Microsoft Intune: Außendienst kann Teams-Anrufe vor Login annehmen
Veröffentlicht am: 01.10.2026 um 17:43 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Microsoft hat für seinen Geräteverwaltungsdienst Intune eine Funktion für gestaffelte Rollouts von Windows-Apps und Konfigurationsrichtlinien eingeführt. Wie petri.com berichtete, startet die neue Möglichkeit unter der Bezeichnung Intune Deployments zunächst in der öffentlichen Vorschau.
Ringbasierte Rollouts mit Kontrolle über den Fortschritt
Kern der neuen Funktion ist die Möglichkeit, Rollouts in sogenannten Ringen zu organisieren. Administratoren können damit Updates und Richtlinien schrittweise an definierte Gerätegruppen ausrollen, anstatt sie auf einen Schlag unternehmensweit zu verteilen. Laut dem Bericht lässt sich der Fortschritt eines Rollouts dabei fortlaufend überwachen.
Zeigen sich Probleme, können Verantwortliche den Rollout pausieren oder vollständig abbrechen, bevor er weitere Geräte erreicht. Dieses Vorgehen soll das Risiko verringern, dass fehlerhafte App-Verteilungen oder Konfigurationsänderungen gleich die gesamte Geräteflotte eines Unternehmens betreffen.
Überarbeitete Geräteübersicht bündelt Informationen
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Parallel zu den gestaffelten Rollouts hat Microsoft laut petri.com eine überarbeitete Geräteübersicht in Intune eingeführt. Sie fasst Gerätedetails, Verlaufsdaten, Berichte und Supportwerkzeuge an einer Stelle zusammen. Administratoren erhalten dadurch einen zentralen Einstiegspunkt, um den Zustand einzelner Geräte nachzuvollziehen und bei Bedarf direkt auf Supportfunktionen zuzugreifen.
Neue Funktionen für die Android-Verwaltung
Für Android-Enterprise-Geräte, die sich im Besitz von Unternehmen befinden, unterstützt Intune nun die gebündelte Verwaltung von eSIM-Profilen für bis zu 100 Geräte gleichzeitig. Das vereinfacht laut dem Bericht die Konnektivitätsverwaltung größerer Gerätekontingente, etwa in Außendienst- oder Logistikumgebungen, in denen Mobilfunkanbindung zentral gesteuert werden muss.
Ebenfalls auf mobile Einsatzszenarien zielt eine Anpassung des Managed Home Screen: Beschäftigte im Außendienst können darüber dringende Teams-Anrufe entgegennehmen, bevor sie sich vollständig authentifiziert haben.
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Geschützte Anwendungen auf dem Gerät bleiben dabei weiterhin abgesichert. Die Funktion soll verhindern, dass wichtige Kommunikation durch Authentifizierungsprozesse verzögert wird, ohne gleichzeitig Sicherheitsvorgaben für sensible Apps zu lockern.
Ausweitung auf Government-Cloud-Umgebungen
Microsoft bringt die erweiterten Intune-Funktionen dem Bericht zufolge zudem in weitere Government-Cloud-Umgebungen. Damit sollen auch Behörden und öffentliche Einrichtungen, die auf separate Cloud-Infrastrukturen angewiesen sind, Zugriff auf die neuen Verwaltungswerkzeuge erhalten.
Mit den gestaffelten Rollouts, der überarbeiteten Geräteübersicht sowie den Erweiterungen für Android- und Government-Cloud-Umgebungen reagiert Microsoft auf den Bedarf größerer Organisationen, Änderungen an Geräteflotten kontrollierter und risikoärmer einzuführen. Die Funktionen befinden sich laut petri.com derzeit in der öffentlichen Vorschau.
