Microsoft Office: Frist 13. Juli – danach nur noch Lesemodus auf Mac
06.06.2026 - 16:54:14 | boerse-global.de
Mac-Nutzer stehen vor einer entscheidenden Frist – und überall lauern Bugs.
Der Juni 2026 hat für Microsoft-User turbulent begonnen. Gleich mehrere Probleme plagen die Textverarbeitung: Von Dateispeicher-Fehlern auf MacOS bis hin zu kritischen Sicherheitslücken in mobilen Versionen. Besonders brisant: Am 13. Juli läuft eine wichtige Frist für Mac-Anwender ab.
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Frist für Mac-Nutzer: Nur noch bis Juli voll funktionsfähig
Microsoft hat eine klare Ansage gemacht: Wer bis zum 13. Juli 2026 sein System oder seine Office-Version nicht aktualisiert hat, kann Dokumente nur noch im „Nur-Lesen-Modus“ öffnen. Erstellen, Bearbeiten oder Speichern? Fehlanzeige.
Die Voraussetzungen sind streng:
- MacOS: Mindestens Version 12
- iOS/iPadOS: Version 17 oder höher
Besonders hart trifft es Nutzer von Office 2019 – diese Version ist seit Oktober 2023 nicht mehr im Support. Sie wird die nötigen Updates schlicht nicht erhalten. Microsoft rät betroffenen Anwendern zur Webversion von Office, einem Microsoft-365-Abo oder gleich zu einem alternativen Programm.
Technische Pannen: Wenn Word einfach nicht mehr will
Schon Anfang Juni häuften sich die Beschwerden. Auf Macs mit Apple Silicon etwa meldet Word beim Speichern plötzlich „nicht genügend Speicherplatz“ – obwohl die Festplatte noch reichlich Kapazität hat.
Weitere gemeldete Probleme:
- Startschwierigkeiten: Word lässt sich gar nicht erst öffnen. Abhilfe schafft dann nur ein Neustart des „Software Protection“-Dienstes oder eine Online-Reparatur.
- Formatierungs-Chaos: Seitenzahlen erscheinen als kryptische Code-Zeilen, Text lässt sich nicht markieren, Dokumente öffnen ungefragt im Nur-Lesen-Modus.
- Speicherfresser: Nach etwa einem Tag Dauerbetrieb stürzt die Anwendung wegen Speicherlecks ab.
Die Microsoft-Community empfiehlt betroffenen Nutzern, Dateizuordnungen zurückzusetzen, Add-Ins im abgesicherten Modus zu deaktivieren oder die OneDrive-Einstellungen für „Dateien bei Bedarf“ zu prüfen.
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Sicherheitslücken: Angreifer könnten Konten kapern
Am 2. Juni veröffentlichte die Sicherheitsfirma Enclave Details zur „FlagLeft“-Schwachstelle. Diese betrifft die Android-Versionen von Word, Excel, PowerPoint und Copilot. Ein Debug-Modus blieb fälschlicherweise in der Produktionsversion aktiv – und erlaubte anderen Apps auf demselben Gerät, Account-Token zu stehlen.
Microsoft hat den Fehler zwar bereits am 12. Mai 2026 behoben. Doch IT-Abteilungen sollten dringend prüfen, ob alle mobilen Geräte das Update erhalten haben.
Noch alarmierender: Das indische CERT-In warnt vor einer Hochrisiko-Lücke mit der Kennung CVE-2026-45659. Dabei geht es um die Deserialisierung ungeprüfter Daten – Angreifer könnten damit Code aus der Ferne ausführen. Zudem soll Outlook über Jahre hinweg unverschlüsselte Verbindungen zugelassen haben, wie ein Bericht vom 5. Juni nahelegt.
Neue Add-ins und Ausweichmöglichkeiten
Trotz aller Probleme: Die Entwicklung für die Microsoft-Plattform geht weiter. Am 4. Juni brachte Legitt AI die Version 4.0 seines Tools Legitt Draft auf den Markt – ein KI-gestütztes Add-in für Vertragsmanagement in Word.
Wer angesichts der Mac-Probleme über einen Wechsel nachdenkt: Die Open-Source-Community veröffentlichte am 5. Juni LibreOffice 26.2.4 mit rund 50 Fehlerbehebungen und Stabilitätsverbesserungen. Eine echte Alternative für alle, die sich aus dem Microsoft-Kosmos verabschieden wollen.
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