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Microsoft 365 Copilot: GPT-5.6 rollt für 20 Millionen Nutzer aus

Veröffentlicht: 11.07.2026 um 06:51 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Microsoft integriert OpenAI-Modell GPT-5.6 in Office-Programme und verbessert Analyse- und Kollaborationsfunktionen für 20 Millionen Nutzer.

Microsoft 365 Copilot: GPT-5.6 Update für Word, Excel und PowerPoint
KI-Gehirn leuchtet über Laptop-Bildschirm mit Excel-Tabelle und dynamischen Daten in modernem Rechenzentrum Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Microsoft rüstet seinen KI-Assistenten für Office massiv auf. Ab sofort kommt in Word, Excel und PowerPoint das neue OpenAI-Modell GPT-5.6 zum Einsatz.

Der Softwareriese hat GPT-5.6 zum bevorzugten Modell für die Microsoft 365 Copilot-Suite erklärt. Die Umstellung, die am 10. Juli begann, soll frühere Qualitätsprobleme beheben und die Text-, Analyse- und Kollaborationsfunktionen deutlich verbessern. Rund 20 Millionen zahlende Nutzer profitieren von dem Update – bei 450 Millionen Geschäftskonten insgesamt.

Der Sprung nach vorn

Es ist der erste große Modellwechsel seit der Einführung von GPT-4 im Jahr 2023. Microsoft-Manager Nitin Agrawal und OpenAI-Entwickler Nikunj Handa versprechen deutliche Fortschritte bei Logik, Befehlsgenauigkeit und Geschwindigkeit. Das neue Modell kommt in drei Varianten: Sol, Terra und Luna. Besonders GPT-5.6 Sol soll in Tests Konkurrenzmodelle wie Anthropics Fable 5 hinter sich lassen.

Für Unternehmen läuft die Umstellung automatisch. Administratoren können das neue Modell jedoch in einem Pilotprogramm testen. Ein Modell-Router sorgt zudem für den Rückgriff auf ältere Versionen, falls nötig. Aktuell nutzen 20 bis 30 Prozent der aktiven Nutzer wöchentlich die KI-Funktionen.

Microsofts heimliche Eigenentwicklung

Trotz der engen Partnerschaft mit OpenAI baut Microsoft parallel eigene KI-Modelle auf. Seit Anfang Juli leiten die Redmonder zehntausende Anfragen in Excel und Outlook an ihre MAI-Modelle weiter – insbesondere MAI-Thinking-1 und MAI-Image-2.5.

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Der Grund: die hohen Kosten. Microsofts KI-Chef Mustafa Suleyman will die jährlichen Ausgaben für externe Partnerschaften drastisch senken. Das MAI-Thinking-1-Modell mit 35 Milliarden Parametern und einem 256K-Kontextfenster soll bei bestimmten Aufgaben zehnmal effizienter sein als frühere Versionen. Die Partnerschaft mit OpenAI bleibt trotzdem bis 2032 bestehen.

Excel wird zum KI-Profi

Excel erhält spezielle Funktionen für Finanz- und Datenanalysten. Neu ist die Möglichkeit, Analyseprozesse als „Skill" zu speichern und per Namen abzurufen. Finanzmanager können so standardisierte Abläufe wie den Monatsabschluss mit einem einzigen Befehl durchführen.

Das Financial Modelling Institute hat die neuen Excel-Funktionen bereits geprüft. Besonders praktisch: Nutzer sehen den geplanten KI-Vorschlag, bevor Änderungen an der Tabelle ausgeführt werden. Das spart endlose Erklärschleifen.

Gemeinsam arbeiten, flexibel bleiben

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Mit dem Juli-Update kommt auch Copilot Cowork – die Möglichkeit für mehrere Nutzer, gleichzeitig in Word, Excel und PowerPoint mit der KI zu arbeiten. Bestehende Vertraulichkeitseinstellungen bleiben erhalten.

Ein Novum: Nutzer können künftig in Copilot Chat auch Anthropics Claude als alternatives Modell auswählen. Für den organisatorischen Kontext sorgt das neue Work-IQ-System, das der KI hilft, spezifische Geschäftsumgebungen zu verstehen. Der Preis bleibt unverändert bei 30 Euro pro Nutzer und Monat.

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