Microsoft 365: Preiserhöhungen bis 16,7% ab Juli 2026
Veröffentlicht am: 21.07.2026 um 13:34 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Ab dem 1. Juli 2026 gelten für zahlreiche Geschäftskunden-Tarife höhere Abonnementkosten – erstmals seit längerem wieder eine deutliche Anhebung. Gleichzeitig treibt der Konzern die Integration von KI-Diensten und Sicherheitsfunktionen voran.
Preisanpassungen in den Geschäftstarifen
Die größten Sprünge gibt es bei den kleineren Plänen. Microsoft 365 Business Basic verteuert sich um 16,7 Prozent von 6 auf 7 Euro pro Nutzer und Monat. Business Standard steigt von 12,50 auf 14 Euro. Der Premium-Tarif bleibt unverändert.
Auch die Enterprise-Kunden müssen tiefer in die Tasche greifen: E3 klettert von 36 auf 39 Euro (plus 8,3 Prozent), E5 von 57 auf 60 Euro. Die entsprechenden Office-365-Varianten ziehen ebenfalls an – E3 von 23 auf 26 Euro, E5 von 38 auf 41 Euro.
Doch Microsoft lässt seine Kunden nicht einfach im Regen stehen. Die höheren Preise werden teilweise durch neue Funktionen aufgefangen. So erhält der E3-Tarif künftig Defender for Office 365 Plan 1 inklusive. Im E5-Paket sind nun Security Copilot, Intune Remote Help und Cloud PKI enthalten.
KI-Offensive: Grok und Copilot auf Abruf
Am 20. Juli 2026 betrat ein neuer Player die Bühne: xAI brachte ein kostenloses Grok-Add-in für Excel, Word und PowerPoint auf den Markt. Das Tool, verfügbar über den Microsoft Marketplace, erlaubt konversationelle Datenabfragen und automatische Formelgenerierung. Es verbindet sich mit externen Quellen wie SharePoint und Google Drive.
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Schon Mitte Juni startete Copilot Cowork weltweit. Der entscheidende Unterschied zu früheren KI-Angeboten: Dieses System arbeitet verbrauchsbasiert über sogenannte Copilot Credits. Ein Credit kostet 0,01 Euro, abgerechnet wird nach tatsächlichem Nutzen. Administratoren können Budgets und Zugriffe steuern – standardmäßig ist die Funktion deaktiviert. Die Testphase für Frontier-Modelle endete am 1. Juli.
Sicherheit im Fokus: Project Perception und neue Edge-Regeln
Noch im Juli 2026 will Microsoft Project Perception an den Start bringen. Die KI-gestützte Plattform scannt Code mit einem Multi-Modell-System namens MDASH auf Schwachstellen. Das Ziel: Die Kosten für die Fehlersuche im Vergleich zu bestehenden Lösungen senken.
Ab August 2026 verschärft der Konzern die Sicherheitsvorkehrungen im Edge-Browser. Dann verhindert der Browser standardmäßig Bildschirmaufnahmen bei geschützten PDFs in OneDrive und SharePoint. Voraussetzung sind entsprechende Sensitivity Labels über Microsoft Purview. Die weltweite Ausrollung soll bis Mitte August abgeschlossen sein.
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Aufgeschobene Frist für Admins
Eine gute Nachricht für IT-Verantwortliche: Microsoft hat die Abschaffung des -Credential-Parameters im Exchange Online PowerShell-Modul auf Dezember 2026 verschoben. Unternehmen bekommen damit mehr Zeit, um von veralteten Authentifizierungsmethoden auf moderne, zertifikatsbasierte Systeme umzusteigen.
Spezialplattformen und Privatkunden
Abseits der Büro-Suiten haben spezialisierte Plattformen ihre eigenen Preisstrukturen. Dynamics 365 Business Central Essentials liegt bei 80 Euro pro Nutzer und Monat, Dynamics 365 Customer Service Enterprise bei 95 Euro.
Für Privatanwender bietet OneDrive weiterhin gestaffelte Optionen: 5 Gigabyte kostenlos, 100 Gigabyte für 1,99 Euro monatlich, 1 Terabyte für 9,99 Euro. Familienpläne mit bis zu 6 Terabyte schlagen mit 12,99 Euro zu Buche. Alle Stufen setzen auf AES-256- und TLS-Verschlüsselung.
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