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Microsoft 365: Copilot wird einfacher und bekommt KI-Konkurrenz

15.05.2026 - 04:39:04 | boerse-global.de

Microsoft vereinfacht den Zugriff auf seinen KI-Assistenten Copilot und sieht sich gleichzeitig mit neuer Konkurrenz bei Präsentations-Tools konfrontiert.

Microsoft 365: Copilot wird einfacher und bekommt KI-Konkurrenz - Foto: über boerse-global.de
Microsoft 365: Copilot wird einfacher und bekommt KI-Konkurrenz - Foto: über boerse-global.de

Der Software-Riese erneuert seine Büro-Suite mit smarteren KI-Funktionen und kämpft gegen wachsende Konkurrenz aus dem Bereich der Präsentations-Tools.

Microsoft hat Mitte Mai 2026 umfassende Neuerungen für seine Produktivitätssuite vorgestellt. Im Zentrum steht eine vereinfachte Bedienung des KI-Assistenten Copilot in Word, Excel, PowerPoint und Outlook. Der Schritt kommt zu einem Zeitpunkt, an dem spezialisierte Design-Tools und KI-Alternativen den Markt für digitale Präsentationen neu ordnen – eine Entwicklung, die auch deutsche Unternehmen und Bildungseinrichtungen betrifft.

Neue Wege zum KI-Assistenten

Am 13. Mai 2026 führte Microsoft ein neues Zugangsmodell für Copilot ein. Nutzer finden den Assistenten künftig über einen schwebenden Button unten rechts auf dem Bildschirm sowie über einen kontextabhängigen Auslöser, der beim Markieren von Text erscheint. Desktop-Anwender erhalten zudem neue Tastenkombinationen: F6 fokussiert Copilot, Alt+C startet ihn unter Windows. Der Rollout für Desktop-Systeme soll Anfang Juni 2026 abgeschlossen sein; Web-Versionen und weitere Sprachen folgen später.

Hinter dieser Vereinfachung steckt eine strategische Neuausrichtung: Microsoft setzt auf eine Multi-Modell-Architektur. Bereits Anfang Mai bestätigte der Konzern, dass Nutzer zwischen verschiedenen KI-Modellen wählen können – darunter ChatGPT und Claude von Anthropic. Letzteres wurde als Beta-Funktion in Outlook integriert. Für Unternehmen betont Microsoft, dass alle Daten innerhalb des jeweiligen Microsoft-365-Mandanten bleiben. Die Sicherheit stand zuletzt im Fokus: Am 7. Mai 2026 schloss der Konzern drei kritische Zero-Click-Sicherheitslücken in Microsoft 365 Copilot. Insgesamt wurden zwischen 118 und 137 Sicherheitslücken geschlossen, darunter mehrere als kritisch eingestufte.

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Professionelle Präsentationen: Zwischen Hightech und Handarbeit

Parallel zu den KI-Neuerungen gewinnen ausgefeilte Designtechniken an Bedeutung. Am 14. Mai 2026 veröffentlichte Tutorials zeigen, wie Anwender Folien ohne Standard-Vorlagen individualisieren können. Eine gefragte Methode: Doppellinien-Seitenränder, die nicht als Einzelfunktion existieren. Nutzer müssen stattdessen ein Rechteck einfügen, die Füllung entfernen und die Kontur auf Doppellinie umstellen.

Ein weiterer Produktivitätstrend ist die Nutzung der Folienmaster-Ansicht für visuelle Konsistenz. Branchenexperten betonen, dass dieser Ansatz bei Berichten mit über 100 Seiten deutlich effizienter ist als manuelles Kopieren. Der Folienmaster erlaubt die universelle Platzierung von Objekten – etwa eines Fußzeilen-Logos – auf allen Folien gleichzeitig.

Für die Inhaltsstrukturierung hat sich eine neue Methode durchgesetzt: Mit der Gliederungsansicht und Tastenkombinationen wie Shift und Tab verwandeln Anwender einzelne Aufzählungspunkte in separate Folien. Das spart das manuelle Erstellen neuer Seiten für jedes Stichwort. Kreative Designtipps aus Mitte Mai empfehlen zudem die Formsubtraktion für individuelle Ausschnitte und moderne Animationseffekte zur Steigerung der Aufmerksamkeit.

Fünf Kardinalfehler, die Präsentationen ruinieren

Trotz aller technischen Möglichkeiten identifizierten Experten Mitte Mai fahrt fünf gravierende Fehler, die Bildungs- und Geschäftspräsentationen beeinträchtigen. Ein Bericht vom 14. Mai 2026 warnt vor übermäßigem Texteinsatz und empfiehlt, pro Folie nur eine Kernidee mit visueller Unterstützung zu präsentieren. Fehlende Interaktion, schlechte Schriftlesbarkeit, fehlender roter Faden und mangelnde Vorbereitung wurden als weitere Hauptgründe für ineffektive Kommunikation genannt.

Produktivitätsspezialisten empfehlen dagegen den Einsatz von Suchen-und-Ersetzen-Funktionen (Strg + H), um Begriffe wie Firmennamen oder Daten über das gesamte Deck konsistent zu halten. Für Teams, die an wichtigen Geschäftsberichten arbeiten, sind neue Vorlagen entstanden, die Executive Summaries und Methodik-Abschnitte priorisieren – mit konkreten Fristen und Verantwortlichkeiten.

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Der Wettbewerb: Acht Alternativen zu Beautiful AI

Während Microsoft den Produktivitätsmarkt dominiert, wächst das Angebot an KI-gesteuerten Präsentationstools. Analysten identifizierten Mitte Mai 2026 acht prominente Alternativen. Dokie AI fokussiert auf strukturierte Business-Decks und die Konvertierung von PDF- oder Word-Dokumenten in PowerPoint. Gamma bietet web-basierte Präsentationen, Plus AI integriert sich direkt in Google Slides.

Canva bleibt führend bei der Vorlagenvielfalt, Pitch punktet mit Team-Funktionen. Auch Google ist aktiv: Der Konzern plant die Einführung von Gemini Intelligence für Android- und Googlebook-Laptops im Sommer 2026. Regionale Politik beeinflusst den Markt zusätzlich: Deutschland und Brasilien haben neue Anforderungen für das Open Document Format (ODF) erlassen und fördern damit Open-Source-Lösungen wie LibreOffice, das im Frühjahr 2026 in Version 25.8.7 erschien.

Strengere Cloud-Regeln und neue Preise

Infrastruktur-Änderungen bei Microsoft betreffen auch die Datenspeicherung. Am 12. Mai 2026 führte der Konzern strengere Cloud-Speicherkontrollen in Microsoft 365 ein. Nutzer erhielten Speicherlimit-Warnungen, obwohl ihr Konto freien Platz anzeigte. Zur Entlastung verdoppelte Microsoft das Postfach-Limit für bestimmte Tarife auf 100 GB.

Die neuen Preise für Geschäftsabonnements treten am 1. Juli 2026 in Kraft: Business Basic steigt auf 7 Euro, Business Standard auf 14 Euro, Business Premium auf 22 Euro. Der Verkauf von eigenständigen Speicherplänen endet am 31. Mai 2026 – Nutzer müssen dann auf gebündelte Abos setzen.

Ausblick: Abschied von alten Diensten

Die digitale Produktivitätslandschaft steht vor weiterer Konsolidierung. Microsoft drängt Nutzer zum New Outlook und integrierten KI-Umgebungen. Ältere Dienste wie Outlook Lite und die Contact Masking-Funktion werden am 25. Mai 2026 eingestellt.

Für Juni 2026 erwartet die Branche den vollständigen Rollout der vereinfachten Copilot-Oberfläche und die Ausweitung des Project K2 "Turbo Mode", der seit Anfang Mai bei Insider-Programm-Teilnehmern getestet wird. Unternehmen stehen vor der Herausforderung, die Effizienz automatisierter KI-Tools mit den Grundprinzipien klaren, ablenkungsfreien Designs und sicherer Datenverwaltung in Einklang zu bringen.

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