Microsoft, Gelöschte

Microsoft 365: Gelöschte Non-Profit-Daten sind nicht wiederherstellbar

Veröffentlicht am: 29.09.2026 um 01:43 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Nach vorzeitiger Löschung lassen sich betroffene Microsoft-365-Daten nicht wiederherstellen; der Konzern stellt Lizenzen und technische Hilfe bereit.

Microsoft räumt Datenverlust bei Cloud-Diensten für Non-Profits ein
Leere, dunkle Serverraum-Gänge mit schweigenden Rechenzentrums-Racks in einer sterilen, technologischen Umgebung. Illustration mit AI erstellt.

Der Softwarekonzern Microsoft hat einen schwerwiegenden Fehler im Datenmanagement seiner Cloud-Dienste eingeräumt, der zum unwiederbringlichen Verlust von Informationen bei gemeinnützigen Organisationen führte.

Wie das Unternehmen in einem Bericht vom 28. September 2026 gegenüber dem Fachmedium The Register bestätigte, wurden Daten aus abgelaufenen Abonnements des Typs Microsoft 365 Business Premium gelöscht.

Diese Löschung erfolgte fälschlicherweise vor dem regulären Ablauf der vorgesehenen Aufbewahrungs- und Exportfrist, wodurch betroffene Organisationen keine Möglichkeit mehr hatten, ihre Bestände rechtzeitig zu sichern oder zu migrieren.

Unwiederbringlicher Datenverlust und ungeklärte Ursachen

Die technischen Auswirkungen des Fehlers wiegen schwer, da eine Wiederherstellung der betroffenen Datensätze nach Angaben des Unternehmens gescheitert ist. Microsoft gab zu verstehen, dass derzeit nicht zweifelsfrei festgestellt werden könne, welche spezifischen Daten im Einzelnen gelöscht wurden.

Ebenso bleibe unklar, ob bei allen betroffenen Konten tatsächlich ein vollständiger Datenverlust eingetreten ist oder ob Teile der Infrastruktur unberührt blieben.

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Wie aus den Berichten vom 28. September 2026 hervorgeht, liegen bislang keine gesicherten Informationen über die genaue Anzahl der betroffenen Non-Profit-Organisationen vor. Auch zur technologischen Ursache, die dazu führte, dass die systemseitigen Schutzmechanismen für die Aufbewahrungsfristen umgangen wurden, machte das Unternehmen keine detaillierten Angaben.

Der Vorfall betrifft explizit die Phase nach dem Ende der aktiven Laufzeit von Business-Premium-Lizenzen, in der Kunden normalerweise ein fest definiertes Zeitfenster für den Export ihrer Daten zur Verfügung steht.

Unterstützungsangebote und Lizenzalternativen für Betroffene

Als Reaktion auf den Vorfall und zur Schadensbegrenzung hat Microsoft verschiedene Kompensationsmaßnahmen und Alternativlösungen für den gemeinnützigen Sektor angekündigt.

Das Unternehmen bietet den betroffenen Organisationen bis zu 300 kostenlose Lizenzen für den Tarif Microsoft 365 Business Basic an. Zusätzlich werden Rabatte auf andere Abonnement-Pläne gewährt, um den Verbleib im Microsoft-Ökosystem trotz des Vertrauensverlustes attraktiv zu gestalten.

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Für Organisationen, die durch die Löschung vor der Herausforderung stehen, ihre digitale Arbeitsumgebung neu aufbauen zu müssen, wurde zudem ein kostenloser Concierge-Service eingerichtet.

Dieser Dienst soll die Non-Profits bei der technischen Einrichtung einer neuen Microsoft-365-Umgebung unterstützen. Damit reagiert der Konzern auf die oft begrenzten IT-Ressourcen im gemeinnützigen Sektor, der durch den vorzeitigen Wegfall der Datenbestände unter erhöhtem Migrationsdruck steht.

Trotz dieser Unterstützungsleistungen bleibt die Situation für die betroffenen Institutionen schwierig, da die unwiederbringlich gelöschten Daten die Grundlage für die operative Arbeit vieler Organisationen bildeten. Die Berichte vom 28. September 2026 unterstreichen, dass der Fehler die Verlässlichkeit der Cloud-basierten Datenaufbewahrung für eine sensible Kundengruppe infrage gestellt hat.

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