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Microsoft Copilot: 95,3% Adoption bei Finnet, 1-3 Stunden Ersparnis

30.06.2026 - 16:33:53 | boerse-global.de

Microsoft stattet Copilot mit erweiterten Funktionen für Dokumente und Tabellen aus. Unternehmen wie Finnet berichten von hohen Produktivitätssteigerungen.

Microsoft Copilot: Neue KI-Funktionen für Word, Excel und Teams
Microsoft - Holografische Projektion von Microsoft Word und Excel über einem modernen Schreibtisch, die KI-gestützte Dokumenterstellung zeigt. 30.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Microsoft rüstet seinen KI-Assistenten Copilot mit umfangreichen neuen Funktionen für Unternehmen auf.

Der Softwarekonzern hat am heutigen Dienstag eine Reihe von Neuerungen für seine KI-Produktivitätsassistenten vorgestellt. Die Updates zielen auf eine tiefere Integration in Microsoft 365 ab und ermöglichen anspruchsvollere Aufgaben bei der Dokumentenerstellung, Tabellenanalyse und Meeting-Verwaltung.

KI-gestützte Dokumente und Tabellen

Die neuen Funktionen in Microsoft Word erlauben es Nutzern, professionelle Geschäftsformulare wie Rechnungen und Verträge per KI generieren zu lassen. Copilot erstellt dabei erste tabellenbasierte Layouts, die Anwender anschließend manuell an ihre Markenrichtlinien anpassen können.

Bereits gestern eingeführte Updates erweitern die Möglichkeiten in Microsoft Excel. Der Assistent unterstützt nun benutzerdefinierte Formatierungsregeln, darunter spezifische Datumsformate und Tabellenstile. Auch Alternativen zu klassischen Werkzeugen wie der Funktion "Zentrieren über Auswahl" sind integriert. Die Einstellungen synchronisieren sich über das Microsoft-Konto – geteilte Dateien behalten jedoch ihre Standardeinstellungen, um die Zusammenarbeit nicht zu beeinträchtigen.

Unternehmen setzen auf KI-Automatisierung

Das Finanzdienstleistungsunternehmen Finnet ist nach einem Pilotprogramm vollständig auf Microsoft 365 Copilot Business umgestiegen. Die Ergebnisse sind beeindruckend: 95,3 Prozent der Mitarbeiter nutzen den Assistenten aktiv und sparen täglich zwischen einer und drei Stunden. Carlos Danilo Pereira Tomaz, Chief Information Security Officer bei Finnet, betont die Bedeutung von Microsoft Purview und Entra ID für Sicherheit und Governance im Finanzsektor.

Ein weiteres Beispiel liefert Extrada Tech: Dort nutzen Technology Architects Copilot Studio und AI Builder, um Feldnotizen von Kundenbesuchen automatisiert in strukturierte Berichte für den Chief Technology Officer umzuwandeln. Die Bearbeitungszeit sank von rund zwei Stunden auf unter zwei Minuten. Die standardisierten Entwürfe werden zentral in SharePoint gespeichert.

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Auch geografisch wächst die Unterstützung: Liquid Intelligent Technologies Zimbabwe erhielt gestern die Microsoft Copilot Specialisation. Die Auszeichnung befähigt das Unternehmen, Firmen aus Bergbau, Gesundheitswesen und öffentlichem Sektor bei der Planung KI-gesteuerter Digitalisierungsprojekte zu beraten.

Wettbewerb zieht nach

Die gesamte Branche erlebt einen Schub bei KI-gestützten Dokumententools. ONLYOFFICE veröffentlichte gestern DocSpace Developer 3.7, das KI-Agenten die Erstellung von DOCX-Dateien, PDF-Formularen und PowerPoint-Präsentationen ermöglicht. Neu integriert sind Anbieter wie Google AI und xAI. Formularräume können Antworten direkt an externe Datenbanken übermitteln.

SAP kündigte an, dass seine Joule-Agenten ab Juni 2026 für Beschaffungsplattformen wie Ariba und Fieldglass allgemein verfügbar sein werden. Die Agenten unterstützen bei der Vertragserstellung und der dialogbasierten Erfassung von Beschaffungsanfragen. Im Designbereich aktualisierte Anthropic am 28. Juni Claude Design – Teams können nun KI-generierte Prototypen als PDF und PowerPoint exportieren und mit Plattformen wie Canva und Adobe verbinden.

Infrastruktur und Regulierung

Microsoft treibt zudem die Integration von KI direkt in Windows 11 voran. Das Unternehmen plant, lokale KI-Workloads auf über 500 Millionen PCs zu ermöglichen. Modelle wie Phi Silica sollen Aufgaben wie die Zusammenfassung von E-Mails übernehmen, ohne Daten vom Gerät zu senden.

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Die Ausrollstrategie stößt jedoch auf regulatorische Hürden. Die italienische Wettbewerbsbehörde AGCM leitete am 26. Juni eine Untersuchung gegen Microsoft ein. Grund ist die automatische Installation der Copilot-App auf kommerziellen Geräten, die am 15. Juni über den Office Click-to-Run-Updater begann. Der Europäische Wirtschaftsraum ist aufgrund des Digital Markets Act weitgehend von dieser automatischen Installation ausgenommen. Die Prüfung betrifft Bedenken zur Produktbündelung sowie berichtete Preiserhöhungen von bis zu 30 Prozent.

Weitere Updates sind für die zweite Jahreshälfte 2026 geplant: Eine Überarbeitung der Microsoft Teams-Meetingsteuerung bis August, die Einstellung von Exchange Web Services am 1. Oktober sowie KI-generierte Meeting-Zusammenfassungen ohne vollständiges Transkript ab dem 1. Juli.

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