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Microsoft 365: Preise steigen bis 33% ab Juli – Ausfälle häufen sich

04.06.2026 - 08:40:10 | boerse-global.de

Ab Juli steigen die Preise für Microsoft 365 drastisch, während weltweite Ausfälle und neue Phishing-Angriffe Unternehmen zu Optimierungen zwingen.

Microsoft 365: Preise steigen bis 33% ab Juli – Ausfälle häufen sich - Bild: über boerse-global.de
Microsoft 365: Preise steigen bis 33% ab Juli – Ausfälle häufen sich - Bild: über boerse-global.de

Viele Unternehmen suchen jetzt professionelle Hilfe.

Preisschock zum 1. Juli

Microsoft hat die erste große Preisanpassung seit März 2022 angekündigt. Je nach Tarif steigen die Kosten zwischen fünf und 33 Prozent. Das neue Preissystem tritt am 1. Juli 2026 in Kraft – und viele Firmen sind schlecht vorbereitet.

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Beratungsunternehmen sehen hier enormes Einsparpotenzial. Das australische Unternehmen Martinus Rail etwa sparte durch eine durchdachte Lizenzstrategie fast eine Million Euro über drei Jahre. Die Rechnung ist simpel: Wer seine Lizenzen optimiert, zahlt weniger.

Typische Fehler in der IT-Verwaltung sind laut Experten:
- Einheitslizenzen für alle Mitarbeiter, obwohl viele Funktionen gar nicht benötigt werden
- Ungenutzte Accounts, die weiter bezahlt werden
- Fehlende Sicherheits-Add-ons, die später teuer nachgerüstet werden müssen

Firmen wie Flexnet Networks und Nexacu bieten daher spezielle Dienstleistungen an, um Abonnements vor der Preisrunde zu verschlanken.

Ausfälle erschüttern das Vertrauen

Doch nicht nur die Kosten treiben Unternehmen in die Beratung. Auch die Zuverlässigkeit des Dienstes gibt Anlass zur Sorge. Am 2. Juni 2026 legte ein schwerer Exchange Online-Ausfall die E-Mail-Kommunikation lahm. Betroffen waren Nutzer in Nordamerika, Europa und im asiatisch-pazifischen Raum. E-Mails kamen teilweise erst mit über einer Stunde Verzögerung an.

Die Ursache: Probleme in der Ressourcenwald-Ebene des Active Directory, die zu SMTP-Verbindungslimits führten.

Nur einen Tag später folgte der nächste Zwischenfall. Ein fehlerhaftes Update in Microsoft Entra ID – früher bekannt als Azure AD – blockierte kurzzeitig den Zugriff auf OneDrive, Excel Online und Teams. Microsoft konnte das Problem durch ein Zurückrollen des Updates beheben. Doch der Schaden im Vertrauen sitzt tiefer.

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Im ersten Quartal 2026 lag die Verfügbarkeit von Microsoft 365 bei nur 99,526 Prozent – weit unter der versprochenen Marke von 99,9 Prozent im Service-Level-Agreement.

Diese Stabilitätsprobleme fallen in eine heikle Phase. Seit dem 31. März 2026 untersucht die britische Wettbewerbsbehörde CMA die Marktmacht von Microsoft.

Neue Sicherheitsbedrohungen im Umlauf

Parallel zu den technischen Problemen wächst die Bedrohungslage. Am 21. Mai 2026 warnte das FBI vor einem gefährlichen Phishing-as-a-Service-Kit namens „Kali365". Die Software ist seit April aktiv und zielt gezielt auf Microsoft-365-Konten ab.

Die Masche ist perfide: Die Angreifer stehlen OAuth-Tokens durch sogenanntes Device-Code-Phishing. Damit umgehen sie sogar die mehrstufige Authentifizierung, die eigentlich als sicher gilt.

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Mehr als 340 Organisationen in den USA, Deutschland und Ozeanien wurden bereits attackiert. Sicherheitsexperten empfehlen dringend die Einführung von Conditional Access Policies, um solche Angriffe abzuwehren.

KI-Revolution schafft neue Beratungsfelder

Während Sicherheit und Kosten die Unternehmen umtreiben, eröffnet Microsofts KI-Offensive völlig neue Beratungsfelder. Auf der Build-2026-Konferenz stellte der Konzern Scout vor – einen autonomen KI-Agenten für Microsoft 365, der eine eigene Identität in Entra besitzt.

Ab dem 16. Juni 2026 werden zudem die neuen Work-IQ-APIs allgemein verfügbar sein. Sie ermöglichen KI-Agenten den optimierten Zugriff auf Unternehmensdaten.

Der Markt reagiert: 56 Prozent aller Organisationen haben Microsoft Copilot bereits vollständig eingeführt. Diese rasche Integration schafft hochbezahlte Jobs. Das Unternehmen Planet Technologies sucht derzeit Berater für Veränderungsmanagement mit Gehältern zwischen 110.000 und 190.000 Euro.

Globales Wachstum – auch für deutsche Firmen relevant

Der Beratungsmarkt wächst besonders im Nahen Osten und in Indien. ShareGate hat seine Partnerschaft mit der QBS Technology Group ausgeweitet, um Migrationsbedarf in Saudi-Arabien zu decken. Dort soll im vierten Quartal 2026 eine neue Microsoft-Azure-Region in Betrieb gehen. In den Vereinigten Arabischen Emiraten plant Microsoft Investitionen von umgerechnet rund 14 Milliarden Euro bis 2029.

Für deutsche Unternehmen bedeutet das: Der Druck, die Microsoft-365-Umgebung zu optimieren, wird weiter steigen. Wer jetzt nicht handelt, zahlt ab Juli drauf – und riskiert obendrein Sicherheitslücken.

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