Microsoft 365: Preise ab Juli bis zu 33 Prozent erhöht
Veröffentlicht: 10.07.2026 um 09:55 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Der Softwarekonzern hat zum Juli 2026 die Preise für zahlreiche Microsoft-365-Abonnements angehoben und gleichzeitig neue Verwaltungsvorgaben für Windows 11 eingeführt. Die Änderungen betreffen Unternehmen weltweit – und kommen mit automatischen Cloud-Backups und verschärften Sicherheitsprotokollen.
Höhere Kosten für Business- und Enterprise-Pläne
Seit dem 1. Juli 2026 zahlen Unternehmen für mehrere Microsoft-365- und Office-365-Tarife mehr. Der Einstiegstarif Business Basic stieg von 6 auf 7 Euro pro Nutzer, Business Standard von 12,50 auf 14 Euro. Unverändert bleibt vorerst Business Premium bei 22 Euro.
Auch die Enterprise-Abonnements wurden angepasst: Office 365 E3 kostet nun 26 Euro, E5 41 Euro. Bei Microsoft 365 E3 und E5 liegen die neuen Preise bei 39 beziehungsweise 60 Euro. Besonders stark traf es die Frontline-Worker-Pläne: F1 verteuerte sich um satte 33 Prozent auf 3 Euro pro Nutzer. Auch Zusatzlizenzen wie Windows Enterprise oder Microsoft 365 Apps für Geräte legten zwischen 17 und 31 Prozent zu.
Für Administratoren gilt: Kündigungen von Business-Abonnements sind im Admin-Center möglich. Wer unter der Microsoft-Kundenvereinbarung abrechnet, muss innerhalb von sieben Tagen kündigen, um eine anteilige Rückerstattung zu erhalten. Danach lässt sich nur noch die automatische Verlängerung deaktivieren.
Automatische Backups und System-Wiederherstellung
Am 6. Juli 2026 kündigte Microsoft an, die Windows-Sicherung ab Version 26H2 standardmäßig für Unternehmensgeräte zu aktivieren. Ausgenommen sind Geräte, die unter die EU-Digitalmärkteverordnung fallen oder in Sovereign Clouds betrieben werden. Während die Sicherung von Einstellungen automatisch läuft, bleibt die Wiederherstellungsfunktion eine Opt-in-Option.
Wer die Preiserhöhung von bis zu 33 Prozent für Frontline-Worker-Pläne abfedern will, findet in diesem Report eine konkrete Checkliste zur Lizenzkostenoptimierung – plus eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Passkey-Bereitstellung, um sich vor der erwarteten Vishing-Kampagne zu schützen. Jetzt kostenlosen Report anfordern
Für den Sommer sind weitere Integrationen geplant: Im Juli 2026 soll Microsoft 365 Backup als Vorschau für vollständige Workload-Sicherungen starten, die allgemeine Verfügbarkeit ist für September 2026 vorgesehen. Das Ziel: Ein einziger Richtlinien-Satz schützt künftig Exchange Online, OneDrive und SharePoint Online gleichzeitig – ohne manuelle Einrichtung pro Arbeitslast.
Eine Point-in-Time-Wiederherstellung – quasi ein „Rückgängig-Button" fürs System – wurde ebenfalls eingeführt. Entwickelt als Reaktion auf den CrowdStrike-Ausfall im Juli 2024, erlaubt das Tool, fehlerhafte Updates oder Treiberinstallationen rückgängig zu machen, ohne persönliche Dateien zu beeinträchtigen.
KI-Integration und Sicherheitsmanagement
Der Aktionspreis für den Microsoft-365-Copilot-Business-Add-on endete am 30. Juni 2026. Statt der Einführungsrate von 18 Euro liegt der Preis nun zwischen 18 und 21 Euro pro Nutzer und Monat, abhängig vom jeweiligen Plan. Der Enterprise-Copilot-Add-on bleibt bei 30 Euro. Zu den jüngsten Funktionsupdates gehören Copilot-Chat-Funktionen in Microsoft Forms und KI-gestützte Textbearbeitung in Word auf dem iPad.
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Um die Systeme weiter abzusichern, drängt Microsoft auf den Umstieg von älterer Software. Der Support für Windows 10 Version 22H2 und Office 2019 endet im Oktober 2025. Als zukunftssicheren Stack empfiehlt der Konzern Windows 11 Pro, Office 2024 und den kommenden Windows Server 2025.
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