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Microsoft Copilot: Lizenzen ab Dezember 2026 ohne 365-Basisabo

Veröffentlicht am: 30.10.2026 um 13:03 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Ab Dezember 2026 sind Copilot-Angebote separat erhältlich; im CSP-Kanal startet für neue Copilot-Business-Verträge eine nutzungsabhängige Abrechnung.
Ein minimalistischer, moderner Innenraum mit klaren geometrischen Linien und natürlichem Licht, das auf einen Betonboden fällt. Illustration mit AI erstellt.

Microsoft entkoppelt seine KI-Assistenten von bestehenden Softwarepaketen: Ab dem 1. Dezember 2026 sind Microsoft 365 Copilot sowie Copilot Business ohne ein qualifizierendes Microsoft-365-Basisabonnement erhältlich. Wie aus Branchenberichten hervorgeht, bleibt der Preis für die Nutzung dabei unverändert. Bestandskunden müssen vor diesem Hintergrund keine Migration auf die neuen Produktvarianten vornehmen.

Bereits seit dem 16. Oktober 2026 führen die bisherigen Copilot-Produkte in den Systemen den Zusatz „(add-on)“. Ab dem 1. November 2026 werden die eigenständigen Angebote zudem mit separaten Produkt- und SKU-Identifikationsnummern in der Preislisten-Vorschau aufgeführt.

Im Cloud Solution Provider-Kanal (CSP) können Unternehmen ab dem 1. Dezember 2026 keine Neukäufe der bisherigen Add-on-Versionen mehr tätigen. Bestehende Abonnements dieser Art lassen sich jedoch weiterhin regulär verlängern und im Umfang anpassen.

Umstellung auf nutzungsbasierte Abrechnung im Vertriebskanal

Mit den Anpassungen geht auch eine methodische Umstellung einher: Für neue Abschlüsse von Copilot Business über den CSP-Kanal gilt ab dem 1. Dezember 2026 standardmäßig eine nutzungsbasierte Abrechnung. Vordefiniert ist dabei ein monatliches Standardlimit von 4.000 Copilot Credits pro Nutzer, was bei 100 Anwendern einer Obergrenze von bis zu 400.000 Credits im Monat entspricht.

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Während die eigenständigen Angebote uneingeschränkt über alle Segmente hinweg bereitstehen, greift die nutzungsbasierte Abrechnung über den CSP-Vertriebskanal vorerst nicht global. Sie ist zum Start unter anderem in Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, den Niederlanden, Belgien, Polen sowie in Brasilien, Indien, Korea und Australien ausgenommen.

Strukturell vollzieht Microsoft damit einen Schritt hin zu verbrauchsabhängigen Modellen: Autonome digitale Agenten für Unternehmenskunden wechseln von einer pauschalen Flatrate-Lizenzierung auf ein Pay-per-Use-Prinzip.

Finanzchefin Amy Hood merkte dazu an, dass die Einführung nutzungsbasierter Preismodelle außerhalb der Softwareentwicklung voraussichtlich langsamer verlaufen werde, weil dafür Anpassungen bei Vertriebspraktiken sowie eine gezielte Aufklärung der Kunden erforderlich seien.

Zuwächse bei Großkunden und neue Anreize

Dass der Markt auf flexible Abrechnungen reagiert, zeigen die Zahlen zum ersten Quartal des Geschäftsjahres 2027 mit Stichtag 30. September 2026: Die Zahl der Copilot-Kunden mit aktivem Guthabenverbrauch über nutzungsbasierte Abrechnung legte im Quartalsvergleich um 75 Prozent zu. Die Zahl der Großkunden mit mehr als 50.000 lizenzierten Copilot-Arbeitsplätzen verzeichnete im Jahresvergleich ein Wachstum um mehr als das Achtfache.

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Um die Einführung weiter zu beschleunigen, kündigte Microsoft für den CSP-Kanal am 21. Oktober 2026 eine bis zum 31. Dezember 2026 befristete Werbeaktion für Kapazitätspakete von Copilot Studio an. Unter der Bezeichnung „Buy-5-Get-5“ verdoppelt der Konzern berechtigte Pakete über einen Zeitraum von zwölf Monaten im Verhältnis eins zu eins für bis zu fünf Einheiten.

Voraussetzung dafür ist die Neubuchung von mindestens 300 jährlichen Lizenzen für das Paket Microsoft 365 E7 – welches E5, Copilot, die Entra Suite sowie Agent 365 bündelt – sowie mindestens fünf jährlichen Kapazitätspaketen mit Abrechnung über ein aktives Azure-Abonnement.

Jedes Paket umfasst monatlich 25.000 Credits, womit Microsoft maximal bis zu 125.000 zusätzliche Credits monatlich beisteuert, was 1,5 Millionen Einheiten über das Gesamtjahr entspricht.

Zudem beabsichtigen Führungskräfte des Konzerns Berichten zufolge, Vertriebsmitarbeitern künftig Rabatte zwischen 30 und 50 Prozent für Enterprise-Kunden einzuräumen. Bedingung für diese Nachlässe ist die vertragliche Abnahme hoher Lizenzzahlen bei gleichzeitiger separater Vergütung bestimmter Funktionsnutzungen.

Vorgesehen ist dies in Kombination mit einer neuen Copilot-Anwendung, die Programmierwerkzeuge und erweiterte Agentenfunktionen bündelt und einzelne Features nach Verbrauch abrechnet.

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