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Microsoft Copilot: Neue einheitliche App mit Autopilot-Agent kommt im August

Veröffentlicht am: 03.07.2026 um 16:15 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Microsoft behebt Bug, der Copilot in Outlook ausblendete. Im August folgt die Zusammenlegung von Verbraucher- und Geschäfts-KI zu einer App.

Microsoft behebt Outlook-Copilot-Fehler und plant KI-Neuordnung
Stilisierte digitale Oberfläche mit abstrakten Daten und leuchtendem Copilot-Symbol, das KI und Softwareintegration darstellt. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Ein Bug ließ die Copilot-Funktionen in der klassischen Outlook-Version verschwinden – der Fix ist da. Der Konzern bereitet parallel die große KI-Neuordnung vor.

Microsoft hat ein technisches Problem behoben, das Nutzer der klassischen Outlook-Version für Windows betraf. Nach einem Update auf Build 20026.20182 oder höher waren die Schaltflächen für Copilot Chat und Copilot bei Anwendern mit einer Copilot Chat (Basic)-Lizenz plötzlich verschwunden. Der Fehler trat offenbar flächendeckend auf.

Fix per Service-Update

Der Konzern reagierte mit einem Service-Change am 29. Juni 2026. Wer das Problem weiterhin sieht, soll die Anwendung neu starten oder auf die aktuellste Build-Version aktualisieren. Als temporäre Workarounds hatten sich zuvor das Zurücksetzen auf Build 16.0.20026.20168 oder der Wechsel zur Web-Version von Outlook bewährt.

Unabhängig davon untersucht Microsoft noch ein separates Stabilitätsproblem: Outlook stürzt ab, wenn bestimmte Sicherheitssoftware parallel läuft.

Einheitliche Copilot-App kommt im August

Die Fehlerbehebung fällt in eine Phase massiver Umstrukturierung. Jacob Andreou, Executive Vice President von Copilot, kündigte an, die bisher getrennten Verbraucher- und Geschäftsvarianten des KI-Assistenten noch im August 2026 zu einer einzigen App zu verschmelzen.

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Die neue Plattform bringt Autopilot mit – einen dauerhaft aktiven, kostenpflichtigen Agenten, der Routineaufgaben automatisiert. Außerdem integriert Microsoft fortschrittliche KI-Coding-Tools. Im Gegenzug fallen wenig genutzte Experimente wie Copilot Podcasts und Copilot Labs weg.

Der Schritt folgt auf eine Reorganisation im März 2026, bei der die KI-Teams für Verbraucher und Unternehmen unter Andreous Führung zusammengelegt wurden. Andere Top-Manager konzentrieren sich seither auf die Entwicklung von Frontier-Modellen und Superintelligenz.

20 Millionen Nutzer – aber Luft nach oben

Die Zahlen zeigen: Copilot wächst, aber die große Welle bleibt aus. Im April 2026 zählte Microsoft 20 Millionen zahlende Copilot-Nutzer – ein Anstieg von 15 Millionen im Januar. Doch das entspricht weniger als 4,5 Prozent der rund 450 Millionen Microsoft-365-Kunden. Die große Mehrheit nutzt die KI-Funktionen also (noch) nicht.

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Neben technischen Neuerungen wie Copilot rücken auch regulatorische Anforderungen immer stärker in den Fokus von Unternehmen. Wer KI-Systeme einsetzt, muss die neuen EU-Vorgaben kennen, um rechtliche Risiken und Sanktionen sicher zu vermeiden. Kostenlosen Umsetzungsleitfaden zur EU-KI-Verordnung herunterladen

Hinzu kommt juristischer Gegenwind. Vor dem US-Bezirksgericht für den Western District of Washington läuft eine Sammelklage wegen Wertpapierbetrugs. Die Kläger werfen Microsoft falsche Angaben zu Copilots Leistungsfähigkeit und zum Wachstum von Azure vor. Sie verweisen auf einen massiven Börsenwertverlust im Januar 2026 und kritisieren die Nutzererfahrung sowie mangelnde Interoperabilität.

Technologisch aufgerüstet

Trotz der Herausforderungen treibt Microsoft die Entwicklung voran. Bereits im Frühjahr integrierte der Konzern Drittanbieter-Frontier-Modelle in Copilot, um im Wettbewerb mit anderen KI-Assistenten nicht zurückzufallen. Die Aktie notierte Anfang Juli 2026 bei rund 386,15 US-Dollar – der Markt beobachtet sowohl die juristischen Verfahren als auch die anstehende Plattformfusion genau.

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