Microsoft, Preiserhöhung

Microsoft 365 ab 1. Juli: Preiserhöhung bis 43% bei Frontline-Plänen

Veröffentlicht am: 03.07.2026 um 20:26 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Microsoft korrigiert verschwundene Copilot-Buttons in Outlook Classic, während neue Abstürze in RDS-Umgebungen und Preiserhöhungen für Microsoft 365 die Nutzer beschäftigen.

Microsoft behebt Outlook-KI-Fehler, neue Probleme tauchen auf
Microsoft Outlook-Logo mit leuchtenden KI-Neuronalnetzlinien, die Copilot-Integration und technische Auflösung symbolisieren. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Microsoft hat das Problem nun behoben – doch neue Schwierigkeiten zeichnen sich ab.

Fehlerhafte Updates und versteckte KI-Buttons

Am 29. Juni 2026 griff Microsoft serverseitig ein, um einen Bug zu korrigieren, der die Schaltflächen für Copilot Chat und Copilot in der klassischen Outlook-Version für Windows unsichtbar machte. Betroffen waren Nutzer mit einer Copilot Chat (Basic)-Lizenz. Der Fehler trat nach der Veröffentlichung von Build 20026.20182 auf.

Um die Funktionen wiederherzustellen, empfiehlt der Konzern einen Neustart von Outlook oder die Aktualisierung auf die neueste Softwareversion. Unternehmen, die nicht sofort updaten können, sollen auf Build 16.0.20026.20168 zurückgreifen. Alternativ stehen die KI-Funktionen über die Webversion von Outlook oder den „New Outlook"-Client zur Verfügung.

Neue Stabilitätsprobleme zeichnen sich ab

Kaum ist ein Problem gelöst, tauchen die nächsten auf. Anfang Juli 2026 untersucht Microsoft Berichte, wonach Outlook Classic beim Verfassen von E-Mails mit Copilot in Remote Desktop Services (RDS)-Umgebungen unter Windows Server 2019 abstürzt. Das Programm friert demnach während der Nachrichtengenerierung ein und stürzt ab.

Zudem prüft der Software-Riese eine Kompatibilitätsstörung zwischen Outlook und Kaspersky Antivirus. Die Datei „mcou.dll" steht im Verdacht, Abstürze auszulösen. Ein weiterer Vorfall ereignete sich am 2. Juli 2026: Ein fehlerhafter Code-Deployment verhinderte bei einigen Nutzern die Anzeige der Suchleiste oder bestimmter Funktionen beim Erstellen von Microsoft 365 Copilot-Notizbüchern auf Mac- und Windows-Desktop-Clients.

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Erst kürzlich veröffentlichte Microsoft einen Fix für einen hartnäckigen Windows-11-Bug. Dieser führte dazu, dass Outlook bei der Konfiguration mit Cloud-Speicherdiensten wie OneDrive oder Dropbox nicht mehr reagierte. Das Problem bestand seit einem Sicherheitsupdate vom 13. Januar.

Neue Funktionen und höhere Preise

Parallel zu den Fehlerbehebungen erweitert Microsoft die Möglichkeiten des New Outlook-Clients. Seit Juli 2026 wird die Unterstützung für .PST-Dateien vollständig ausgerollt. Nutzer können Kalender und Kontakte nun direkt in der neuen Oberfläche importieren, exportieren und verwalten. Aktuell muss Classic Outlook noch auf demselben System installiert sein, um die Architektur zu unterstützen. Microsoft will diese Abhängigkeit jedoch noch 2026 entfernen.

Die Funktionsupdates fallen mit einer breiten Preiserhöhung für Microsoft 365 zusammen, die am 1. Juli 2026 in Kraft trat. Die Anpassungen betreffen mehrere Stufen:

  • Business Basic: von 6 auf 7 Euro (17 Prozent)
  • Business Standard: von 12,50 auf 14 Euro (12 Prozent)
  • Office 365 E3: von 23 auf 26 Euro (13 Prozent)
  • Microsoft 365 E3: von 36 auf 39 Euro (8 Prozent)
  • Microsoft 365 E5: von 57 auf 60 Euro (5 Prozent)
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Auch die Frontline-Pläne wurden teurer: F1-Pläne stiegen um 33 bis 43 Prozent, F3-Pläne um 25 bis 29 Prozent. Microsoft begründet die Preisschritte mit der Integration neuer Funktionen wie Defender for Office 365 Plan 1, erweiterten Intune-Fähigkeiten sowie der Einbindung von Security Copilot und Copilot Chat. Die Anhebung folgt auf die Streichung von Mengenrabatten für Enterprise Agreements im November 2025.

In einem weiteren Schritt stärkt Microsoft sein KI-Angebot mit einer Service-Agent-Plattform für Kundendienstteams. Sie steht Nutzern von Dynamics 365 Customer Service Enterprise und Premium zur Verfügung, unterstützt mehr als 70 Tools und soll mit Microsoft 365 Copilot-Lizenzen zusammenarbeiten, um Service-Workflows zu automatisieren.

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