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Microsoft Copilot: KI-Agenten steuern erstmals Desktop-Apps autonom

Veröffentlicht am: 01.10.2026 um 23:48 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Microsoft erweitert Copilot um autonome Agenten, nutzungsbasierte Abrechnung und KI-Funktionen für Windows sowie GitHub.

Microsoft Copilot steuert Desktop-Apps und führt Aufgaben autonom aus
Ein minimalistischer, moderner Konferenzraum mit Glaswänden und Blick auf eine verschwommene nächtliche Stadtlandschaft. Illustration mit AI erstellt.

Microsoft hat ein umfassendes Update für seinen KI-Assistenten Copilot vorgestellt, das dem System erstmals ermöglicht, eigenständig mit Desktop-Anwendungen zu interagieren und Aufgaben autonom auszuführen. Die Neuerung markiert einen deutlichen Schritt weg vom reinen Chat-Assistenten hin zu einem Werkzeug, das aktiv in Programme eingreift.

Neue Struktur mit drei Bereichen

Im Zuge des Updates gliederte Microsoft Copilot in drei Bereiche neu: „Home“ für klassische Chat- und Kollaborationsfunktionen, „Code“ für die Erstellung von Anwendungen sowie „Autopilot“ für autonome Agenten, die Aufgaben selbstständig übernehmen.

Für das „Autopilot“-Feature, das zuvor unter dem Namen „Scout“ bekannt war, startete Microsoft eine private Vorschau, über die ausgewählte Nutzer die Steuerung autonomer Agenten testen können. Parallel dazu ging das „Copilot Code“-Frontier-Programm an den Start.

Ebenfalls Teil der Ankündigung war die öffentliche Vorschau der „Copilot Managed Runtime“. Diese erlaubt es, von der KI generierte Anwendungen innerhalb der Grenzen eines Microsoft-365-Tenants auszuführen – ein Schritt, der insbesondere für Unternehmen mit Sicherheits- und Compliance-Anforderungen relevant sein dürfte.

Abrechnung wird nutzungsbasiert

Mit den neuen Funktionen ändert Microsoft laut einem Bericht auch das Preismodell für die Bereiche „Cowork“, „Code“ und „Autopilot“: Statt einer festen monatlichen Gebühr greift künftig eine nutzungsbasierte Abrechnung. Für Unternehmenskunden dürfte dies bedeuten, dass sich die Kosten stärker nach dem tatsächlichen Einsatz der autonomen Agenten richten, statt nach einer pauschalen Lizenzgebühr.

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GitHub bringt eigene Steuerungsfunktion

Im selben Zeitraum stellte auch GitHub, die Entwicklerplattform von Microsoft, eine verwandte Funktion vor: „GitHub Copilot Computer Use“ ist ab sofort in öffentlicher Vorschau in der Copilot CLI sowie in der GitHub Copilot App für macOS und Windows verfügbar.

Die Funktion erlaubt es der KI, Inhalte von Anwendungen zu lesen, auf Steuerelemente zu klicken, Text einzugeben, Tastaturbefehle auszuführen sowie zu scrollen und Elemente per Drag-and-drop zu verschieben.

GitHub betonte dabei Sicherheitsvorkehrungen: Bevor die KI die Kontrolle über eine Anwendung übernimmt, muss der Nutzer dies explizit freigeben. Organisationen haben zudem die Möglichkeit, das Feature komplett zu deaktivieren.

Auch Windows 11 erhält KI-Funktionen

Parallel zu den Copilot-Neuerungen berichteten Fachmedien, dass Microsoft KI-Bildbearbeitung und automatische Dokumentenzusammenfassungen in den Datei-Explorer von Windows 11 integriert. Diese Funktionen stehen jedoch nur Nutzern zur Verfügung, die über eine Microsoft-365- oder Copilot-Lizenz verfügen.

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Die Summe der Ankündigungen zeigt, dass Microsoft Copilot zunehmend von einem reinen Assistenz-Tool zu einem System weiterentwickelt, das direkt in Arbeitsabläufe auf Desktop- und Entwicklerebene eingreift. Mit der gleichzeitigen Einführung bei Windows, Microsoft 365 und GitHub bindet der Konzern die KI-Steuerung tief in sein gesamtes Software-Ökosystem ein.

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