Microsoft ändert OneDrive in Apple Files: SharePoint entfällt
Veröffentlicht am: 22.08.2026 um 05:42 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Microsoft hat eine umfassende Aktualisierung der OneDrive-Anbindung an die Apple-eigene Dateien-App unter iOS angekündigt. Die Neuerungen, die seit dem 20. August 2026 weltweit ausgerollt werden, zielen primär auf eine stabilere Systemleistung und eine verbesserte Transparenz bei der täglichen Datenverwaltung auf mobilen Endgeräten ab. Damit reagiert der Softwarekonzern auf die Anforderungen von Anwendern, die für ihre Arbeitsabläufe auf eine reibungslose Synchronisation zwischen verschiedenen Plattformen angewiesen sind.
Verbesserte Statusanzeigen und höhere Systemstabilität
Im Zentrum des Updates stehen technische Optimierungen, welche die Zuverlässigkeit der Integration erhöhen sollen. Ein wesentlicher Kritikpunkt bei der Nutzung von Cloud-Diensten innerhalb von Drittanbieter-Apps war in der Vergangenheit oft die mangelnde Rückmeldung über den aktuellen Verarbeitungsstatus. Microsoft begegnet diesem Problem nun mit der Einführung klarerer Status- und Fortschrittsanzeigen innerhalb der iOS-Dateien-App.
Durch diese präziseren Informationen können Nutzer künftig unmittelbar nachvollziehen, ob eine Datei erfolgreich hochgeladen wurde, sich noch in der Synchronisation befindet oder ob Fehler bei der Übertragung aufgetreten sind. Der weltweite Rollout dieser Funktionen hat bereits begonnen. Nach Angaben des Unternehmens soll die Verteilung der Updates schrittweise erfolgen und bis Mitte September 2026 vollständig abgeschlossen sein.
Wegfall direkter SharePoint-Integration in Apple Files
Parallel zu den funktionalen Verbesserungen bringt das Update jedoch auch signifikante Änderungen in der Darstellung bestimmter Inhalte mit sich. Nutzer, die bisher direkt über die iOS-Dateien-App auf schreibgeschützte geteilte OneDrive-Ordner oder SharePoint-Bibliotheken zugegriffen haben, müssen sich auf eine Umstellung ihrer Workflows einstellen.
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Im Zuge der Systemaktualisierung werden diese spezifischen Inhalte nicht mehr unmittelbar innerhalb der Apple-Dateien-Umgebung aufgeführt. Dies betrifft laut Microsoft explizit jene Verzeichnisse und Bibliotheken, für die der jeweilige Anwender lediglich Leserechte besitzt. Die Änderung zielt darauf ab, die Komplexität der Dateistruktur innerhalb der nativen Apple-Schnittstelle zu reduzieren und die Performance der Kernfunktionen zu sichern.
Alternative Zugriffswege für freigegebene Inhalte
Trotz der veränderten Darstellung in der Dateien-App bleibt der Zugriff auf die betroffenen Datenbestände weiterhin gewährleistet, erfordert jedoch den Wechsel der Anwendung oder der Konfiguration. Anwender, die auf schreibgeschützte Ordner oder SharePoint-Inhalte zugreifen müssen, werden künftig auf die dedizierte OneDrive-App verwiesen. Dort stehen sämtliche geteilten Ressourcen weiterhin im vollen Umfang zur Verfügung.
Zudem besteht die Möglichkeit, die Funktion „Zu OneDrive hinzufügen“ zu nutzen. Durch diesen Schritt können freigegebene Verzeichnisse so in die eigene Ordnerstruktur integriert werden, dass sie unter Umständen wieder für andere Systemdienste sichtbar werden.
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Microsoft betont, dass diese Anpassungen notwendig seien, um die langfristige Zuverlässigkeit der Integration in das Apple-Ökosystem zu gewährleisten und gleichzeitig die Integrität der Synchronisationsprozesse zu wahren. Die kommenden Wochen bis zum Abschluss des Rollouts im September dienen dabei als Übergangsphase für Unternehmenskunden und Privatanwender.
