Microsoft 365: AutoSave speichert Versionen alle zehn Minuten
18.06.2026 - 21:14:56 | boerse-global.de
Die Updates, die Mitte Juni 2026 vorgestellt wurden, sollen die Datenwiederherstellung vereinfachen und die Datensicherheit auch nach dem Schließen einer Datei gewährleisten.
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Automatische Versionierung und verbesserte Metadaten-Verwaltung
Die native AutoSave-Funktion in Microsoft 365 synchronisiert Änderungen alle paar Sekunden in die Cloud. Neu ist: Das System erstellt nun automatisch etwa alle zehn Minuten einen Eintrag in der Versionshistorie. Anwender können auf frühere Versionen zugreifen, indem sie auf den Dateinamen in der Anwendung klicken und die Option „Versionsverlauf" auswählen.
Ein entscheidender Vorteil des Updates: Gelöschte oder überschriebene Inhalte lassen sich selbst dann wiederherstellen, wenn die Datei bereits geschlossen und die Sitzung beendet wurde. Das bietet ein Sicherheitsnetz für alle, die einen Fehler erst nach dem Verlassen des Dokuments bemerken.
Mit Power Automate sind zudem erweiterte Dateiverwaltungs-Optionen möglich. Über die „CreateCopyJobs"-REST-API können Unternehmen künftig SharePoint-Dateien kopieren – inklusive der vollständigen Versionshistorie und wichtiger Metadaten wie dem ursprünglichen Ersteller und dem Zeitstempel der letzten Änderung.
Sicherheitslücken: Experten warnen vor unzureichendem Schutz
Trotz der Verbesserungen bleiben Sicherheitsexperten skeptisch. In Analysen vom 18. Juni 2026 betonten Branchenkenner von Acronis und anderen Sicherheitsfirmen: Die integrierten Tools von Microsoft 365 bieten keinen ausreichenden Schutz vor Ransomware.
Das Problem: Die Synchronisierung von OneDrive und SharePoint kann verseuchte oder verschlüsselte Dateien ungewollt im gesamten Netzwerk verbreiten. Experten empfehlen Unternehmen daher den Einsatz externer Backup-Lösungen. Diese bieten oft unveränderliche Speicher und KI-basierte Bedrohungserkennung – Funktionen, die Microsofts native Tools nicht liefern.
Hinzu kommt das geteilte Verantwortungsmodell von Microsoft: Der Konzern ist für die Infrastruktur zuständig, der Nutzer jedoch für die Daten selbst und deren langfristige Aufbewahrung.
Technische Probleme traten zudem nach dem Windows-11-Update KB5095051 auf. Seit dem 9. Juni 2026 kommt es beim Start von Office-Anwendungen über Drittanbieter-Software zu Fehlern. Microsoft hat das Problem als bekannt eingestuft, eine endgültige Ursache steht jedoch noch aus. IT-Administratoren zögern daher in vielen Unternehmen mit der Installation.
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Outlook offline und Project Online-Ablauf
Parallel zu den Verbesserungen beim Dateispeicher treibt Microsoft die Offline-Funktionen des neuen Outlook für Windows 11 voran. Die WebView2-basierte Anwendung unterstützt nun E-Mail-Anhänge im Offline-Modus. Nutzer können Nachrichten mit Anhängen verfassen, die automatisch versendet werden, sobald die Internetverbindung wiederhergestellt ist. Aktuell lassen sich bis zu 180 Tage E-Mails für den Offline-Zugriff synchronisieren – geplant ist eine Erweiterung auf zwei Jahre.
Für Unternehmen mit veralteten Projektmanagement-Tools tickt die Uhr: Der Umstieg von Microsoft Project Online muss bis zum 30. September 2026 abgeschlossen sein. Als Hilfe wurden am 17. Juni 2026 Drittanbieter-Lösungen wie BrightWork 365 Version 4.2 veröffentlicht. Sie bieten spezielle Import-Engines und Vorlagen für die Migration zur Microsoft Power Platform und Dataverse-Umgebung.
Schließlich schloss Microsoft eine Sicherheitslücke in der Microsoft 365 Copilot Enterprise Search. Die Schwachstelle CVE-2026-42824 hätte theoretisch Datendiebstahl über manipulierte Links ermöglichen können. Nach Angaben des Konzerns wurden jedoch keine Kundenkompromittierungen gemeldet, bevor der Fehler behoben wurde.
