Meta-Wearables, Millionen

Meta-Wearables: Zehn Millionen Smart Glasses bis Ende 2026

02.06.2026 - 08:09:44 | boerse-global.de

Meta forciert den Ausbau seiner KI-Wearables mit zehn Millionen Geräten für 2026. Vier neue Brillenmodelle und ein KI-Anhänger stehen im Fokus der Expansion.

Vizsla Silver's Mexican Standoff: A Promising Project Paralyzed by Security Concerns - Bild: über boerse-global.de
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Allein in der zweiten Jahreshälfte 2026 sollen zehn Millionen Geräte ausgeliefert werden. Das Unternehmen arbeitet an vier neuen Smart-Glasses-Modellen und einem KI-Anhänger, der Gespräche mitschneiden kann.

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Vier neue Brillenmodelle noch dieses Jahr

Den Auftakt macht im Juni 2026 ein Modell mit dem Codenamen „Modelo". Im Herbst folgen zwei weitere Versionen: „Luna" und ein Refresh der „RBM2"-Serie. Den Abschluss bildet im Dezember die Premium-Variante „Mojito VIP".

Doch damit nicht genug: Meta testet bereits fortgeschrittene Prototypen namens „Artemis" und „SSG" (Supersensing). Ziel ist es, die Produktionskapazität auf 20 bis 30 Millionen Einheiten jährlich zu steigern. Das wäre ein gewaltiger Sprung – 2025 verkaufte Meta rund sieben Millionen Smart Glasses und sicherte sich damit schätzungsweise 82 Prozent des Marktes.

Der KI-Anhänger: Immer dabei, immer am Zuhören

Mit der Entwicklung eines KI-gestützten Anhängers wagt sich Meta an ein völlig neues Format. Die Technologie stammt vom Startup Limitless, das der Konzern im Dezember 2025 übernahm. Das Gerät fungiert als tragbares Mikrofon, das Gespräche aufzeichnet, transkribiert und zusammenfasst. Nutzer können später per KI-Schnittstelle in ihren gesprochenen Erinnerungen suchen.

Die Tests beginnen im Frühjahr 2027. Anders als die Brillen, die auf visuelle Augmented Reality und Audio setzen, soll der Anhänger ein dezenter Zugangspunkt zu Meta AI sein – aktiviert durch eine Berührung. Parallel entwickelt das Unternehmen einen spezialisierten KI-Agenten namens „Hatch", der das Wearable-Ökosystem weiter aufwerten soll.

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Milliardenverluste und ein Abo-Modell als Rettungsanker?

Die Hardware-Offensive kommt zu einer Zeit, in der Metas Reality-Labs-Sparte tiefrote Zahlen schreibt. 2025 betrug der Verlust 19 Milliarden Euro. Im ersten Quartal 2026 waren es weitere 3,8 Milliarden Euro bei Umsätzen von 380 Millionen Euro. Seit dem vierten Quartal 2020 summierten sich die Verluste auf über 75 Milliarden Euro.

Gegensteuern soll ein neues Abo-Modell: „Wearables for Work". Die Enterprise-Plattform kostet voraussichtlich rund 7,50 Euro monatlich und bietet spezielle KI-Tools für Geschäftskunden. Branchenanalysten zeigen sich skeptisch: Selbst bei hohen Konversionsraten würde das Abo nur einen Bruchteil der Verluste decken. Rund 200 Millionen zahlende Nutzer wären nötig, um die Gewinnschwelle zu erreichen.

Wettbewerb und Datenschutz: Die großen Unbekannten

Metas aggressiver Zeitplan fällt in eine phase zunehmender Konkurrenz. Google bringt im Herbst 2026 gemeinsam mit Samsung und Qualcomm die Android-XR-Plattform an den Start. Auch Amazon und ein Joint Venture zwischen OpenAI und Designer Jony Ive arbeiten an ähnlicher Hardware.

Die Entwicklung hin zu ständig mithörenden Geräten wirft erhebliche Datenschutzfragen auf. Dauerhafte Audioaufzeichnung, durchsuchbare Gesprächsverläufe und mögliche Gesichtserkennungsfunktionen (intern als „Name Tag" bezeichnet) stehen in der Kritik. Meta peilt bis Ende 2026 rund 6,8 Millionen monatlich aktive Nutzer für seine Wearables an – und investiert parallel rund 560 Milliarden Euro über drei Jahre in KI-Rechenzentren. Ob sich der Spagat zwischen Expansion und Vertrauensgewinn ausgeht, dürfte eine der spannendsten Fragen der kommenden Monate sein.

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