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Microsoft, Google und IBM setzen auf autonome KI-Agenten

05.05.2026 - 17:47:05 | boerse-global.de

Microsoft, Google und IBM präsentieren neue Plattformen für autonome KI-Workflows. Milliarden fließen in die Infrastruktur für selbstständig handelnde Systeme.

Microsoft, Google und IBM setzen auf autonome KI-Agenten - Foto: über boerse-global.de
Microsoft, Google und IBM setzen auf autonome KI-Agenten - Foto: über boerse-global.de

Der Markt für Unternehmenssoftware erlebt einen fundamentalen Wandel: Weg von einfachen Chatbots, hin zu eigenständig handelnden KI-Systemen. Microsoft, Google und IBM haben in den ersten Maitagen 2024 neue Plattformen vorgestellt, die komplexe Arbeitsabläufe vollautomatisch steuern. Gleichzeitig fließen Milliarden in den Aufbau der nötigen Infrastruktur.

Der Mai 2024 markiert eine Zeitenwende in der Unternehmens-IT. Statt nur Fragen zu beantworten, übernehmen KI-Agenten jetzt eigenständig ganze Workflows – vom Einkauf über die Datenanalyse bis zur Code-Erstellung. Die großen Technologiekonzerne liefern sich ein Wettrennen um die Vorherrschaft in diesem neuen Marktsegment.

Microsoft startet Agent 365 – Google und IBM ziehen nach

Am 1. Mai ging Microsofts Agent 365 offiziell an den Start. Die Plattform ist tief in die bestehende Büro-Infrastruktur integriert. Gleichzeitig führte der Konzern neue Kontrollmechanismen in Microsoft Purview ein, um die autonomen Helfer zu überwachen. Der Erfolg gibt Microsoft recht: Die Zahl der zahlenden Copilot-Nutzer ist auf 20 Millionen gestiegen – ein Plus von 33 Prozent seit Januar. Auch die Nutzungsintensität legte im letzten Quartal um 20 Prozent zu.

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Google konterte auf der Cloud Next 2026-Konferenz mit der Agentic Data Cloud. Das Herzstück: eine Cross-Cloud-Lakehouse-Architektur, die Googles BigQuery mit Konkurrenzplattformen wie AWS und Azure verbindet. Ein AI Control Center für Workspace soll zudem das Problem des „Shadow AI“ in den Griff bekommen – also KI-Anwendungen, die ohne Wissen der IT-Abteilung genutzt werden.

IBM präsentierte auf der Think 2026 seinen Bauplan für ein KI-Betriebsmodell. watsonx Orchestrate fungiert dabei als zentrale Steuerungsebene für Multi-Agenten-Systeme. Mit Sovereign Core bietet IBM zudem eine Plattform für Regierungen und regulierte Branchen, die digitale Souveränität und Compliance sicherstellen soll.

Milliardenschwere Investitionen in die autonome Arbeitskraft

Das finanzielle Volumen des Wandels ist gewaltig. Das von Bret Taylor geführte Startup Sierra gab am 4. Mai bekannt, 950 Millionen Euro eingesammelt zu haben. Angeführt wurde die Runde von Tiger Global und GV. Damit wird Sierra mit über 15 Milliarden Euro bewertet. 40 Prozent der Fortune-50-Unternehmen zählen zu den Kunden, der jährliche wiederkehrende Umsatz liegt bei 150 Millionen Euro. Mit Ghostwriter launchte Sierra zudem eine „Agent-as-a-Service“-Plattform.

Auch die Entwickler der großen Sprachmodelle stellen sich neu auf. OpenAI gründete mit Investoren wie TPG, SoftBank und Bain Capital ein 10 Milliarden Euro schweres Joint Venture namens „The Deployment Company“. Vorausgegangen war eine Finanzierungsrunde über 122 Milliarden Euro, die OpenAI mit 852 Milliarden Euro bewertete. Anthropic verfolgt eine ähnliche Strategie: Ein 1,5 Milliarden Euro schweres Joint Venture mit Blackstone und Goldman Sachs soll Unternehmens-KI voranbringen.

Die interne Nutzung beschleunigt sich ebenfalls. Amazon stellte seinen weltweiten Mitarbeitern KI-Code-Tools wie Anthropics Claude Code und OpenAIs Codex zur Verfügung. Branchendaten zeigen die Wirkung: Ein großer Transportkonzern berichtet, dass zehn Prozent seines Codes inzwischen autonom generiert wird – bestimmte Projekte ließen sich so in der Hälfte der Zeit abschließen.

Sicherheit im Fokus: Der Schutz „nicht-menschlicher Identitäten“

Mit der wachsenden Autonomie der KI-Agenten steigt das Sicherheitsrisiko. Cisco übernahm das israelische Startup Astrix Security für schätzungsweise 300 Millionen Euro. Das Unternehmen hat sich auf die Identifizierung und Sicherung sogenannter „Non-Human Identities“ (NHIs) spezialisiert – also Anmeldedaten und Berechtigungen, die KI-Agenten in Produktionsumgebungen nutzen.

Google weitete am 1. Mai sein „Binary Transparency“-Programm auf Android-Apps aus. Ein öffentliches Hauptbuch soll sicherstellen, dass nur autorisierte Software ausgeliefert wird. Zudem verpflichteten sich Microsoft, Google und xAI, ihre Modelle vor der Veröffentlichung dem US-amerikanischen Zentrum für KI-Standards und Innovation zur Sicherheitsprüfung vorzulegen.

Der Zahlungsverkehr stellt sich ebenfalls auf die neue Realität ein. Stripe kündigte eine Partnerschaft mit Google an, um Zahlungen im „AI Mode“ und der Gemini-App zu ermöglichen. „Link-Wallets“ für KI-Agenten und ein System für „Streaming Payments“ mit Stablecoins sollen den automatisierten Transaktionsstrom bewältigen.

Marktdynamik: Spezialisierte Modelle auf dem Vormarsch

Die Natur des KI-Wachstums verändert sich. Während früher Chatbots dominierten, treiben heute spezialisierte Modelle die Nachfrage. Ein aktuelles Update von Gemini Nano erzielte 22 Millionen Downloads – fast doppelt so viele wie das neueste GPT-4o-Bildmodell mit 12 Millionen Downloads.

Die Kosten für KI-Inferenz sinken rasant: um etwa das Zehnfache pro Jahr. Gleichzeitig stieg die Genauigkeit bei komplexen Benchmarks wie dem GPQA-Score von 50 auf über 75 Prozent in den letzten 18 Monaten. „Reasoning Models“ – also Modelle, die logische Schlussfolgerungen ziehen – werden damit zum neuen Standard für Unternehmensaufgaben.

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Ausblick: KI-Hardware und persönliche Assistenten

Der Blick in die Zukunft zeigt: Die Entwicklung geht weiter. OpenAI treibt Berichten zufolge die Entwicklung eines spezialisierten „KI-Handys“ voran. Die Massenproduktion soll bereits in der ersten Jahreshälfte 2027 anlaufen. Das Gerät soll über eigene Chips verfügen und mit einem exklusiven Fertigungspartner entwickelt werden.

Microsoft testet derweil intern „Project Lobster“ – einen rund um die Uhr verfügbaren persönlichen Assistenten für Microsoft 365. Details sollen auf der Build-Konferenz im Juni bekannt gegeben werden. Gleichzeitig verschlankt Microsoft sein Angebot: Der „Together Mode“ für Teams wird im Juni 2024 eingestellt. Die Ressourcen fließen in KI-gestützte Meeting-Zusammenfassungen und Galerie-Layouts. Die Grenze zwischen Software-Werkzeug und digitalem Kollegen verschwimmt zusehends.

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