Microsoft, Grevenbroich

Microsoft Grevenbroich: Vierter Rechenzentrum-Standort mit Milliarden-Investment

01.07.2026 - 16:10:33 | boerse-global.de

Microsoft plant milliardenschweres Rechenzentrum in Grevenbroich. Der Bau schafft tausende Jobs, stößt aber auf Umweltkritik.

Microsoft baut viertes Rechenzentrum in Grevenbroich
Microsoft - Modernes, großflächiges Rechenzentrum in der Dämmerung, mit klaren architektonischen Linien und dezenter Innenbeleuchtung in einer europäischen Landschaft. 01.07.2026 - Bild: über boerse-global.de

Auf einem 23 Hektar großen Gelände in Grevenbroich soll der vierte Standort entstehen – Teil eines Milliardenpakets für Nordrhein-Westfalen.

Die Ankündigung fiel am heutigen Mittwoch auf einer Fachkonferenz in Düsseldorf. Microsoft sicherte sich das Areal nahe Wevelinghoven, eingebettet zwischen Logistikzentren von TST und Lidl. Die Kaufvereinbarung steht allerdings noch unter dem Vorbehalt der Baugenehmigung.

Milliarden-Investition in die Region

Die genaue Summe für den neuen Standort gab Microsoft nicht bekannt. Branchenkenner schätzen die Kosten auf einen hohen dreistelligen Millionenbetrag – möglichweise sogar bis zu einer Milliarde Euro. Damit reiht sich Grevenbroich ein in ein bereits laufendes Großprojekt: Für die ersten drei Rechenzentren in Bedburg, Bergheim und Elsdorf hatte Microsoft bereits 3,2 Milliarden Euro zugesagt.

„Nordrhein-Westfalen ist für unsere Infrastrukturziele von strategischer Bedeutung“, betonte Microsoft-Deutschland-Chefin Agnes Heftberger. Neben den Rechenzentren selbst wolle man auch in die lokale Infrastruktur investieren.

Wann die Rechenzentren ans Netz gehen

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Die Bauarbeiten laufen gestaffelt an. Für Bedburg und Bergheim liegen die Baugenehmigungen bereits vor. Teilweise könnten diese Standorte schon 2028 in Betrieb gehen. Der Neubau in Grevenbroich folgt später – die Inbetriebnahme ist für die frühen 2030er Jahre geplant.

Die wirtschaftlichen Effekte sind beachtlich: Jeder Standort soll mehrere hundert direkte Arbeitsplätze schaffen. Hinzu kommen laut Microsoft rund 2.500 indirekte Stellen in der gesamten Region.

Kritik an Umweltauswirkungen

Doch nicht alle sind begeistert. Die NGO Algorithm Watch äußerte Bedenken: Die riesigen Serverfarmen könnten die regionalen Klimaziele gefährden. Microsoft verweist dagegen auf ein wasserloses Kühlkonzept für die neuen Anlagen – ein wichtiger Punkt in Zeiten zunehmender Ressourcenknappheit.

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