Microsoft, Office

Microsoft Office 2024: Unbefristete Lizenzen statt Abo bis 28. Juni

15.06.2026 - 15:54:34 | boerse-global.de

Lebenslange Office-Lizenzen kehren zurück, während die digitale Steuerpflicht für britische Firmen bis 2028 verbindlich wird.

Britische KMU: Neue Software-Lizenzen und digitale Steuerpflicht
Microsoft - A stylized projection of the Microsoft Office logo and UI elements over a blurred map of the United Kingdom, with data streams. 15.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Neue Software-Modelle und strenge Meldevorschriften verändern den Arbeitsalltag kleiner und mittlerer Unternehmen in Großbritannien grundlegend.

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Lebenslange Lizenzen als Alternative zum Abo

Der Software-Markt für Unternehmen befindet sich im Umbruch. Aktuelle Angebote zeigen einen Trend zurück zu einmaligen Kaufmodellen: Professionelle Versionen von Microsoft Office 2024 sind derzeit als unbefristete Lizenzen erhältlich – eine Alternative zu den allgegenwärtigen Monatsabos. Der Aktionszeitraum endet am 28. Juni 2026.

Die 2024er-Versionen enthalten gewerbliche Nutzungsrechte und sind mit KI-Funktionen ausgestattet, die administrative Aufgaben erleichtern sollen. Dazu gehören automatische Textvorschläge, erweiterte Mustererkennung in Tabellen und die Möglichkeit, Dokumente zusammenfassen zu lassen. Für macOS-Nutzer sind die Lizenzen mit aktuellen Betriebssystemen wie Sonoma, Sequoia und Tahoe kompatibel.

Erst in den vergangenen Tagen kamen zudem Kombi-Pakete auf den Markt, die das neueste Betriebssystem mit Office-Anwendungen bündeln. Sie versprechen eine dauerhafte Software-Grundlage für Arbeitsplätze – inklusive Updates für Word, Excel und Outlook.

Digitale Steuerpflicht wird zur Pflicht

Die Verwaltung britischer Firmen wird zunehmend digitaler. Seit dem Economic Crime and Corporate Transparency Act 2023 zeichnet sich eine klare Marschrichtung ab. Am 9. Juni 2026 bestätigten die Behörden: Bis April 2028 müssen alle britischen Unternehmen – auch Kleinstfirmen – ihre Gewinn- und Verlustrechnungen im digitalen iXBRL-Format einreichen. Die bisherige Möglichkeit verkürzter Bilanzen entfällt. Kleine Firmen dürfen ihre Gewinnzahlen allerdings weiterhin vor der Öffentlichkeit verbergen.

Auch die Steuererklärung wird digitaler. Seit dem 1. Januar 2026 gilt das Crypto-Asset Reporting Framework (CARF). Plattformen müssen Transaktionsdaten an die Steuerbehörde HMRC melden. Die erste große Abgabefrist endet am 31. Mai 2027. Der Freibetrag für Kapitalerträge liegt derzeit bei 3.000 Pfund (etwa 3.500 Euro). Kryptowährungsgeschäfte gelten grundsätzlich als steuerpflichtige Veräußerungen.

Der Berufsverband ICAEW äußerte bereits Anfang des Jahres Bedenken zu Vorschlägen aus dem März 2026. Diese würden sogenannte „Close Companies" – Firmen mit wenigen Gesellschaftern – verpflichten, bestimmte Transaktionen mit Beteiligten zu melden. Analysten warnen vor einem unverhältnismäßigen bürokratischen Aufwand für ohnehin gesetzestreue Unternehmen.

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Cyber-Versicherungen und Sicherheitslücken

Mit der zunehmenden Digitalisierung wächst auch der Markt für Cyber-Versicherungen. Für 2025 wird ein Volumen von 10,5 Milliarden Pfund erwartet. Rund 56 Prozent der britischen Unternehmen besitzen bereits eine entsprechende Police. Wer eine Cyber Essentials Plus-Zertifizierung vorweisen kann, spart bei den Prämien zwischen 20 und 40 Prozent.

Die Dringlichkeit robuster Sicherheitsmaßnahmen zeigt ein Blick auf die aktuellen Prognosen. Branchenexperten von FIRST rechnen für 2026 mit rund 66.000 neu entdeckten Sicherheitslücken – ein deutlicher Anstieg. Grund dafür ist der vermehrte Einsatz von Künstlicher Intelligenz bei der Fehlersuche.

Die britische Regierung testet daher KI-gestützte Abwehrsysteme. Bei einer Pilotstudie in neun Regierungsbehörden wurden innerhalb eines Monats über 400 Schwachstellen in öffentlichen Code-Repositories entdeckt. Regionale Initiativen wie eine Cyber-Resilienz-Veranstaltung am 16. Juni 2026 in Newcastle wollen Unternehmen aller Branchen für die neuen digitalen Gefahren sensibilisieren.

de | wissenschaft | 69544999 |