Microsoft 365: Neue Funktionen, Sicherheitsupdates und Preisänderungen
21.05.2026 - 10:00:21 | boerse-global.de
Der Mai bringt für Microsoft-365-Nutzer zahlreiche Neuerungen – von verbesserter Dateiverwaltung bis zu wichtigen Sicherheitspatches. Ein Überblick über die aktuellen Entwicklungen.
Dateiverwaltung wird flexibler
Microsoft hat am 20. Mai eine wichtige Neuerung für OneNote vorgestellt. Nutzer können jetzt selbst bestimmen, ob geteilte Office-Dokumente in der Desktop-Anwendung oder in der Webversion geöffnet werden sollen. Diese Funktion beendet eine langjährige Unsicherheit bei der Dateihandhabung.
Parallel dazu erweitern Drittanbieter die Möglichkeiten in Outlook. Die Beta-Version „Claude for Outlook“ ermöglicht es Geschäftskunden seit dem 20. Mai, Anhänge wie DOCX, XLSX, PPTX und PDF direkt in der Mailansicht zu lesen. Das Tool fasst lange E-Mail-Threads zusammen und entwirft Antwortvorschläge – ohne dass Nutzer zwischen verschiedenen Programmen wechseln müssen.
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Gmail-Sperre behoben – Synchronisationsprobleme bleiben
Ein großes Ärgernis für Android-Nutzer ist seit heute behoben: Google hat ein Update für die Gmail-App veröffentlicht, das eine Authentifizierungsstörung beseitigt. Seit Anfang Mai waren Microsoft-365- und Exchange-Online-Konten auf Geräten wie dem Pixel und der Samsung-S24-Serie nicht erreichbar. Ursache war die verpflichtende Umstellung auf das Protokoll EAS 16.1, die am 1. März begann.
Auch Desktop-Nutzer profitieren von Verbesserungen: Thunderbird 151.0 ermöglicht seit dem 20. Mai die OAuth-Anmeldung für Thundermail und erlaubt manuelle Einstellungen für Exchange-Webdienste-Konten.
Allerdings bleiben Altlasten. Microsoft untersucht weiterhin eine Störung bei Exchange Online, die seit August 2025 mobile Outlook-Nutzer betrifft – hauptsächlich Abstürze im Zusammenhang mit der Hybrid Modern Authentication. Zudem berichten Nutzer der klassischen Outlook-Version über einen Bug, bei dem „Quick Steps“ ausgegraut sind.
Sicherheit: SMS-Verifikation wird abgeschafft
Am 19. Mai entdeckten Sicherheitsexperten eine Kampagne namens „Storm-2949“. Angreifer nutzten die Selbsthilfe-Funktion für Passwortrücksetzungen, um sich Zugang zu Microsoft-365-Umgebungen zu verschaffen und Daten aus OneDrive und SharePoint zu stehlen.
Als Konsequenz kündigte Microsoft am 20. Mai die schrittweise Abschaffung von SMS-basierten Verifikationscodes für Privatkonten an. Nutzer sollen auf sicherere Methoden umsteigen: Passkeys, die Microsoft-Authenticator-App oder bestätigte sekundäre E-Mail-Adressen. Passkeys nutzen kryptografische Schlüsselpaare im Trusted Platform Module des Geräts und gelten als wirksamster Schutz gegen modernen Identitätsdiebstahl.
Der Mai-Patch-Day schloss 137 Sicherheitslücken, davon 31 als kritisch eingestuft. Besonders brisant: Eine aktiv ausgenutzte Cross-Site-Scripting-Lücke (CVE-2026-42897) in lokalen Exchange-Servern sowie der Zero-Day-Exploit „YellowKey“ (CVE-2026-45585), der die BitLocker-Verschlüsselung über die Windows-Wiederherstellungsumgebung umgehen kann.
KI-Agenten erobern den Arbeitsplatz
Microsoft treibt die Integration künstlicher Intelligenz voran. Der Outlook Web entwickelt sich zum „People Hub“ für die Kontaktverwaltung. Mitte Mai wurde ein neuer KI-gestützter Kalender-Agent für alle Microsoft-365-Nutzer freigegeben. Das auf GPT-5.5 Instant basierende Tool plant selbstständig Termine, fasst Besprechungen zusammen und identifiziert Aufgaben.
Erste Unternehmen melden beeindruckende Ergebnisse: Die Bank of Queensland berichtet, dass 70 Prozent der Nutzer zwischen 2,5 und 5 Stunden pro Woche durch die automatisierten Funktionen sparen. Auch Excel erhält einen „Agent Mode“ für mehrstufige Datenaufbereitung – interne Tests zeigen eine Zeitersparnis von bis zu 30 Prozent.
Preise steigen – Konkurrenz formiert sich
Ab dem 1. Juli 2026 werden die Preise für Microsoft-365-Abonnements angehoben. Business Basic steigt um rund 16 Prozent auf 7 Euro, Business Standard um 12 Prozent auf 14 Euro. Gleichzeitig werden alte Dienste eingestellt: Teams Live Events endet am 30. Juni 2026, Microsoft Publisher am 1. Oktober 2026.
Die Reaktion lässt nicht lange auf sich warten. Am 20. Mai gründeten IONOS, Nextcloud und Proton die Allianz „Euro-Office“ – ein klares Zeichen, dass die Nachfrage nach regionalen Alternativen wächst. Das französische Bildungsministerium migrierte bereits 330.000 Mitarbeiter zu Nextcloud.
Ausblick: Windows 11 wird flexibler
Preview-Builds vom 19. und 20. Mai deuten auf eine Rückkehr zu anpassbaren Oberflächen hin. Die Taskleiste soll sich künftig an jeden Bildschirmrand verschieben lassen, die Suche priorisiert lokale Dateien vor Webergebnissen.
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Microsoft testet zudem ein „Low Latency Profile“ für Prozessoren, das die Startgeschwindigkeit von Anwendungen um bis zu 40 Prozent und Systemfunktionen um 70 Prozent verbessern soll. Für IT-Administratoren verschiebt sich der Fokus damit von der Fehlerbehebung hin zur komplexen Steuerung autonomer KI-Agenten im Unternehmen.
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