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Microsoft: 398 Sicherheitslücken behoben, SCCM-Hotfix nur Teilfix

Veröffentlicht am: 16.08.2026 um 20:42 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Microsoft behebt 398 Schwachstellen, darunter eine aktiv ausgenutzte Lücke. Der ConfigMgr-Hotfix schließt nur eine von vier RCE-Lücken, die vollständige Lösung folgt im Oktober.

Microsoft Sicherheitsupdate: 398 Lücken geschlossen, ConfigMgr-Hotfix für kritische RCE-Kette
IT-Administrator arbeitet an einer Workstation in einem modernen Serverraum mit blau beleuchteten Serverschränken. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Microsoft hat ein umfangreiches Sicherheitsupdate veröffentlicht, das fast 400 Schwachstellen in seinen Systemen adressiert. Das Paket umfasst insgesamt 398 Korrekturen für das Betriebssystem Windows sowie die dazugehörige Software-Infrastruktur.

Ein besonderer Fokus liegt bei diesem Upgrade-Paket auf einer Sicherheitslücke, die nach vorliegenden Berichten bereits aktiv von Angreifern ausgenutzt wurde, was die Dringlichkeit der Installation für Unternehmen unterstreicht.

Parallel zu diesem allgemeinen Update-Prozess rückte in den vergangenen Tagen die Systems-Management-Lösung Microsoft Configuration Manager (ConfigMgr), vielen Administratoren noch unter der früheren Bezeichnung SCCM bekannt, in den Fokus der Sicherheitsabteilungen. Der Softwarekonzern reagierte hier mit der Bereitstellung eines spezifischen Hotfixes auf eine kritische Bedrohungslage.

Teilweise Behebung einer gefährlichen Angriffskette

Der neu veröffentlichte Hotfix mit der Kennzeichnung KB38232642 dient der Schließung der Schwachstelle CVE-2026-47301. Diese Sicherheitslücke weist einen CVSS-Wert von 8.8 auf, was sie als hohes Risiko für die IT-Infrastruktur einstuft. Von der Problematik betroffen sind laut Herstellerangaben die Configuration-Manager-Versionen 2603, 2509 sowie 2503.

Die Veröffentlichung dieses Patches deckt jedoch nur einen Teilbereich eines weitaus komplexeren Sicherheitsproblems ab. Die Schwachstelle wurde ursprünglich von dem Sicherheitsforscher Omri Baso identifiziert.

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Seine Untersuchungen offenbarten eine Kette von insgesamt vier Schwachstellen, die zusammengenommen eine Remotecodeausführung (RCE) ermöglichen könnten. Während der aktuelle Hotfix nun eine Komponente dieser Kette neutralisiert, bleiben die weiteren drei Schwachstellen zum gegenwärtigen Zeitpunkt bestehen.

Vollständige Lösung erst für den Herbst angekündigt

Für IT-Verantwortliche und Systemadministratoren bedeutet die aktuelle Lage, dass trotz der Installation des Hotfixes weiterhin ein Restrisiko besteht. Die vollständige Schließung der von Omri Baso entdeckten RCE-Kette ist derzeit noch nicht erfolgt.

Nach aktuellen Planungen wird eine umfassende Behebung aller identifizierten Lücken erst mit der kommenden ConfigMgr-Version 2609 erwartet. Diese Version soll im Oktober 2026 erscheinen. Bis zu diesem Zeitpunkt müssen Unternehmen damit kalkulieren, dass drei der vier beteiligten Schwachstellen in den betroffenen Systemversionen ungepatcht bleiben.

Das umfangreiche Update-Paket von Anfang der Woche verdeutlicht den massiven Aufwand, den der Konzern betreiben muss, um die Integrität seiner Plattformen zu gewährleisten. Mit fast 400 behobenen Fehlern in einem einzigen Zyklus zeigt sich die anhaltende Komplexität moderner Software-Ökosysteme.

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Da eine der behobenen Lücken bereits in freier Wildbahn für Angriffe genutzt wurde, raten Experten zur unverzüglichen Prüfung und Anwendung der bereitgestellten Sicherheitsmaßnahmen.

Im Falle des Configuration Managers unterstreicht die Situation jedoch auch die Herausforderungen für die Cybersicherheit, wenn komplexe Angriffsszenarien über mehrere Schwachstellen hinweg erst schrittweise über mehrere Monate hinweg vollständig entschärft werden können.

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