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Microsoft Copilot: Agent 365 bringt neue Kontrollen für KI-Agenten

Veröffentlicht am: 03.10.2026 um 19:14 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Agent 365 bündelt die Verwaltung von Unternehmensagenten; Microsoft passt zudem Copilot-Funktionen, Datenschutzoptionen und Abrechnungsstart an.

Microsoft steuert Copilot-Agenten mit neuen Kontrollen und Abrechnungsregeln
Ein minimalistisch gestalteter, leerer Büroraum mit großen Fensterfronten und Blick auf eine nächtliche Stadtlandschaft. Illustration mit AI erstellt.

Microsoft führt neue Governance- und Nutzungskontrollen für Copilot ein, um die Interaktion von Anwendern mit KI-Agenten in Unternehmen gezielt zu steuern. Die neuen Mechanismen sollen Organisationen mehr Aufsicht über autonome und unterstützende Software-Agenten geben und klare administrative Rahmenbedingungen für deren Einsatz schaffen.

Im Zentrum der Überwachung steht Agent 365, ein Dashboard zur Verwaltung von Unternehmens-KI-Agenten, das als Bestandteil von Microsoft 365 E7 bereitgestellt wird.

Für GCC-Umgebungen stellte Microsoft das Dashboard am 1. Oktober 2026 bereit. Zur Absicherung weist Microsoft Entra Agent ID jedem Agenten eine eigene Identität zu, während Microsoft Purview sensible Daten schützen und die Einhaltung regulatorischer Vorgaben gewährleisten soll.

Am 2. Oktober 2026 sprach das Unternehmen die Empfehlung aus, für Agenten dedizierte Identitäten, begrenzte Zugriffsrechte und lückenlose Aktivitätsprotokolle einzurichten. Vasu Jakkal von Microsoft wies darauf hin, dass Microsoft Security täglich mehr als 100 Billionen Signale verarbeite, über 1,6 Millionen Kunden sowie mehr als 1 Milliarde Identitäten schütze und über 24 Milliarden Copilot-Interaktionen absichere.

CEO Satya Nadella betonte Ende September 2026, dass Copilot als neues Betriebssystem für die Arbeit fungiere und die Handlungen von Agenten zwingend durch Unternehmensrichtlinien gesteuert werden müssten.

Neue Agenten-Funktionen und Hosting-Strukturen

Parallel zu den Aufsichtsfunktionen kündigte Microsoft die Copilot-Erweiterungen Home, Code und Autopilot an, deren Abrechnung nutzungsbasiert erfolgen soll.

Während Home Fragen, Recherchen und Textentwürfe mit Word, Excel und PowerPoint zusammenführt, erstellt die Funktion Code mithilfe von Technologie aus GitHub Copilot eigenständig Anwendungen, Dashboards und Workflows per natürlicher Sprache. Bei Autopilot handelt es sich um einen proaktiven Agenten für die autonome Erledigung von Aufgaben.

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Für die technische Basis verknüpfen Work IQ und Fabric IQ Copilot mit Datenbeständen aus Dynamics 365 und der Power Platform. Über die Copilot Managed Runtime stellt Microsoft eine Hosting-Umgebung bereit, die Identitätszugriffe, Versionskontrolle sowie eine Integration von Work IQ umfasst.

Anpassungen bei Abrechnung, Datenverarbeitung und Datenschutz

Bei den administrativen Einstellungen führt Microsoft die Option zur Nutzung von Microsoft-Nutzungsdaten ein. Diese zieht Informationen aus Bing, MSN und Edge heran, um Antworten zu personalisieren.

Nach Angaben des Unternehmens fließen diese Daten weder in das Training von KI-Modellen noch in zielgerichtete Werbung ein. Nutzer können die Funktion in den Memory-Optionen von Copilot deaktivieren, die Personalisierung komplett abschalten oder gespeicherte Erinnerungen manuell entfernen.

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Im Cloud-Solution-Provider-Programm (CSP) verschob Microsoft den Beginn der standardmäßigen verbrauchsbasierten Abrechnung für neue Microsoft 365 Copilot Business-Abonnements vom 2. November auf den 1. Dezember 2026. Ab dem 2. November 2026 sollen Partner-Center-Sandboxen für Tests bereitstehen.

Copilot-Business-Pläne liegen preislich zwischen 18 und 32 US-Dollar je Nutzer und Monat. Das standardmäßige Ausgabenlimit ist auf 4.000 Copilot Credits je Nutzer und Monat festgelegt, was etwa 40 US-Dollar entspricht; bei 100 Nutzern beläuft sich das Limit somit auf bis zu 400.000 Credits monatlich.

Partner können dieses Limit anpassen oder auf null setzen. Abgerechnet wird der tatsächliche Verbrauch, der unter anderem für Copilot Cowork, Work IQ APIs und GitHub Copilot Harness anfällt.

Azure-Abonnements werden bei Vertragsabschluss standardmäßig eingerichtet. Der Rollout beginnt in ausgewählten Märkten, spart jedoch Länder wie Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, die Niederlande, Belgien, Polen, Brasilien, Indien, Korea und Australien vorerst aus.

Zudem führt der Konzern für Dataverse eine Massenverarbeitung bestehender Datensätze über Prompt-Spalten ein. Die Funktion läuft als asynchroner Hintergrundjob über Copilot- oder AIB-Credits. Die öffentliche Vorschau soll weltweit Mitte Oktober 2026 starten und Anfang November enden, während die allgemeine Verfügbarkeit weltweit sowie für GCC und GCC High im Verlauf des Novembers 2026 geplant ist.

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