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Microsoft 365 Family: Geteilter Speicher sinkt für sechs Nutzer auf 2 TB

Veröffentlicht am: 17.10.2026 um 04:15 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Microsoft führt einen zentralen Dateilink ein und reduziert den geteilten Speicher bei Family-, Premium- und Pro-Abonnements.
Ein minimalistisch gestalteter, leerer Konferenzraum mit bodentiefen Fenstern, hellem Tageslicht und einem schlichten Holztisch. Illustration mit AI erstellt.

Technische Dokumentationen beschreiben neue Wege zur Vereinfachung der Dokumentenfreigabe über OneDrive durch die Konfiguration persönlicher Familiengruppen und teambasierter Dateizugriffe. Zeitgleich passt Microsoft die Freigabemechanismen, die Sicherheitsanforderungen sowie die Speicherarchitektur im gesamten Ökosystem von Microsoft 365 grundlegend an.

Primärer Freigabe-Link löst Mehrfachlinks ab

Für Microsoft 365 führt der Softwarekonzern eine überarbeitete Freigabeerfahrung ein, die auf einen zentralen primären Freigabe-Link setzt. Anstatt für jede Freigabe separate Verknüpfungen zu erzeugen, wird pro Datei oder Ordner ein einziger Link bereitgestellt, dessen Berechtigungen nachträglich modifiziert werden können. Laut Angaben im Message Center ist der Rollout bis Oktober 2026 vorgesehen.

Die Voreinstellung des neuen Links belässt den Zugriff zunächst strikt bei Personen, die der Datei bereits hinzugefügt wurden, und gewährt ohne explizite Änderung Dritten keine Berechtigung.

Je nach Tenant-Richtlinie lässt sich der Radius auf Organisationsmitglieder oder auf beliebige Empfänger mit Link ausweiten. Die Änderung umfasst OneDrive, SharePoint sowie die Web- und Desktopanwendungen Word, Excel und PowerPoint; bereits existierende Links bleiben weiterhin funktionsfähig.

Fachleute weisen darauf hin, dass die Neuerung in sicherheitskritischen Bereichen wie Kanzleien eine Überprüfung der Governance erfordert. Im Fokus stehen dabei das Mandantengeheimnis sowie der Schutz vor unkontrollierter Rechteausweitung.

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Als relevante Kontrollpunkte gelten unter anderem die Freigabestandards auf Mandantenebene, Vorgaben für externe SharePoint- und OneDrive-Zugriffe, Richtlinien für anonyme Links, Download-Beschränkungen, Vertraulichkeitsbezeichnungen (Sensitivity Labels) sowie Richtlinien zur Verhinderung von Datenverlust (DLP).

Speicherpool statt Einzelkontingente bei Familien-Abonnements

Parallel zu den Berechtigungsstrukturen hat Microsoft zum 8. Oktober 2026 die Speicherzuteilung für Privat- und Pro-Abonnements neu geordnet. Statt der bisherigen Regelung von 1 TB pro Person bei bis zu sechs Nutzern (insgesamt maximal 6 TB) greift ein gemeinsames Speichermodell: Die Tarife Microsoft 365 Family und Premium stellen nun 2 TB geteilten Speicher für bis zu sechs Nutzer bereit, was einer Verringerung des maximalen Gesamtspeichers um bis zu 4 TB entspricht. Der Plan Pro bietet künftig 5 TB geteilt statt bislang 6 TB.

Für Neuabschlüsse und Upgrades gilt dieses Kontingent seit dem 8. Oktober 2026. Bestehende Kunden von Family und Premium werden erst bei der ersten Vertragsverlängerung ab dem 2. Mai 2027 umgestellt. Microsoft 365 Personal verbleibt bei 1 TB, während der Basic-Tarif weiterhin 100 GB umfasst.

Über Zusatzoptionen kann der Speicherplatz auf bis zu 10 TB erweitert werden; bei Überschreitung des Limits bleibt der Dateizugriff bis zu ein Jahr lang erhalten. Im Gegenzug ermöglicht Microsoft Abonnenten von Family und Premium, KI-Funktionen über Copilot mit bis zu fünf weiteren Personen über ein gemeinsames Nutzungskontingent zu teilen. Der Premium-Tarif liegt bei 19,99 US-Dollar pro Monat.

Strengere Authentifizierung und Dateitransfer in Chats

Weitere technische Anpassungen betreffen automatisierte Workflows und Kommunikationskanäle. Zum 14. Oktober 2026 kündigte Microsoft an, im Connector für Word Online (Business) die Nutzung temporärer, unauthentifizierter Download-URLs einzustellen. Workflows in Power Automate oder Power Apps, die Dateien aus OneDrive oder SharePoint beziehen, greifen künftig über authentifizierte Abfragen oder SharePoint-Freigabelinks auf Inhalte zu.

Zugleich werden in Microsoft Teams Dateianhänge und Drag-and-Drop in externen Chats standardmäßig aktiviert. Senden Nutzer lokale Dateien in federierte Unterhaltungen, werden diese im OneDrive des Absenders hinterlegt, während Cloud-Dateien an ihrem Speicherort verbleiben. Administratoren wird empfohlen, die entsprechenden Freigaberichtlinien bis zur ersten Novemberwoche 2026 zu prüfen und bei Bedarf über administrative Richtlinien anzupassen.

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