Microsoft Edge 149: Drop und Collections verschwinden für Copilot
21.06.2026 - 20:53:24 | boerse-global.de
Der Konzern setzt nun voll auf seine KI-Plattform Copilot.
Der Schritt ist Teil einer umfassenden Neupositionierung des Browsers unter dem Microsoft-AI-Label. Schon seit Monaten verschwinden nach und nach klassische Produktivitätsfunktionen aus Edge. Bereits Mitte Januar gab es erste Berichte über die geplante Streichung der Collections-Funktion, mit der Nutzer Webinhalte und Notizen organisieren konnten. Mit der aktuellen Version 149 fielen nun sowohl die Seitenleiste als auch Collections endgültig weg.
Datenmigration: Notizen in Gefahr
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Die Drop-Funktion nutzte Microsofts Cloud-Dienst OneDrive, um Dateien und Notizen zwischen verschiedenen Geräten zu synchronisieren. Wie nun aus dem Edge-Canary-Testkanal bekannt wurde, wird der Dienst offiziell eingestellt.
Während hochgeladene Dateien weiterhin über OneDrive abrufbar bleiben, warnt Microsoft: Textnotizen aus dem Drop-Tool werden nicht automatisch gespeichert. Nutzer sollten ihre Notizen manuell exportieren, um Datenverluste zu vermeiden. Der Schritt zeigt: Microsoft räumt spezialisierte Browser-Tools zugunsten allgemeiner KI-Assistenzfunktionen aus dem Weg.
Experten warnen vor Nutzer-Frust
Branchenbeobachter sehen in der Entwicklung eine strategische Kehrtwende. „Microsoft will Edge von einem klassischen Browser zu einer reinen Copilot-Plattform umbauen", analysiert ein Marktexperte. Die Frage sei nur, ob die Nutzer diesen Wandel mitgehen. Die Entfernung etablierter Produktivitätsfunktionen könnte langjährige Anwender verprellen.
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Windows-Ökosystem im Wandel
Die Änderungen bei Edge sind nur ein Teil größerer Umwälzungen im Windows-Universum. Anfang Juni veröffentlichte Microsoft das Sicherheitsupdate KB5094126, das 208 Schwachstellen schloss. Allerdings sorgte der Patch für mehrere Probleme: Fehler in der Papierkorbanzeige, BitLocker-Sperren auf Unternehmensgeräten und zeitweise OneDrive-Ausfälle in Domänen-Netzwerken.
Positiv: Das kommende Windows 11 26H2 erfüllt einen langjährigen Nutzerwunsch. Die Suche wird dann keine Web-Ergebnisse mehr einblenden, sondern sich auf lokale Dateien konzentrieren. Microsoft justiert also an mehreren Stellen gleichzeitig – und sucht nach der richtigen Balance zwischen Cloud-KI und Kernfunktionen des Systems.
