Microsoft, Copilot

Microsoft Copilot: E-Mails, Teams-Chats und Meeting-Transkripte im Zugriff

Veröffentlicht am: 30.10.2026 um 17:14 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Ein ausgerolltes Update erweitert Copilots Datenzugriff in berechtigten Microsoft-365-Konten abhängig von der Lizenz.
Ein minimalistischer, lichtdurchfluteter moderner Büroraum mit leeren Stühlen und Holztischen ohne sichtbare Technik. Illustration mit AI erstellt.

Der Softwarekonzern Microsoft hat die Datenverarbeitung seines KI-Assistenten Copilot innerhalb von Arbeits- und Schulumgebungen grundlegend erweitert.

Nach einer Ankündigung im Microsoft-365-Admin-Center vom 26. Oktober 2026 ist ein entsprechendes Update bereits für berechtigte Organisationen ausgerollt worden. Dadurch greift die Anwendung auf ein deutlich breiteres Spektrum an Kommunikationsinhalten zu, ohne dass Anwender dafür jedes Mal einen gesonderten Analyseauftrag erteilen müssen.

Automatischer Einbezug von Kommunikation und Transkripten

Mit der Neuerung verarbeitet Microsoft Copilot Inhalte aus E-Mails, Chats im Kollaborationsdienst Teams sowie Transkripte von Online-Meetings eigenständig im Hintergrund. Bislang setzte die Einbeziehung solcher Informationen meist eine konkrete Nachfrage oder gezielte Verknüpfung durch den jeweiligen Nutzer voraus.

Durch die Umstellung bezieht das System den Kontext laufender Unterhaltungen und Besprechungen automatisch ein, um Arbeitsabläufe zu unterstützen und Informationen bereitzustellen.

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Die geänderte Funktionalität greift nach Unternehmensangaben ausschließlich bei berechtigten Microsoft-365-Arbeits- oder Schulkonten, die über einen entsprechenden Copilot-Plan verfügen. Für private Nutzungskonten gelten diese Einstellungen demnach nicht.

Lizenzstatus bestimmt den Umfang der Datenquellen

Welche Datenbestände dem Assistenten genau zur Verfügung stehen, hängt maßgeblich vom gebuchten Lizenzmodell ab. Nutzer, die über keine entsprechende Zusatzlizenz verfügen, greifen auf einen eingeschränkten Funktionsumfang zurück. In diesem Fall verarbeitet der Dienst als Arbeitsdaten lediglich solche Dateien, die explizit hochgeladen wurden.

Liegt hingegen eine vollwertige Zusatzlizenz vor, erweitert sich der Datenpool drastisch: Copilot verknüpft in diesem Szenario Dateien, E-Mails, Chats und aufgezeichnete Besprechungen automatisch. Administratoren und Anwender in Unternehmen stehen damit vor neuen Rahmenbedingungen bezüglich der Transparenz und der internen Datenflüsse.

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Microsoft rät zur Überprüfung des Wissensstands

Angesichts der tiefgreifenden Erfassung betrieblicher Kommunikationswege thematisiert der Anbieter auch den Umgang mit den gesammelten Inhalten. Microsoft empfiehlt Anwendern, den aktuellen Kenntnisstand des Assistenten aktiv abzufragen. Nutzer können das System über eine entsprechende Eingabe auffordern offenzulegen, was es über die eigene Person weiß.

Sollten sich dabei als überflüssig oder unpassend empfundene Einträge finden, rät das Unternehmen dazu, diese Datenbestände gezielt zu entfernen. Auf diese Weise sollen Nutzer die Kontrolle darüber behalten, welche historischen Fragmente und Gesprächsinhalte in künftige Antworten der künstlichen Intelligenz einfließen.

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