Microsoft-Dienste, Millionen

Microsoft-Dienste: 81 Millionen Hackerangriffe in zwei Wochen

05.07.2026 - 15:16:42 | boerse-global.de

Cloud-Störungen bei Outlook und Teams sowie eine schwerwiegende Sicherheitslücke in Exchange Server belasten Microsoft aktuell massiv.

Microsoft kämpft mit Ausfällen und kritischer Exchange-Lücke
Microsoft-Dienste - Nahaufnahme eines klassischen Computermonitors mit digitaler Fehlermeldung, symbolisiert technische Probleme und Altsysteme. 05.07.2026 - Bild: über boerse-global.de

Technische Pannen und Sicherheitslücken setzen Microsofts Dienste unter Druck. Gleichzeitig steigt die Bedrohung durch Hackerangriffe.

Am ersten Juli-Wochenende kam es zu erheblichen Problemen bei Microsofts Cloud-Diensten. Nutzer von Outlook und Teams konnten zeitweise nicht auf ihre Konten zugreifen. Mehr als 11.000 Anwender meldeten Schwierigkeiten. Die Ursache: Die nordamerikanische Infrastruktur verarbeitete den Netzwerkverkehr nicht wie erwartet. Microsoft gelang es, das Problem zu beheben.

Klassisches Outlook: Copilot-Buttons verschwunden

Parallel zur großen Störung trat ein spezifischer Fehler in der klassischen Windows-Version von Outlook auf. Nutzer mit Basic-Lizenzen berichteten, dass die Schaltflächen für Copilot Chat plötzlich verschwunden waren. Die gute Nachricht: Nutzer von macOS, Webbrowsern oder mobilen Geräten waren nicht betroffen. Auch Premium- und Enterprise-Kunden blieben verschont. Microsoft rollte automatisch einen Fix aus, der die fehlende Funktion wiederherstellte.

Rückblick: Großflächiger Ausfall im April

Die aktuellen Probleme reihen sich in eine Serie von Störungen ein. Bereits am 27. April 2026 hatte eine fehlkonfigurierte Rate-Limiting-Regel für Chaos gesorgt. Private Nutzer erhielten massenhaft HTTP-429-Fehler und konnten sich nicht bei Outlook anmelden. Ironischerweise funktionierten Drittanbieter-Apps wie Apple Mail auf iOS in vielen Fällen weiter. Microsoft brauchte vier Stunden, um die Konfiguration zurückzusetzen – und versprach eine Überprüfung der Verfahren.

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Sicherheitsupdate: Alte Protokolle blockiert

Seit August 2025 blockiert Microsoft 365 Apps Version 2508 standardmäßig das FrontPage RPC (FPRPC)-Protokoll. Der Schritt soll die Angriffsfläche verkleinern, führte aber zu Verbindungsproblemen für Nutzer von WebDAV und älteren SharePoint-Pfaden. Administratoren müssen nun auf vertrauenswürdige Speicherorte oder Gruppenrichtlinien ausweichen, um die Kompatibilität zu gewährleisten.

Kritische Sicherheitslücke: CVE-2026-45504

Sicherheitsforscher haben eine schwerwiegende Schwachstelle in Microsoft Exchange Server aufgedeckt. Die als CVE-2026-45504 geführte Lücke ermöglicht Server-Side Request Forgery (SSRF). Mit einem CVSS-Score von 8,8 können selbst niedrig privilegierte Nutzer lokale Dateien über Outlook Web Access (OWA) auslesen. Da öffentliche Proof-of-Concept-Codes kursieren, sollten Administratoren die verfügbaren Patches umgehend einspielen.

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Bedrohungslage: 81 Millionen Angriffsversuche in zwei Wochen

Die technischen Probleme fallen in eine Zeit massiv zunehmender Angriffe auf Microsoft-365-Konten. Allein in den letzten zwei Wochen verzeichneten Sicherheitsmonitore über 81 Millionen Password-Spraying-Versuche. Am 5. Juli 2026 wurde zudem eine neue Phishing-as-a-Service-Plattform namens ARToken identifiziert. Sie bietet abonnementbasierte Vorlagen für den Diebstahl von Zugangsdaten – gezielt gegen Microsoft-365-Konten. Die Entwicklung zeigt: Die Sicherheitsherausforderungen für die Plattform bleiben enorm.

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