Microsoft 365: Targeted Release endet im Januar 2027 vollständig
Veröffentlicht am: 07.11.2026 um 04:14 Uhr | Redaktion boerse-global.deMicrosoft ordnet die Bereitstellung neuer Funktionen in Microsoft 365 grundlegend neu. Wie aus Berichten von Anfang November 2026 hervorgeht, stellt das Unternehmen das bisherige Targeted-Release-Programm im Januar 2027 vollständig ein. Als Nachfolgemodell setzt der Konzern künftig auf eine Strukturierung in die drei Schienen Frontier, Standard Release und Deferred Release.
Für IT-Verantwortliche beginnen die praktischen Auswirkungen bereits vor dem endgültigen Auslaufen: Seit November 2026 können Administratoren keine Benutzer mehr zum Targeted Release hinzufügen, daraus entfernen oder deren Zuweisungen ändern.
Das dreistufige Modell: Frontier, Standard und Deferred Release
An die Stelle des bisherigen Programms treten drei differenzierte Veröffentlichungswege. Die Schiene Frontier richtet sich an Organisationen, die Funktionen bereits vor der allgemeinen Verfügbarkeit einsetzen möchten.
Diese Vorabversionen werden ohne Service Level Agreement bereitgestellt und müssen von Administratoren separat aktiviert werden. Frontier arbeitet unabhängig von den regulären Veröffentlichungskanälen für allgemein verfügbare Funktionen.
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Für den regulären Produktivbetrieb dient weiterhin das Standard Release. Ergänzt wird dieses durch das Deferred Release, welches als Major Update oder Deferred Feature gekennzeichnete Neuerungen um etwa 30 Tage nach Beginn der weltweiten Verteilung zurückhält.
Maßgeblich für diese Spanne ist der Start der Bereitstellung, nicht deren Abschluss. In speziellen Cloud-Umgebungen für den öffentlichen Sektor – GCC, GCC High und DoD – bleibt die Auswahl vorerst begrenzt; dort steht gegenwärtig ausschließlich das Standard Release zur Verfügung.
Erweiterung von Frontier und Vorgaben für Administratoren
Parallel zu den Einschränkungen beim Targeted Release baut Microsoft das Frontier-Programm aus. Ab November 2026 umfasst Frontier neben Copilot auch Public-Preview-Funktionen für Microsoft Teams, das neue Outlook für Windows sowie OneDrive und SharePoint.
Die Bereitstellung erfolgt über ein Administrator-gesteuertes Opt-in. Eine Copilot-Lizenz ist für die Registrierung nicht erforderlich, wohl aber eine Lizenz für das jeweilige Produkt, dessen Testfunktionen bezogen werden sollen.
Bereits aktive Frontier-Nutzer müssen sich nicht erneut anmelden. Microsoft nimmt jedoch keine automatische Überführung von Targeted-Release-Nutzern in das Frontier-Modell vor.
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Wenn Administratoren nicht selbst aktiv werden, gilt für die betroffenen Anwender nach dem Auslaufen die im Mandanten hinterlegte Voreinstellung zwischen Standard und Deferred Release. Die Einrichtung von Frontier wird im Microsoft 365 Admin Center über den Bereich Copilot, Einstellungen, Alle anzeigen und Copilot Frontier gesteuert.
Betroffene Dienste und technische Rahmenbedingungen
Die Umstellung betrifft zentrale Dienste der Plattform: Eingebunden sind Teams, OneDrive, SharePoint Online, Outlook im Web, das neue Outlook für Windows, Office für das Web sowie das Microsoft 365 Admin Center. Ausdrücklich nicht betroffen sind die Update-Kanäle der Microsoft 365 Apps.
Verantwortlich für die Konfiguration sind Administratoren mit den Rollen Office Apps Admin, Security Admin oder AI Admin. Ausnahmeregelungen lassen sich für bis zu 10.000 Benutzer über Sicherheitsgruppen in Microsoft Entra einrichten. Nach der Zuweisung oder Anpassung vergehen bis zu 24 Stunden, bis die Änderungen wirksam werden.
