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Microsoft Mesh: Konzern baut Mixed-Reality-Plattform massiv aus

17.06.2026 - 12:06:55 | boerse-global.de

Microsoft stellt SharePoint Spaces ein und baut stattdessen die Mixed-Reality-Plattform Mesh aus. Neue Hardware und KI-Modelle untermauern die Strategie.

Microsoft fokussiert Mixed Reality: Aus für SharePoint Spaces
Microsoft - A holographic interface showing 3D models and collaborative workspaces, projected from a sleek device onto a modern office desk. 17.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Der Softwarekonzern stellt sein Mixed-Reality-Angebot neu auf und verabschiedet sich von SharePoint Spaces.

Microsoft fokussiert seine Aktivitäten im Bereich räumliches Computing künftig auf die Plattform Microsoft Mesh. Der Konzern hat angekündigt, die Funktion SharePoint Spaces schrittweise auslaufen zu lassen – der Prozess soll im März 2025 beginnen. Unternehmen, die bislang auf die 3D-Umgebungen von SharePoint gesetzt haben, werden auf Mesh migriert.

Neuer Anlauf für räumliche Zusammenarbeit

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Die Entscheidung ist Teil einer strategischen Neuausrichtung. Mesh bietet im Vergleich zu SharePoint Spaces deutlich erweiterte Kollaborationsfunktionen und soll als zentrale Plattform für dreidimensionale Arbeitsumgebungen im Microsoft-365-Ökosystem dienen. Statt auf proprietäre Hardware zu setzen, verfolgt der Konzern nun einen softwarezentrierten Ansatz.

Das ist bemerkenswert, denn Microsofts Ambitionen im Bereich Extended Reality (XR) haben in den vergangenen Jahren einige Dämpfer erlitten. Die HoloLens-Sparte verlor 2022 ihren langjährigen Chef, und das US-Militär stoppte die Bestellung von AR-Kampfbrillen nach Berichten über gesundheitliche Probleme bei Soldaten – darunter Kopfschmerzen und Augenbelastung.

Neue Hardware als Fundament

Parallel zur Software-Offensive erneuert Microsoft seine Geräteflotte. Erst am Dienstag kündigte der Konzern das Surface Pro 13-Zoll und neue Surface-Laptop-Modelle mit Snapdragon-X2-Prozessoren an. Die Grafikleistung des Surface Pro soll im Vergleich zum Vorgänger um bis zu 53 Prozent gestiegen sein.

Doch die eigentliche XR-Zukunft liegt in den Händen der Chipindustrie. Auf der Fachmesse AWE 2026 präsentierte Qualcomm Mitte Juni den Snapdragon Reality Elite XR – einen Chip, der speziell für Mixed-Reality-Brillen entwickelt wurde. Die GPU-Leistung steigt um 60 Prozent, die KI-Rechenleistung (NPU) sogar um 160 Prozent im Vergleich zum Vorgängermodell. Partner wie XREAL und Play For Dream wollen noch in diesem Jahr Geräte mit dem neuen Chip auf den Markt bringen.

KI als entscheidender Baustein

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Microsofts Spatial-Computing-Strategie ist untrennbar mit der Entwicklung leistungsfähiger KI-Modelle verknüpft. Auf der Build-2026-Konferenz am heutigen Mittwoch stellte das Unternehmen die neue MAI-Thinking-1-Modellfamilie vor. Die Architektur basiert auf einem spärlichen Mixture-of-Experts (MoE) -Ansatz und umfasst rund eine Billion Parameter – das entspricht in etwa der Größe von GPT-4.

Bereits seit gestern ist zudem der KI-Agent Copilot Cowork allgemein verfügbar. Große Unternehmen wie Accenture und Zurich Insurance setzen ihn bereits ein. Die Abrechnung erfolgt nutzungsbasiert über sogenannte Copilot Credits.

Die Botschaft ist klar: Microsoft setzt nicht allein auf spezialisierte Brillenhardware, sondern auf ein Ökosystem aus leistungsstarken KI-Modellen, effizienten Chips und cloudbasierter Software. Mesh wird dabei zum zentralen Drehkreuz – und könnte so zum entscheidenden Faktor im Wettlauf um die Zukunft der digitalen Zusammenarbeit werden.

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