Microsoft Copilot: Bildgenerierung seit 16. Juni ausgefallen
18.06.2026 - 06:16:17 | boerse-global.de
Der Technologieriese Microsoft erlebt eine turbulente Woche: Während neue KI-Agenten auf den Markt kommen, kämpfen Nutzer mit massiven Störungen bei der Bildgenerierung.
Bildgenerierung ausgefallen – Backend-Systeme offline
Seit dem 16. Juni 2026 haben Anwender von Microsoft Copilot auf Windows, iPad und im Web Probleme mit der Bilderstellung. Bereits generierte Bilder werden nicht mehr angezeigt – stattdessen erscheint ein generisches Kamera-Symbol. Neue visuelle Inhalte lassen sich gar nicht erst erstellen.
Anzeige: Seit dem 16. Juni kämpfen Nutzer mit dem Ausfall der Bildgenerierung in Copilot – und seit Juni kostet der Zugang 30 Euro pro Nutzer und Monat. Dieser Praxis-Guide zeigt, wie Sie den Ausfall überbrücken, die neuen Kosten kontrollieren und das Windows-Update KB5094126 ohne Kompatibilitätsprobleme meistern. Jetzt kostenlosen Praxis-Guide anfordern
Der Fehler liegt auf Serverseite, wie der Konzern bestätigte. Das Backend-System für die Bildgenerierung sei vorübergehend nicht erreichbar. Lokale Einstellungen auf den Geräten der Nutzer seien nicht die Ursache.
Neue autonome Agenten – aber nur gegen Aufpreis
Parallel zu den Störungen erreichte Microsoft am 16. Juni einen wichtigen Produktmeilenstein: Die allgemeine Verfügbarkeit von Microsoft 365 Copilot Cowork. Dieser autonome KI-Agent erledigt komplexe Aufgaben über mehrere Programme hinweg – vom E-Mail-Management über Terminplanung bis zur Dokumentenerstellung.
Die Einführung dieser Funktionen fällt mit einer grundlegenden Änderung der Preisstrategie zusammen. Seit Anfang Juni sind die Copilot-Funktionen in Word, Excel, PowerPoint und OneNote für Geschäfts- und Bildungskunden kostenpflichtig. Der Zugang kostet 30 Euro pro Nutzer und Monat. Während der Copilot Chat weiterhin ohne diese Gebühr nutzbar bleibt, arbeiten die erweiterten Cowork-Funktionen nach einem verbrauchsbasierten Modell mit sogenannten „KI-Einheiten". Überschreitungen kosten 0,04 Euro pro Einheit.
Windows-Update sorgt für Kompatibilitätsprobleme
Das Juni-Update KB5094126 bereitet zusätzlich Kopfzerbrechen. Microsoft bestätigte Kompatibilitätsprobleme mit Drittanbieter-Programmen, die auf OLE-Automation setzen, um Office-Anwendungen zu starten. Besonders betroffen: Software aus Rechtsanwaltskanzleien, Zahnarztpraxen und Forschungseinrichtungen. Diese Anwendungen können Word, Excel oder Access nicht mehr automatisch öffnen.
Als Übergangslösung empfiehlt Microsoft, die Office-Programme direkt zu starten. Ein permanenter Patch ist in Arbeit.
Neue Bedienoberfläche für KI-Funktionen
Gleichzeitig arbeitet Microsoft an der Benutzeroberfläche. Seit April rollt der Konzern einen einheitlichen „Copilot Dynamic Action Button" in den wichtigsten Office-Programmen aus. Das neue Element lässt sich in der Menüleiste andocken oder verschieben. Neue Tastenkombinationen begleiten die Einführung: Alt+C unter Windows, Cmd+Ctrl+I auf dem Mac.
Anzeige: Das Windows-Update KB5094126 blockiert OLE-Automation – besonders betroffen sind Rechtsanwaltskanzleien und Zahnarztpraxen. Dieser Leitfaden liefert die Übergangslösung und zeigt, wie Sie Copilot-Alternativen nutzen, während die Bildgenerierung offline ist. OLE-Kompatibilitäts-Guide jetzt sichern
Sicherheitslücken geschlossen
Vor den aktuellen Serviceproblemen hatte Microsoft mehrere kritische Sicherheitslücken geschlossen. Forscher hatten zwei Schwachstellen namens „SearchLeak" (CVE-2026-42824) und „EchoLeak" (CVE-2025-32711) aufgedeckt. Sie hätten es Angreifern ermöglichen können, über manipulierte Dokumente oder E-Mails sensible Daten abzugreifen – darunter Multi-Faktor-Authentifizierungscodes oder interne SharePoint-Dokumente.
Microsoft lieferte im Mai 2026 serverseitige Patches aus. Nach Unternehmensangaben gab es keine bekannten Fälle, in denen die Lücken vor der Schließung ausgenutzt wurden.
