Microsoft 365: Preissprung ab Juli, Business Premium bleibt stabil
30.06.2026 - 19:18:44 | boerse-global.de
Trotz breiter Preiserhöhungen bei Microsoft 365 bleibt Business Premium stabil – und bekommt neue Schutzfunktionen.
Ab dem 1. Juli 2026 werden die meisten Microsoft-365-Abonnements teurer. Betroffen sind sowohl die Business-Varianten als auch die Enterprise-Tarife. Einzige Ausnahme: Microsoft 365 Business Premium – das Flaggschiff für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) – bleibt bei 22 Euro pro Nutzer und Monat. Der Konzern setzt damit ein klares Zeichen: Wer Sicherheit will, soll beim teureren Tarif landen.
Preissprung bei Basic und Standard
Die neuen Preise im Überblick: Business Basic steigt von 6 auf 7 Euro, Business Standard von 12,50 auf 14 Euro. Im Enterprise-Bereich erhöht sich M365 E3 von 36 auf 39 Euro, E5 von 57 auf 60 Euro. Bestandskunden zahlen den alten Preis bis zur ersten Verlängerung nach dem Stichtag.
Doch der Fokus liegt auf Business Premium – und das aus gutem Grund. Der Tarif adressiert eine wachsende Bedrohungslage: Jedes dritte Unternehmen mit 25 bis 299 Mitarbeitern wurde bereits Opfer von Cyberangriffen.
Neue Sicherheitspakete als Trumpf
Seit Ende 2025 sind die Defender- und Purview-Suiten als spezialisierte Add-ons für Business Premium verfügbar. Defender schützt vor externen Angriffen, Purview kontrolliert interne Datenbewegungen. Ein 50-Prozent-Rabatt auf Purview läuft allerdings am 1. Juli aus – ein cleverer Schachzug, um Unternehmen zum schnellen Umstieg zu bewegen.
Die Zahlen zeigen, warum das nötig ist: 72 Prozent der Organisationen nennen den Schutz vertraulicher Daten als größte Herausforderung. Hinzu kommen die Absicherung von Remote-Mitarbeitern und privaten Endgeräten – beides Dauerbrenner im KMU-Alltag.
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Neue Steuerungsmöglichkeiten im Juni
Erst in den letzten Junitagen kamen weitere Neuerungen:
- Windows 365: Seit dem 30. Juni gibt es eine öffentliche Vorschau auf kontextbasierte Umleitungen. Die Funktion nutzt Entra Conditional Access, um dynamisch zu steuern, ob Zwischenablage, USB oder Drucker freigegeben werden – abhängig von Nutzeridentität und Gerätezustand.
- Teams-Meetings: Seit dem 29. Juni müssen Organisatoren Drittanbieter-Bots im Wartebereich genehmigen. Microsoft erkennt diese Bots anhand von Infrastruktur- und Verhaltenssignalen.
- Intune-Updates: Remote Help und Endpoint Privilege Management werden 2026 schrittweise in die E3- und E5-Tarife integriert – ohne Zusatzkosten.
- Sensitivitätsbezeichnungen: Office fürs Web erlaubt jetzt nutzerdefinierte Berechtigungen – Anwender können direkt im Browser Betrachter-, Bearbeiter- oder Besitzerrollen vergeben.
- Sicherheitspartnerschaft: Am 30. Juni trat Mphasis der Microsoft Intelligent Security Association bei und bietet Managed-Security-Dienste auf Basis des gesamten Microsoft-Sicherheitsstapels.
Experten-Tipp: 90-Tage-Plan für maximale Sicherheit
Viele KMU nutzen die bereits in Business Premium enthaltenen Funktionen nicht aus. Dabei blockiert allein die Multi-Faktor-Authentifizierung mehr als 99,9 Prozent aller kontobasierten Angriffe.
Empfohlen wird ein 90-Tage-Einführungsplan:
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- Tag 1–30: Sicherheitsbasislinie definieren
- Tag 31–60: Identitäts- und Gerätemanagement verschärfen
- Tag 61–90: Erweiterte Datenschutzmaßnahmen umsetzen
Unterstützt wird das durch Tools wie Windows Autopilot, das die Geräteeinrichtung von mehreren Stunden auf rund 30 Minuten verkürzt. Wer jetzt umsteigt, spart nicht nur Geld – sondern schließt auch die größten Sicherheitslücken.
