Microsoft, GPT-56

Microsoft 365: GPT-5.6 und ChatGPT-Seitenleiste ab sofort aktiv

Veröffentlicht: 11.07.2026 um 05:34 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Microsoft integriert GPT-5.6 in Copilot und bringt ChatGPT-Seitenleiste in Office. Neue KI-Partner und eigene Modelle ergänzen das Angebot.

Microsoft 365: GPT-5.6 und ChatGPT-Seitenleiste für Word
Holografische Schnittstelle mit einem Microsoft Word-Dokument und KI-Neuronalnetz-Mustern auf einem minimalistischen Schreibtisch. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Ab sofort steht das neue Sprachmodell GPT-5.6 als zentraler Motor für den Copilot-Dienst zur Verfügung. Parallel dazu erhalten Word, Excel und PowerPoint eine native ChatGPT-Seitenleiste.

GPT-5.6: Schnelleres und sichereres Arbeiten in Word

Die Umstellung auf GPT-5.6 erfolgte am 9. Juli 2026 – direkt nach dem öffentlichen Launch und dem erfolgreichen Abschluss der Cybersicherheitsprüfungen in den USA. Der Wechsel betrifft Word, Excel, PowerPoint und die neue Cowork-Plattform.

Für Word-Nutzer bedeutet das vor allem eines: schnellere Texterstellung und bessere Verarbeitung komplexer Aufgaben. Microsoft verspricht eine höhere Leistung pro investiertem Euro sowie verbesserte Argumentationsfähigkeiten im Vergleich zum Vorgängermodell GPT-4. Gerade bei umfangreichen Dokumenten und anspruchsvollen Analyseaufgaben soll der Unterschied spürbar sein.

ChatGPT direkt in der Seitenleiste von Word

Einen Tag später, am 10. Juli 2026, folgte die nächste Neuerung: Native ChatGPT-Integrationen für Word, Excel und PowerPoint. Nutzer können jetzt direkt über eine Seitenleiste im Office-Interface auf ChatGPT zugreifen – ohne die Anwendung verlassen zu müssen.

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Ob Inhalte generieren, Daten analysieren oder Dokumentstrukturen aufbauen: Die Möglichkeiten sind vielfältig. Verfügbar ist die Funktion für Business-, Enterprise- und Education-Abonnenten sowie für Privatnutzer.

Allerdings gibt es einen Haken: Die Nutzung der ChatGPT-Seitenleiste verbraucht token-basierte Credits. Je nach Aufgabenkomplexität liegen die Kosten zwischen 20 und 110 Credits. Zudem fehlen derzeit Speicherfunktionen – und die Chats bleiben vollständig von der Hauptplattform ChatGPT.com getrennt. Auch erweiterte PowerPoint-Funktionen werden über dieses Interface noch nicht vollständig unterstützt.

Drittanbieter und eigene KI-Modelle: Microsofts Strategie wird breiter

Die Updates für Word sind nur ein Teil einer größeren Entwicklung. Bereits am 8. Juli 2026 integrierte GlobalData seinen KI-Recherche-Assistenten Ava in Microsoft 365 Copilot. Unternehmenskunden können damit proprietäre Marktforschungsdaten direkt in Word-Dokumente einbinden. Einen Tag später folgte DocuSign mit seinen Iris-KI-Agenten, die Abfragen zu Vertragsdaten innerhalb von Word und Teams ermöglichen.

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Die ChatGPT-Seitenleiste verbraucht Credits – zwischen 20 und 110 pro Aufgabe. Unser Guide zeigt, wie Sie mit eigenen KI-Modellen (MAI) Kosten senken und trotzdem schneller arbeiten. Kosten sparen mit KI – Guide sichern

Doch Microsoft setzt nicht nur auf Partner. Berichten zufolge testet der Konzern eigene KI-Modelle mit dem Codenamen MAI. Diese werden bereits für zehntausende Anfragen pro Woche in Excel und Outlook eingesetzt. Ziel ist es, die hohen Kosten für externe Anbieter zu senken.

Insgesamt hat Microsoft im Juli 2026 über 40 Updates für Copilot ausgeliefert. Dazu gehört auch die Verfügbarkeit von Anthropics Claude-Modell innerhalb der Copilot-Chat-Oberfläche. Die Botschaft ist klar: Microsoft will seinen Unternehmenskunden eine breite Modellauswahl bieten – und gleichzeitig die Kosten für den Hochleistungs-KI-Betrieb im Griff behalten.

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