cowork am 16. Juni endete die Schonfrist für Early Adopter. Sie werden nun über Copilot Credits abgerechnet – zu einem Preis von 0,01 Euro pro Credit.
Der Verbrauch berechnet sich aus Modellnutzung, Kontextabruf, Tool-Aufrufen und Laufzeit. Copilot Cowork erfreut sich bereits großer Beliebtheit: Über die Hälfte der Fortune-500-Unternehmen nutzt das Tool, darunter Accenture, Zurich Insurance und Ooredoo Qatar.
Milliarden-Investitionen und Stellenabbau
Die Preisanpassungen kommen zu einer Zeit massiver Investitionen. Microsofts KI-Geschäft erreichte einen jährlichen Umsatz von 37 Milliarden Euro – ein Plus von 123 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Um dieses Wachstum zu stützen, plant der Konzern Investitionen von 190 Milliarden Euro für 2026.
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Doch trotz der Rekordzahlen zeichnet sich ein Personalabbau ab. Berichten zufolge will Microsoft weniger als 2,5 Prozent der Belegschaft abbauen – das wären rund 5.700 Stellen in den Bereichen Vertrieb, Beratung und der Xbox-Sparte. Bereits im Juli 2025 hatte der Konzern vier Prozent der Mitarbeiter entlassen.
Die Software-Preiserhöhungen fallen zudem in eine Zeit steigender Hardware-Kosten. Aufgrund einer globalen Komponentenkrise verteuerten sich auch Xbox-Konsolen deutlich: Das Modell Xbox Series S 1TB kostet nun 749,99 Euro.
