Microsoft Copilot: Zehn neue Funktionen für Office 2026
Veröffentlicht am: 28.07.2026 um 15:12 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der Softwarekonzern Microsoft hat eine umfassende Erweiterung seines KI-Assistenten Copilot für die kommende Office-Generation 2026 angekündigt. Im Zentrum der Aktualisierung steht die Integration mehrerer externer und interner Sprachmodelle sowie die Einführung neuer Automatisierungswerkzeuge, die die Produktivität innerhalb der Microsoft-365-Umgebung signifikant steigern sollen.
Multimodale Strategie und neue Funktionsvielfalt
Ein wesentliches Merkmal der neuen Version von Microsoft Copilot ist die Unterstützung verschiedener KI-Modelle. Neben der Integration von OpenAI GPT 5.6 und Anthropic Claude 5 setzt das Unternehmen verstärkt auf das hauseigene Modell MAI. Letzteres ersetzt laut Unternehmensangaben bei der Bildgenerierung in PowerPoint, Bing und OneDrive die bisher genutzten Lösungen von OpenAI.
Die Liste der zehn neuen Kernfunktionen umfasst unter anderem einen anpassbaren Copilot-Button sowie die Funktion „Allow Actions“ in Outlook. Für PowerPoint-Nutzer wurden die Fähigkeiten zur Präsentationserstellung optimiert und um ein sogenanntes Brand Kit ergänzt, um Markenvorgaben automatisiert einzuhalten. In Excel stehen erweiterte Personalisierungsmöglichkeiten zur Verfügung. Darüber hinaus bietet der Copilot Chat nun Hyperlinking-Funktionen, eine integrierte Planungskomponente sowie vorgefertigte Skills für spezifische Arbeitsabläufe.
Automatisierung durch Copilot Cowork
Mit „Copilot Cowork“ stellt Microsoft eine Funktion vor, die darauf ausgelegt ist, komplexe Aufgaben über verschiedene Microsoft-365-Anwendungen hinweg selbstständig auszuführen. Das System ist in der Lage, E-Mails zu versenden, Besprechungen zu koordinieren, Dokumente zu erstellen und Beiträge in Microsoft Teams zu veröffentlichen. Auch die Dateiverwaltung kann durch das Tool automatisiert werden.
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Die Nutzung von Copilot Cowork setzt eine gültige Copilot-Lizenz sowie die Aktivierung des Anthropic-Modells voraus. Technisch unterstützt die Funktion Prompts mit einer Länge von bis zu 16.000 Zeichen. Nutzer können zudem Dateianhänge verwenden, Befehle per Spracheingabe übermitteln oder Prompts für eine spätere Ausführung planen.
Reaktionen auf Nutzerfeedback und Hardware-Anpassungen
Nicht alle geplanten Neuerungen stießen in der Vergangenheit auf ungeteilte Zustimmung. Microsoft gab bekannt, dass die Funktion „Copilot Search“ für Outlook eingestellt wurde. Diese war ursprünglich im Frühjahr angekündigt worden, wurde jedoch aufgrund negativer Rückmeldungen aus der Nutzerschaft wieder zurückgezogen.
Parallel zur Software-Entwicklung testet Microsoft derzeit eine größere Flexibilität bei der Hardware-Einbindung. In Windows 11 wird aktuell die Möglichkeit erprobt, die dedizierte Copilot-Taste auf Tastaturen mit anderen Funktionen neu zu belegen. Dies ist eine Reaktion auf das Bedürfnis nach einer individuelleren Gestaltung der Arbeitsumgebung.
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Unterstützung für Anwender und Entwickler
Um die Einführung der neuen Werkzeuge zu begleiten, bietet das Unternehmen weltweit kostenlose Schulungen zu den Grundlagen von Microsoft 365 Copilot an. Diese Trainings decken rollenbasierte Themen ab und arbeiten mit Praxisbeispielen, um den Transfer in den Arbeitsalltag zu erleichtern.
Auch für die Entwickler-Community wurden Ressourcen bereitgestellt. In einem aktuellen Fragen-und-Antwort-Format befasste sich das Unternehmen mit insgesamt 1.585 technischen Anfragen. Themenschwerpunkte bildeten dabei unter anderem Agent-Dashboards, Konnektoren für das Microsoft Copilot Studio (MCP), die Integration in Teams sowie spezifische Probleme bei der API-Anbindung.
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